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Thema: E-Auto ökologisch sinnvoll?

  1. #151
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    Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
    [...]
    Dann bist du wohl mit mir einverstanden, dass praktisch alles, was seit dem zweiten Weltkrieg gebaut wurde, eine Katastrophe ohne Ende ist. Erst seit relativ kurzem gibt es Gegenbewegungen, wieder hin zu einer Stadt, die für die Menschen da ist.
    [...]
    Ich habe mich erst kürzlich mit einer älteren Frau (86 Jahre) darüber unterhalten. Hintergrund waren die verschiedenen Wohngebiete in der Stadt in der ich jetzt lebe.
    Jedes dieser Viertel aus dem Programmen des sozialen Wohnungsbaus der 60er/70er Jahre war eine unheimliche Verbesserung der Lebensqualität für die Menschen die dort eingezogen sind. Eigenes Bad mit WC! Vernünftig zusammenhängende Wohnungen und nicht mehr Zimmer die man nur über das (Gemeinschafts)Treppenhaus erreichen konnte. Zentralheizung (nicht mehr Kohle oder Ölofen), ordentliche Warmwasserversorgung, Gas oder E-Herd und Schränke in der Küche bereits eingebaut, Grundschulen in der Nähe usw...
    Als Katastrophe habe es die damaligen Mieter nicht empfunden. 1955 - 69 gelten als Geburtenstarke Jahrgänge. Die durchschnittlich 2,5 Kinder pro Familie mussten ja irgendwo wohnen.

    Grüße
    Alexa
    Geändert von Alexa91 (28-07-2021 um 15:24 Uhr)
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  2. #152
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    Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
    dass von fünf Personen alle jetzt gleich und dringend sofort müssen, kommt eher selten vor...
    [...]
    also wirklich. was macht ihr eigentlich, wenn ihr im Alltag mal improvisieren müsst?
    Gehst du morgens nach dem Aufstehen nicht aufs Klo?
    Über den Tag verteilt funktioniert vieles total anders als morgens nach dem aufstehen.
    Wenn alle gleichzeitig los müssen, müssen einige logischerweise früher aufstehen oder du hast so viele WCs, Duschen, Waschbecken dass deine Idee der Gemeinschaftseinrichtungen nicht mehr funktioniert. Wenn einige früher aufstehen gibt es also sowas wie einen Schichtplan. Wenn ich erst in der 4ten Schicht bin, muss ich bei Verzögerungen im Ablauf warten bis die anderen vom Klo sind.
    Zusätzlich zum oftmals getakteten Arbeitstag müssen sich deine Bewohner auch noch einer zusätzlichen Taktung unterwerfen.

    Dass Reden alleine auf Dauer reicht habe ich noch nicht erlebt.
    Wer hat wann die Waschmaschine bzw. möchte welche Art von Wäsche gewaschen haben?
    Wer ist dran das Bad oder die Küche zu putzen?
    Wer hat den letzten Kaffee, das letzte Brot etc.. genommen und nichts neues gekauft?
    Kauft man gemeinsam ein? Kocht man gemeinsam?
    Heute Abend habe ich Besuch, könntet ihr bitte Kopfhörer aufsetzen oder ins Kino gehen.

    Impro ist nicht auf Dauer angelegt. Wir reden hier aber über eine dauerhafte Wohngemeinschaft mit mehreren berufstätigen nicht miteinander verpartnerten Erwachsenen.

    Grüße
    Alexa
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  3. #153
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    Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
    Die sind schon herauskristallisiert.

    Falls du Details willst: Christopher Alexander "A Pattern Language", und Christopher Alexander "The Nature of Order".

