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Thema: YinYang und so

  1. #16
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    Zitat Zitat von dachengquan Beitrag anzeigen
    Lustig die EDIT Scarabe /EDIT. Jahrelang den verschriensten GM's wie ein Groupie hinterher und immer gleich Meisterschülerin, sei es CXW, Chen Bing, dann der Typ in England (Name fällt mir gerade nicht ein), jetzt bei GB Chen Zhenglei, einen 8 Duan (!!!!) besitzen, mit Brille ganz schlau Formen bewerten und HIER das Video beurteilen wollen, von wegen nicht realistisch genug (was auch nicht Punkt war) UND zeitgleich absurde Videos zur Anwendung der Taiji-Figuren reinstellen. Wird wirklich immer besser. Bleib doch bei Form, etwas Wohlfühltraining und Pseudoweisheiten - das kann ja auch bereichernd sein.
    Zitat Zitat von scarabe Beitrag anzeigen
    Wobei Wang Haijun, Ziehsohn vonGM CZL sich neben GM Chen Zhenglei, der übrigens den 9. Duan hält, als Wichtigster herausgestellt hat.
    Ich glaube er meinte dich. Aber du hast ja nur den 6. Duan, oder?

    Komisch finde ich, daß Ihr mit zweierlei Maß messt:
    Wenn ich ein Video poste, das einfach nur ein paar Bewegungen extrahiert und zeigt, was das für Techniken sein könnten- Grundstufen- Standards- und von Anfang an klarstelle, daß es gar nicht ums großartige Kämpfen, sondern nur um eine Veranschaulichung geht, ernte ich den großen Shitstorm, weil nicht echt und realistisch genug und weil der unerfahrene Schüler, der sich freundlicherweise zum Dummy macht, nicht gut genug pumcht.
    Usw.

    Wenn aber einer Eurer Leute, der durchaus mehr Realitätsnähe für sich claimt, mit Videos aufwartet, die zwar top gemacht sind, aber auch nicht wirklich in allen Punkten praktikabel, schreit Ihr Beifall.
    Na, merkst Du was? Woran liegts?
    Vielleicht daran, dass man eben doch - eine gewisse eigene Praxis vorausgesetzt - das eine oder andere von außen sehen und bewerten kann?
    Geändert von T. Stoeppler (17-09-2021 um 08:55 Uhr) Grund: Namensnennung entfernt

  2. #17
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    Zitat Zitat von Cam67 Beitrag anzeigen


    Sorry ich kann nicht für Andere Kampfkünste sprechen. Was ZRM angeht , da ist Dantien nicht an einen festen Punkt gebunden . Es ist überall und nirgends . man könnte es auch mit verdichten und auflösen beschreiben . und wie gesagt, beim Üben spielt es keine Rolle , bestenfalls als Ortsangabe aber immer mit dem Wissen , welche stinknormalen physischen Strukturen es nun gilt einzubinden . und vor allem WIE

    N. hat vor kurzem hier einen post gestartet wo er etwas zu ZRM im Taichi Journal geschrieben hatte. dort geht er z.t. darauf ein. Dantienfrage usw.

    Das mit dem Dantian ist interessant.


    Heben und Folgen-
    Heben ist klar als aktiv, Du kannst ja Folgen, an sich passiv/Yin passiv oder daraus auch ein bewußtes Kleben mit Anziehen der Kraft des Gegners (Kontrollieren) machen. Idealerweise so subtil, daß es eine "Falle" ist...

  3. #18
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    Sry, Nassem.


    Ich guck dafür auch alle Filme an. edit
    Geändert von jkdberlin (17-09-2021 um 06:46 Uhr)

  4. #19
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    Zitat Zitat von Bücherwurm Beitrag anzeigen



    Vielleicht daran, dass man eben doch - eine gewisse eigene Praxis vorausgesetzt - das eine oder andere von außen sehen und bewerten kann?
    Ach weißt Du- wer so freundlich über seine Kollegen und tote Katzen spricht, wie im 5. Video, der verdient, daß man ihm mal ein bißchen genauer auf die Finger schaut.
    Um nicht den großen Streit vom Zaun zu brechen, habe ich unwissend nachgefragt. Und eine Antwort erhalten, die zu seinem Video 5 passt.

