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Thema: Chen Säbelform (Frank Marquardt)

  1. #31
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    Zitat Zitat von Affenherz Beitrag anzeigen
    Nö, sie helfen nur dabei, das Auspendeln nach einem Fajin zu simulieren. Sie haben absolut NULL Funktion außerhalb des Bodenturnens. Es gibt auch keinerlei Grund, ein Fajin anzuzeigen. Warum um Himmels Willen sollte man das tun wollen?
    keine Ahnung, warum man das tun wollte, wird aber gemacht, wie gesagt, ich praktiziere kein TCC und habe hier eigentlich nur Amasbaal antworten wollen

  2. #32
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    Zitat Zitat von Affenherz Beitrag anzeigen
    Ob man zuerst die Hände oder die Beine oder das Dantian bewegt, ist ein Trainingsmodus, um bestimmte Details der Bewegungsmechanik zu verbessern. Ich hatte gestern ein kleines Sparring mit Langschwertern. Das Gerede, man solle erst die Waffe und dann die Beine bewegen, ist in der Auseinandersetzung völlig irrelevant. Denn dann ist man sowieso die ganze Zeit in Bewegung und kann sich überhaupt nicht aussuchen, ob der Hieb/Stich näher am vorherigen oder am folgenden Schritt ist. Man achtet auch nicht darauf, man macht die ganze Zeit über Schritte in alle möglichen Richtungen und haut dann, wenn man muß, nicht dann, wenn der zeitliche Abstand zur Beinarbeit passen könnte.
    interessant, so betreibe ich noch nicht ´mal Stockkampf

  3. #33
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    Bezüglich der Schlabberwaffen:
    Weiß jemand Genaueres, ab wann die eigentlich so flächendeckend Verbreitung gefunden haben? Ich würde mal vermuten erst mit dem Wushu-Revival in der Mitte der 70er oder den frühen 80er-Jahren?
    Das Leben ist groß.

  4. #34
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    Zitat Zitat von Julian Braun Beitrag anzeigen
    Bezüglich der Schlabberwaffen:
    Weiß jemand Genaueres, ab wann die eigentlich so flächendeckend Verbreitung gefunden haben? Ich würde mal vermuten erst mit dem Wushu-Revival in der Mitte der 70er oder den frühen 80er-Jahren?
    Das ist in der Tat so. Man muss ja auch sehen, dass das gerade auch im China der 70er/80er Jahre eine Kostenfrage war. Leute verdienten in den Städten Ende der 80er etwa RMB 200.-- im Monat. Auf dem Land war es noch einiges weniger, ich kannte Leute mit einem Enkommen von RMB 80.-- im Monat. Einen Schlabbersäbel konnte man z.B. in den Waffenläden rund um Shaolin damals für RMB 15.-- kaufen. Ich kaufte mir damals auf meiner ersten Reise einen Longquan-Säbel für RMB 200.--. Etwas, dass sich die Leute dort damals schlicht nicht leisten konnten. Damals waren die Longquan-Waffen die einzigen, die nicht schlabbrig waren. Da der Sport Wushu in den 90er Jahren vorangetrieben wurde und die Wushu-Touristenorte extremes Wachstum erlebten, verschwanden die starren Waffen zeitweise fast vollständig aus den Läden. Die CWA strebt ja für qualitativ "hochwertige" Schlabberwaffen inzwischen eine ISO-Zertifizierung an. Mittlerweile gibt es aber eine kleine Renaissance für die starren Waffen. Longquan produziert immer noch und andere Produzenten wie LK Chen haben eine Nische gefunden.

    PS: Bei einigen Posts hier würde mich dann schon interessieren, wie die Kritiker es selbst denn machen würden. Frank Marquardt macht ja hier quasi ein Bild für Bild Durchlauf, damit man dem Video folgen kann.