    In diesen ca 3000 Seiten findest du Details, wie sie das Herz nur begehren kann. [...]
    Erklärt er auch warum in der Geschichte der Menschheit die überwiegende Mehrzahl der Menschen niemals freiwillig außerhalb des Familienverbandes so zusammen gelebt haben?
    Grüße
    Alexa
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  4. #154
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    Zitat Zitat von Alexa91 Beitrag anzeigen
    Erklärt er auch warum in der Geschichte der Menschheit die überwiegende Mehrzahl der Menschen niemals freiwillig außerhalb des Familienverbandes so zusammen gelebt haben?
    Grüße
    Alexa

    genau da liegt nämlich der Hase im Pfeffer, und selbst im Familienverband ist es schon vielen schwer gefallen ...
    Unsere Energie-Einsparmöglichkeiten müssen wir wohl an anderer Stelle suchen.
    Geändert von Hafis (28-07-2021 um 15:37 Uhr)
    Alles, was lediglich wahrscheinlich ist, ist wahrscheinlich falsch. (Descartes)
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  5. #155
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    Zitat Zitat von Hafis Beitrag anzeigen
    Nachtrag: und selbst im Familienverband ist es schon vielen schwer gefallen ...
    Eben. Da wird/wurde dann eher "zusammengehalten", weil es Familie ist und nicht, weil man sich so mag.

    Es hat ja auch einen Grund, warum viele nicht mehr so leben. Nicht in jeder Familie ist Idylle angesagt. Und nicht jeder Mensch ist dazu geeignet, mit anderen zusammen zu leben.
    “Das ist zwar peinlich, aber man darf ja wohl noch rumprobieren.”
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  6. #156
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    Zitat Zitat von Alexa91 Beitrag anzeigen
    Erklärt er auch warum in der Geschichte der Menschheit die überwiegende Mehrzahl der Menschen niemals freiwillig außerhalb des Familienverbandes so zusammen gelebt haben?
    Klöster waren immer freiwillig, zum Beispiel. das ist eine Wahlfamilie.

    Auf Bauernhöfen lebten Mägde und Knechte. in Ritterburgen sowieso.

    Im Handwerk lebten Lehrlinge beim Lehrmeister.


    *****
    Menschen haben sich sehr wohl immer mit Leuten jenseits der engsten Verwandschaft zusammen gelebt.
    unorthodox

  7. #157
    Gast Gast

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    Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
    Dann bist du wohl mit mir einverstanden, dass praktisch alles, was seit dem zweiten Weltkrieg gebaut wurde, eine Katastrophe ohne Ende ist. Erst seit relativ kurzem gibt es Gegenbewegungen, wieder hin zu einer Stadt, die für die Menschen da ist.
    Nö. Die Siedlung in der ich wohne, ist nach dem Krieg gebaut worden, wie viele ähnliche auch.
    Und ich kann zu Fuß in die Stadt, 5 min.
    Gartenstadtkonzepte und ähnliches gab es auch nach dem Krieg (Krefeld, Hamburg, etc.)

  8. #158
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    Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
    Klöster waren immer freiwillig, zum Beispiel. das ist eine Wahlfamilie.

    Auf Bauernhöfen lebten Mägde und Knechte. in Ritterburgen sowieso.

    Im Handwerk lebten Lehrlinge beim Lehrmeister.


    *****
    Menschen haben sich sehr wohl immer mit Leuten jenseits der engsten Verwandschaft zusammen gelebt.
    nein, das ist keine Antwort auf Alexas Aussage, die 'überwiegende Mehrheit' lebte eben nicht in Klöstern, und die Mägde und Knechte hatten kaum eine andere Wahl (also lebten sie nicht freiwillig so), Lehrlinge lebten vorübergehend in der Familie des Meisters und Gesellen nur in einer Zeit, in der sie auf Wanderschaft waren oder aufgrund ihrer Abhängigkeit vom Meister keinen eigenen Hausstand gründen konnten.
    Kannst auch gerne die vielen jungen Bauernmädchen nehmen, die in einen fremden Hof verheiratet wurden und von einer tyrannischen Schwiegermutter gequält wurden ...
    In diese Zeit möchte ich nicht gerne zurück ...
    Geändert von Hafis (28-07-2021 um 16:16 Uhr)
    Alles, was lediglich wahrscheinlich ist, ist wahrscheinlich falsch. (Descartes)
    Life is complex. It has real and imaginary components. (Rich Rosen)