    Nicht, daß ich nicht sehe, wie er den Meister ins hintere Bein schiebt
    , wo sogar ein Schüler stehen bleiben würde, auch wenn der den Rückstoß noch nicht so gut drauf hat.
    Oder daß er in diesem Video nur den Schüler trifft, weil dieser seinen rechten Arm, der zur Deckung sogar einigermaßen am rechten Platz wäre, nicht benutzt und ihm vorher quasi in die Faust läuft.
    Und auch sonst kann man ein paar Kleinigkeiten sehen, nicht der Perfektion bzw. Praktikabilität entsprechen, die er für sich calimt entgegen den dummen Kollegen...

    Das sind ja trotzdem recht nette Videos und gut erklärt. Aber so hochkarätig nun auch wieder nicht.


    Ich habe dagegen schnell im Unterricht mitgeschnitten, um ein paar Bewegungen zu zeigen. Dabei musste ich aufpassen, daß der Schüler irgendwie Arme und Beine dahin tut, wo ich sie zur Demonstration brauchen kann und nicht wegrutscht etc.. Und habe wenig auf eigene Präzision und Effektivität geachtet.
    So what, das war nicht Anspruch des Videos. Jeder weiß jetzt, welche Apps in der Bewegung sind, also habe ich das, was ich vermitteln wollte, auch transportiert. Nicht mehr und nicht weniger. Nächstes mal werde ich sorgfältiger arbeiten.
    Ich habe zwar nicht den Schwerpunkt so auf Kampf wie der Threadsteller, weil ich im Taiji vielseitiger arbeite und auch langsam zu alt fürs Herumraufen werde, aber ein bisschen Erfahrung habe ich schon auch.

    Und jetzt bin ich aus diesem Thread raus und entschuldige mich beim Threadsteller, daß der Thread hier dann doch in eine Richtung gelaufen ist, die mit Ziranmen nur bedingt zu tun hat. Aber nur dafür.
    Geändert von scarabe (16-09-2021 um 22:37 Uhr)

  5. #20
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    Zitat Zitat von scarabe Beitrag anzeigen
    Das mit dem Dantian ist interessant.


    Heben und Folgen-
    Heben ist klar als aktiv, Du kannst ja Folgen, an sich passiv/Yin passiv oder daraus auch ein bewußtes Kleben mit Anziehen der Kraft des Gegners (Kontrollieren) machen. Idealerweise so subtil, daß es eine "Falle" ist...
    Ja , kann man . Bin aber noch nicht sicher ob der Unterschied in der Ansteuerung klar ist, den ich versuchte zu beschreiben. Denn Folgen oder Kleben ,ist dann nur eine mögliche Anwendung dieser Ansteuerung. .

    Deshalb ein Versuch aus anderer Sicht.
    Im Endeffekt entsteht das was ich mit Folgen beschrieb aus dem was man oft mit Ausbreiten oder Weiten liest.

    Während du beim Heben , also Kraft GEGEN einen Widerstand , oder Beim Strecken, oder beim Drücken, deiner Bewegung und damit dem Objekt einen festgelegten Vektor gibst , DURCH das Drücken , und damit auch in deiner Bewegungsrichtung festgelegt bist , so findet genau das beim Ausbreiten nicht statt.

    Du gibst also keinen Vektor dazu ,sondern du folgst einfach nur einem vektor , wenn du einem Objekt folgst . Wie z.b. einem Arm oder Körper . Ist kein Objekt da, breitest du dich einfach weiter aus.
    Das ist ein Riesenunterschied ,was deine Raktionsfähigkeit auf Wechsel angeht ,was deine Flexibilität angeht , denn du musst nicht erst eine Spannung auflösen , um eine neue Bewegungsrichtung zu ermöglichen. und ,... es gibt dem anderen sehr viel weniger Information und gleichzeitig weniger Zugang zu deinem System .

    Wenn du mit aktiver Streckung arbeitest ,hast du in deiner Ansteuerung einen Anfangs und einen Endpunkt . Du streckst halt den Arm , du drückst was weg .
    Beim Ausdehnen (hier kann sich jeder ein ihm genehmes Wort einbauen ) gibt es diesen Endpunkt nicht ....auch wenn der Arm scheinbar irgendwann in der Luft zum Stillstand kommt , innerlich dehnt er sich weiter aus . Als Beispiel .

    Aus einer Bewegung wird hier ein Bewegen....