  5. #35
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    Zitat Zitat von amasbaal Beitrag anzeigen
    werden die säbelformen eigentlich immer mit diesen modernen "wu shu show-säbeln" gelaufen, oder auch mal mit echten (oder dem original entsprechenden kopien) zb.der 18./19, Jh. "oxtail" Daos
    die sind nämlich um einiges schwerer und bei weitem nicht so "flexibel". das waren schwere "fleischhacker" - eben kriegswaffen und keine show-waffen.´
    Was wiegen die denn?
    Das Holz-Liuyedao von dieser hier weiter vorne verlinkten Seite wiegt nach den Angaben auf der Seite zwischen 700 und 850 g
    Ich hat hier noch einen Metallsäbel, der durchaus etwas schwabbelig ist, der wiegt ca. 500g (Differenzmessung auf einer Personenwaage)

    Zitat Zitat von amasbaal Beitrag anzeigen
    wenn ja, sehen die formen dann genauso aus, wie mit den spielzeugen? kann ich mir kaum vorstellen, dass die mechanik für die eine variante die gleiche sein kann, wie für die andere.
    In welcher Beutung wird denn hier "Mechanik" gebraucht?
    Wenn ein Gewichtheber mit einem Besenstiel oder leerer Stange den Bewegungsablauf übt, ist das dann in diesem Sinne eine andere "Mechanik" als unter größerer Last, oder ist Letzteres nur schwerer?
    Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört,
    Es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.


  6. #36
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    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen


    In welcher Beutung wird denn hier "Mechanik" gebraucht?
    Wenn ein Gewichtheber mit einem Besenstiel oder leerer Stange den Bewegungsablauf übt, ist das dann in diesem Sinne eine andere "Mechanik" als unter größerer Last, oder ist Letzteres nur schwerer?
    Ist es. Es fehlt die notwendige Masseträgheit um sich unter das Gewicht zu setzen .
    Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)

  7. #37
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    Zitat Zitat von Affenherz Beitrag anzeigen
    Nö, sie helfen nur dabei, das Auspendeln nach einem Fajin zu simulieren. Sie haben absolut NULL Funktion außerhalb des Bodenturnens. Es gibt auch keinerlei Grund, ein Fajin anzuzeigen. Warum um Himmels Willen sollte man das tun wollen?
    Zur Übung des Impact-Points?
    In der Form ist oft die Hand der Impact-Point und bei der Waffe oft das vordere Ende der 'Armverlängerung'.
    Der Kraftverlauf muss also über den eigenen Körper hinaus in die Waffe geleitet werden.

    Das geht mit einer festen Klinge nicht so gut (zu erlernen) wie mit einem Schlabberding.
    Denn das Schlabberding zeigt dir wunderbar, ob du das kannst oder nicht.

  8. #38
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    Zitat Zitat von Chester Beitrag anzeigen
    das Schlabberding zeigt dir wunderbar, ob du das kannst oder nicht.
    hm, interessanter aspekt.
    jenseits dieses aspektes ist "schlabbern" aber immer negativ, wenn ich mit ner waffe so trainieren möchte, wie ich es nun mal mache (wie gesagt, bin tai chi laie. ich mach das in anderen kontexten).
    sollte die schlabberwaffe da nicht einfach ein ZUSÄTZLICHES tool für genau diesen aspekt sein, antatt das einzige trainingsgerät, das eine lange (mehr oder weniger schwere) echte klingenwaffe simuliert?
    "I prefer them to be awake when I severe their arms and beat them to death with it." Maul Mornie und sein Verhältnis zu k.o.s

  9. #39
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    Zitat Zitat von amasbaal Beitrag anzeigen
    hm, interessanter aspekt.
    jenseits dieses aspektes ist "schlabbern" aber immer negativ, wenn ich mit ner waffe so trainieren möchte, wie ich es nun mal mache (wie gesagt, bin tai chi laie. ich mach das in anderen kontexten).
    sollte die schlabberwaffe da nicht einfach ein ZUSÄTZLICHES tool für genau diesen aspekt sein, antatt das einzige trainingsgerät, das eine lange (mehr oder weniger schwere) echte klingenwaffe simuliert?
    Es schlabbert ja nicht nur. Es sollte zischen.
    Unser Lehrer schnappte einem (zugegenermassen älteren Schwert; Jian) die Spitze weg.
    Das hätte keiner von uns nur im Ansatz so gekonnt. Da ist sehr viel Energie in die Spitze gewandert.