  9. #159
    carstenm Gast

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    Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
    also wirklich. was macht ihr eigentlich, wenn ihr im Alltag mal improvisieren müsst?
    Dann improvisiere ich. Das konnte ich immer schon sehr gut. Leben ist Veränderung ... unaufhörlich. Und, wie auch schon mehrfach gesagt, für begrenzt Zeit finde ich das durchaus bereichernd. Ich fahre Ende nächster Woche wieder in so eine Situation gemeinsamen Lebens auf Zeit. Und ich freu mich riesig darauf.

    Aber als Zuhause erlebe ich den Ort, an dem ich gerade nicht improvisieren muß. Sondern aufgehoben bin in der Stille und Ruhe dieses Ortes.

  10. #160
    carstenm Gast

    Standard

    Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
    Klöster waren immer freiwillig, zum Beispiel. das ist eine Wahlfamilie.
    1. Das ist nicht richtig. Natürlich war es abängig von der jeweiligen historischen Situation, aber in aller Regel hatte die Mehrzahl der Eintritte hatte ökonomische oder soziale Gründe.
    2. Das gemeinschaftlich Leben in den Klöstern war ganz ausdrücklich nicht darauf ausgerichtet, individuelle Bedürfnisse zu erfüllen und ebensowenig darauf, ein Gefühl von "Zuhause" in diese Wohnsituation zu erzeugen. Sondern es ging eben gerade darum, die Vorläufigkeit dieser Welt und mithin auch dieser Wohnsituation leibhaft zu vermitteln.
    3. Das Gesellschaftsverständnis, das sich im klösterlichen Leben ausgedrückt hat, war definitiv nicht das, was Alexander in seiner Architektur ausdrücken und erschaffen wollte ...
    4. Ich habe selber, wie oben schon gesagt, während des Studiums einige Zeit in einer spirituellen Gemeinschaft gelebt. Nicht-zölibatär, offen, an den Individualbedürfnissen orientiert. Scheinbar optimal. Für mich als jungen Menschen war das sehr, sehr gut. Dieses gemeinschaftliche Leben gehört zu den glücklichsten Zeiten meines Lebens. Heute möchte ich ausdrücklich nicht mehr so leben. Heute habe ich mich selbst in einer Weise, die gerade aus der Abgrenzung ihr Glück zieht.

    Auf Bauernhöfen lebten Mägde und Knechte. in Ritterburgen sowieso.
    Mit Ritterburgen kenne ich mich nicht aus. Mit Höfen schon. Und gerade letzte Woche habe ich mich mit meiner Mutter darüber unterhalten, daß sie es als Kind noch erlebt hat, das Knechte und Mägde auf dem Hof waren. Sie fühlte sich - völlig unnötigerweise - bemüßigt, sich vor mir für diese Art der Lebens-, Wohn- und Arbeitsgemeinschaft zu entschuldigen. Es wäre halt damals so gewesen ...
    ... auch diese Gemeinschaft war nicht freiwillig gewählt. Und auch diese Art des gemeinsamen Wohnens hat ganz sicher keinen hohen Wohlfühlfaktor gehabt. Wie sagt meine Mutter: Immerhin durften die Knechte und Mägde bei uns sogar ins Haus, durften am Sonntag mit am Tisch essen und mußten nicht im Stall schlafen (es gab bei uns, anders als offenbar auf vielen Höfen in der Nachbarschaft einen "Knechteschuppen". Der hieß noch so, als ich klein war.)
    Auch da bin ich nicht sicher, ob dieses Wohnmodell dem entspricht, was Alexander im Sinn hatte. Oder dem, was dir vorschwebt ...