    Zurück zum Video.
    Wenn kraft erzeugt wird , dann eben aus dem Rumpf , deshalb schrieb ich achte mal auf die Schultern , Schultergürtel , Brustbein ,.... dort steckt die Arbeit , inklusive des Senkens des Schlüsselbeins , was den Angreifer in seinem Vektor leicht Richtung Boden leitet und ihn damit auf seinen vorderen Fuss pinnt . Die HÄnde fallen Richtung Boden , was dazu führt das die Ellenbeuge sich gegen die greifenden Arme bewegen und gleichzeitig das Leiten Richtung Boden mit Unterstützen .
    Der Schub in seine Richtung erfolgt nun durch den Schritt . Deshalb schrieb ich ,..achte mal auf das vordere Bein des Schiebenden ,.NACHDEM der Greifende auf dem vorderem Fuss gepinnt wurde ........Timing halt .
    ,.......ABER ...mit den Armen wird nicht gehoben

    Kraft aus Rumpf .. Arme steuern und übertragen
    Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)

  6. #21
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    Zitat Zitat von Cam67 Beitrag anzeigen
    J
    Deshalb ein Versuch aus anderer Sicht.
    Im Endeffekt entsteht das was ich mit Folgen beschrieb aus dem was man oft mit Ausbreiten oder Weiten liest.

    Während du beim Heben , also Kraft GEGEN einen Widerstand , oder Beim Strecken, oder beim Drücken, deiner Bewegung und damit dem Objekt einen festgelegten Vektor gibst , DURCH das Drücken , und damit auch in deiner Bewegungsrichtung festgelegt bist , so findet genau das beim Ausbreiten nicht statt.

    Du gibst also keinen Vektor dazu ,sondern du folgst einfach nur einem vektor , wenn du einem Objekt folgst . Wie z.b. einem Arm oder Körper . Ist kein Objekt da, breitest du dich einfach weiter aus.
    Das ist ein Riesenunterschied ,was deine Raktionsfähigkeit auf Wechsel angeht ,was deine Flexibilität angeht , denn du musst nicht erst eine Spannung auflösen , um eine neue Bewegungsrichtung zu ermöglichen. und ,... es gibt dem anderen sehr viel weniger Information und gleichzeitig weniger Zugang zu deinem System .

    Wenn du mit aktiver Streckung arbeitest ,hast du in deiner Ansteuerung einen Anfangs und einen Endpunkt . Du streckst halt den Arm , du drückst was weg .
    Beim Ausdehnen (hier kann sich jeder ein ihm genehmes Wort einbauen ) gibt es diesen Endpunkt nicht ....auch wenn der Arm scheinbar irgendwann in der Luft zum Stillstand kommt , innerlich dehnt er sich weiter aus . Als Beispiel .

    Aus einer Bewegung wird hier ein Bewegen....

    Zurück zum Video.
    Wenn kraft erzeugt wird , dann eben aus dem Rumpf , deshalb schrieb ich achte mal auf die Schultern , Schultergürtel , Brustbein ,.... dort steckt die Arbeit , inklusive des Senkens des Schlüsselbeins , was den Angreifer in seinem Vektor leicht Richtung Boden leitet und ihn damit auf seinen vorderen Fuss pinnt . Die HÄnde fallen Richtung Boden , was dazu führt das die Ellenbeuge sich gegen die greifenden Arme bewegen und gleichzeitig das Leiten Richtung Boden mit Unterstützen .
    Der Schub in seine Richtung erfolgt nun durch den Schritt . Deshalb schrieb ich ,..achte mal auf das vordere Bein des Schiebenden ,.NACHDEM der Greifende auf dem vorderem Fuss gepinnt wurde ........Timing halt .
    ,.......ABER ...mit den Armen wird nicht gehoben

    Kraft aus Rumpf .. Arme steuern und übertragen
    Ausdehnen entspricht im Allgemeinen "unserem" Pengjin. Mit Kleben.
    Bei uns statt Anfangs- und Endpunkt Spiralrotation, die nicht endet (außer bei irgendwelchen Stößen oder so).
    Also theoretisch fast Wurst, ob mit oder ohne "Muskelkraft", wobei reines Pengjin natürlich subtiler ist. Und sicherer.

    Was nicht dem Ausdehnen an sich widerspricht, wie Du es beschreibst. Und dann sind die Arme natürlich auch dabei, weil ganzer Körper integriert.

    Das mit dem Fuß als Schritt muß ich erst probieren. Kenne das so nicht mit anheben und Schritt, wir müssen ja immer versuchen, stehen zu bleiben, machen wir etwas anders, vgl. Spiralfeder. aber mal reinspüren.