    Wir hatten in einem anderen Kungfu ein billiges festes Dao.
    Das Teil war fast noch lächerlicher als die Schlabberdinger.

    Viele Taijiler wollen vermutlich nicht mir einem richtigen Schwert trainieren.
    Beim Jian zwar mehr verbreitet (in China). Aber such mal erst ein schönes Jian hier in Europa das dir passt!
    Hätte im Shop in Wudang zuschlagen sollen, soviel Auswahl zum Anfassen fand ich nirgends sonst.

  10. #40
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    ich hab ja auch nie mit nem echten kampilan oder ginunting (phil. klingenwaffen) trainiert. ist ja klar. geld, möglichkeiten usw....
    aber immerhin: es gibt exakte nachbauten in holz oder alu, die in etwa gleiches gewicht und schwerpunkt haben, sich also zumindest annähernd so führen lassen, wie die originale.

    was du mit "energie in die spitze wandern" lassen meinst, kann ich nachvollziehen. dafür dann gerne "schlabber"... akzeptiert
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  11. #41
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    Kurz gesagt denke ich:
    Beim heutigen Taijiquan geht es nicht darum zu lernen, mit der jeweiligen Waffe kämpfen/fechten zu können. Ebenso wie 99% der Leute nicht Taijiquan üben, weil sie sich erhoffen dadurch waffenlos Kämpfen zu lernen. Die Waffen sind da ein Tool, um die gleichen Prinzipien die man in der Handform übt mit einem Gegenstand zu üben und ganz rudimentär das Gefühl dafür zu entwickeln, wie man mit Säbel oder Schwert schneidet und sticht. That´s it.
    Das Leben ist groß.

  12. #42
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    Zitat Zitat von Julian Braun Beitrag anzeigen
    Kurz gesagt denke ich:
    Beim heutigen Taijiquan geht es nicht darum zu lernen, mit der jeweiligen Waffe kämpfen/fechten zu können. Ebenso wie 99% der Leute nicht Taijiquan üben, weil sie sich erhoffen dadurch waffenlos Kämpfen zu lernen. Die Waffen sind da ein Tool, um die gleichen Prinzipien die man in der Handform übt mit einem Gegenstand zu üben und ganz rudimentär das Gefühl dafür zu entwickeln, wie man mit Säbel oder Schwert schneidet und sticht. That´s it.
    Schöne Grabrede. Noch ein paar Blumen hinterher und die erste Schippe Erde druff und gut iss.

  13. #43
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    Zitat Zitat von Chester Beitrag anzeigen
    Da ist sehr viel Energie in die Spitze gewandert.
    Ja, es wandert in manch eine Spitze schon sehr viel Energie. Und hinaus.
    "man ist keine elitäre gruppe, die den richtigen weg bestreitet, und die wahrheit für sich in anspruch nehmen kann, weil man eine minderheitenmeinung vertritt." - Marq Aurel

  14. #44
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    mag mir noch jemand diese Frage beantworten?

    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von amasbaal Beitrag anzeigen
    werden die säbelformen eigentlich immer mit diesen modernen "wu shu show-säbeln" gelaufen, oder auch mal mit echten (oder dem original entsprechenden kopien) zb.der 18./19, Jh. "oxtail" Daos
    die sind nämlich um einiges schwerer und bei weitem nicht so "flexibel". das waren schwere "fleischhacker" - eben kriegswaffen und keine show-waffen.
    Was wiegen die denn?
    Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört,
    Es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.


  15. #45
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    Geändert von Glückskind (23-08-2021 um 07:33 Uhr)
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    kämpfe für jemanden oder etwas.

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