    Im Handwerk lebten Lehrlinge beim Lehrmeister.
    Ja. Taten sie. Gerne auch mal ohne eigenes Bett sondern mit Schlafstatt auf dem Fußboden und auch ansonsten in einer nicht so besonders privilegierten Wohnsituation ...
    Geändert von carstenm (28-07-2021 um 17:43 Uhr)

  11. #161
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    Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
    Klöster waren immer freiwillig, zum Beispiel. das ist eine Wahlfamilie.

    Auf Bauernhöfen lebten Mägde und Knechte. in Ritterburgen sowieso.

    Im Handwerk lebten Lehrlinge beim Lehrmeister.


    *****
    Menschen haben sich sehr wohl immer mit Leuten jenseits der engsten Verwandschaft zusammen gelebt.
    Und bis aufs Kloster alles Abhängigkeitsverhältnisse aus der Vergangenheit.
    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  12. #162
    Gast Gast

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    Zitat Zitat von carstenm Beitrag anzeigen
    .
    2. Das gemeinschaftlich Leben in den Klöstern war ganz ausdrücklich nicht darauf ausgerichtet, individuelle Bedürfnisse zu erfüllen und ebensowenig darauf, ein Gefühl von "Zuhause" in diese Wohnsituation zu erzeugen.
    Nicht??

    Es gab doch bestimmt eine Sauna, geräumige Badezimmer und gemütlich kuschelige Wohnräume?
    Lag man da nicht gemütlich auf dem Bauch, vor sich ein heimeliges Kruzifix, und gab es nicht ein schönes Gemeinschaftsfrühstück nachdem man in seinem groszügigen individuell gestalteten Wohngemach ausgeschlafen hatte, um dann mit einem fröhlichen " Hallo Leute!" den Tag begann, mit einer Tasse Kaffee während die anderen so nach und nach auf der wohlduftenden Gemeinschaftstoilette ihren Bedürfnissen nachgingen?
    Es muss doch das Paradis auf Erden gewesen sein!

  13. #163
    carstenm Gast

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    Zitat Zitat von Inryoku Beitrag anzeigen
    Nicht??

    Es gab doch bestimmt eine Sauna, geräumige Badezimmer und gemütlich kuschelige Wohnräume?
    Lag man da nicht gemütlich auf dem Bauch, vor sich ein heimeliges Kruzifix, und gab es nicht ein schönes Gemeinschaftsfrühstück nachdem man in seinem groszügigen individuell gestalteten Wohngemach ausgeschlafen hatte, um dann mit einem fröhlichen " Hallo Leute!" den Tag begann, mit einer Tasse Kaffee während die anderen so nach und nach auf der wohlduftenden Gemeinschaftstoilette ihren Bedürfnissen nachgingen?
    Es muss doch das Paradis auf Erden gewesen sein!


    Geändert von carstenm (28-07-2021 um 21:00 Uhr)

  14. #164
    Gast Gast

    Standard

    Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
    Klöster waren immer freiwillig, zum Beispiel. das ist eine Wahlfamilie.
    Natüüürlich!!

    Unverheiratete und geschiedene Frauen, oder welche die man einfach los werden wollte, Männer, die keine Anstellung als Knecht fanden, jüngere Söhne die keinen Anspruch auf den Hof hatten, alles Menschen die total freiwillig und ohne Zwang hinter die Klostermauern gingen...
    Welche Märchenbücher hast du nur gelesen?

    Und die Klosterbrüder und Schwestern hat man natürlich vorher sorgfältig ausgewählt, hätte ja sein können dass man mit deren Klo-Gewohnheiten und Sauna-Zeiten nicht klar kam.
    Geändert von Gast (28-07-2021 um 21:04 Uhr)

  15. #165
    Gast Gast

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    Zitat Zitat von carstenm Beitrag anzeigen



    Unglaublich, wie prvilegiert die aufwachsen durften, im Gegensatz zu mir...

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