    Thomas, vielleicht kann man unser "Geschwaller" verschieben, wenns hier stört?
    Geändert von scarabe (16-09-2021 um 22:44 Uhr)

  7. #22
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    Zitat Zitat von scarabe Beitrag anzeigen
    Das mit dem Fuß als Schritt muß ich erst probieren. Kenne das so nicht mit anheben und Schritt, wir müssen ja immer versuchen, stehen zu bleiben, machen wir etwas anders, vgl. Spiralfeder. aber mal reinspüren.
    Aber in der Form bewegt ihr euch schon , oder ? ich meine ,dann müsstet ihr auch Füsse setzen , wegen Schritt und so ^^
    Sollte nicht in der Form genau die Kraftgenerierung und Verwaltung auftauchen , wie in der Anwendung selbst ? ich dachte das wäre die Basis jeder Form ...
    Dann wäre es egal ob du beim Üben nur stehst , ohne Schritte , da die Schritte , inklusive der Mechanik/Struktur ja in der Form enthalten sind ? oder seh ich da was verkehrt ?

    Der Schritt ist auch hier wieder ein Fallen , und entsteht durch die gleiche/ähnliche Beckenbewegung mit Steissbein sinken wie bei euch. (vermute ich mal .. ). Der Fuss wird nicht wirklich angehoben , er folgt der Beckenbewegung. Denke mal auch das dürfte ähnlich bei euch sein...
    Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)

  8. #23
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    Hihi, wenn wir rumstehen wollen, gibts Zhan Zhuang.

    Natürlich. Das bezog sich jetzt auf tuishou, frontale Stöße. Bei fixed step pushhands darf man ja den Fuß nicht heben, also muß man lernen, stehen zu bleiben und die Kraft trotzdem aufzunehmen, abzuleiten und zurückzugeben ohne Schritt als Hilfsmittel. Ich muß also mal fühlen, ob der Schritt mit dem vorderen Fuß irgendwie anders ist/wirkt, als wenn der Fuß stehen bleibt (abgesehen vom "Angesaugt-Bleiben" am Boden.)

    Was Form betrifft, hast Du recht, bedingt, denn bis auf die Fajin-Bewegungen läuft die Form langsamer, als realer Technikeinsatz. Das gibt mehr Möglichkeit zur Präzisierung und zum Reinspüren, zugleich ist es eine Konzentrationsfrage, da ja zig Techniken aneinandergereiht sind und teilweise parallel stattfinden.
    Letztendlich ist also eine Partnerübung trotz vieler Gemeinsamkeiten doch wieder anders, als Form- nicht nur in Hinblick auf einen aktiven Gegenpart zum Üben von Krafteinsatz, Distanzen etc., statt nur des eingebildeten "Schattens".

  9. #24
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    Nicht immer, da Form auch ein Übungsrahmen ist. In unserer Laojia stehst Du z.B. nach der Anfangszeit breit und tief und gewichtest 70:30.
    Das würdest Du so im Kampf nicht machen, weil es zu sehr auf Kosten von Wendigkeit etc ginge, sondern es dient dem Entwickeln von Beinkraft, Struktur, sauberer Gewichtsverlagerung mit Rotation usw.
    Auch die Schrittwinkel können im Kampf oder auch der Anwendung etwas anders sein, da Du Dich ja auf den Partner einstellst. Wenn der weiter vorne oder rechts steht, mußt Du Dich dem ja anpassen.
    Oder die Höhe der Aktionen hängt von der Größe des Partners ab, während in der Form Dein "Schatten" ja immer deine eigene Größe hat.
    Das heißt, Du machst vieles genau wie dann in der Partnerarbeit, aber einiges eben auch anders.

  10. #25
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    Zitat Zitat von scarabe Beitrag anzeigen
    Nicht immer, da Form auch ein Übungsrahmen ist. In unserer Laojia stehst Du z.B. nach der Anfangszeit breit und tief und gewichtest 70:30.
    Das würdest Du so im Kampf nicht machen, weil es zu sehr auf Kosten von Wendigkeit etc ginge, sondern es dient dem Entwickeln von Beinkraft, Struktur, sauberer Gewichtsverlagerung mit Rotation usw.
    Auch die Schrittwinkel können im Kampf oder auch der Anwendung etwas anders sein, da Du Dich ja auf den Partner einstellst. Wenn der weiter vorne oder rechts steht, mußt Du Dich dem ja anpassen.
    Oder die Höhe der Aktionen hängt von der Größe des Partners ab, während in der Form Dein "Schatten" ja immer deine eigene Größe hat.
    Das heißt, Du machst vieles genau wie dann in der Partnerarbeit, aber einiges eben auch anders.
    ob die Winkel nun anders sind oder du tiefer oder höher stehst , spielt aber für die "innere" Organisation keine Rolle , ebenso wenig für das Einbinden von Fallen oder Peng oder Song oder Ting . Spielt keine Rolle . sollte immer und in jeder Stellung , Position , Ausrichtung , Lage , vorhanden sein , . Egal ob im Stand oder am Boden . oder halt in JEDEM Bild .

    Kein Ringer oder Judoka würde in seiner struktur unterscheiden , ob er gerade tief oder hoch steht , am Boden ist oder im Stand . Ob er Würfe gerade Solo durchgeht , frei oder mit Puppe . Er arbeitet immer mit der gleichen , vertrauten Organisation.
    Sehe kein Grund weshalb das hier , egal ob Taichi oder ZRM oder FMA oder sonstwas , anders sein sollte .
    Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)

  11. #26
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    Zitat Zitat von Cam67 Beitrag anzeigen
    Kein Ringer oder Judoka würde in seiner struktur unterscheiden , ob er gerade tief oder hoch steht , am Boden ist oder im Stand . Ob er Würfe gerade Solo durchgeht , frei oder mit Puppe . Er arbeitet immer mit der gleichen , vertrauten Organisation.
    Ich bin nicht sicher, ob ich da folgen kann - im Ringen sieht man Struktur zwar ein bisschen anders (mehr praktisch, weniger theoretisch - if it works, it works, no matter what anybody says), aber natürlich hängt eine sinnvolle Struktur von der Situation ab, und die Situation setzt sich nun mal zusammen aus mir, dem Gegner/Partner (egal ob real oder nicht) der Kampfdistanz und unseren Winkeln zueinander, nachdem die nun mal die Angriffs- und Kontermöglichkeiten determinieren. Also wähle ich je nach Situation den passenden Stand und die passende Methode der Kraftentwicklung. Allerdings ist das nichts, worüber man in der Regel bewusst nachdenkt bzw. bewusst nachdenken will - wenn man jemanden so weit bringt, dass er nachdenken muss, dann hat er schon halb verloren. Wenn man z.B. in der Verlegenheit ist, in verschiedenen Stilarten anzutreten (von Freistil auf Sumo nach Amateurregeln zu wechseln ist z.B. sehr lustig), dann gibts im Extremfall vor dem Match ein paar intensive Runden Gehirnwäsche, in denen man sich einbläut, was man in den nächsten Minuten in welcher Situation als gute Struktur zu verstehen hat, eben um dem Nachdenken während dem Match vorzubeugen.

    Beste Grüsse
    Period.
    Link zu meinem Gratis-Ebook "Sei Stark!" über Krafttraining für Kampfsportler: https://archive.org/details/FlaisSeiStark1_1

  12. #27
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    Standard YinYang und so

    Herausgelöst aus dem Thread "Ziranmen Series"

    Auch wenns hier gar kein Topic gibt, bitte trotzdem versuchen, halbwegs sinnvolle und überlegte Beiträge zu verfassen.

    Gruß, Thomas
    Erschrickstu gern / keyn fechten lern

  13. #28
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    Zitat Zitat von Cam67 Beitrag anzeigen
    ob die Winkel nun anders sind oder du tiefer oder höher stehst , spielt aber für die "innere" Organisation keine Rolle , ebenso wenig für das Einbinden von Fallen oder Peng oder Song oder Ting . Spielt keine Rolle . sollte immer und in jeder Stellung , Position , Ausrichtung , Lage , vorhanden sein , . Egal ob im Stand oder am Boden . oder halt in JEDEM Bild .

    Kein Ringer oder Judoka würde in seiner struktur unterscheiden , ob er gerade tief oder hoch steht , am Boden ist oder im Stand . Ob er Würfe gerade Solo durchgeht , frei oder mit Puppe . Er arbeitet immer mit der gleichen , vertrauten Organisation.
    Sehe kein Grund weshalb das hier , egal ob Taichi oder ZRM oder FMA oder sonstwas , anders sein sollte .
    Stimmt, was das betrifft, ist die Form eine gute Übungsmöglichkeit.
    Es muß dann "nur" noch an die äußere Situation "angepasst" werden.
    Dafür ist sie ja da, die Form- als Übungsrahmen für u.a. Struktur.

    Das Anpassen - hier hat der Post von Period schon das Wesentliche gesagt- muß dann aber auch passen. Wenn jemand eine ganz andere Größe oder Reichweite hat oder einfach zu schwer ist für ein Fliegengewicht, funktioniert das ein- oder andere nicht.
    Dann muß der Arm z.B. halt mal höher, als er das in der Form sollte, was aber letztendlich auch wieder Wirkung auf Struktur und Gesamtsystem hat.
    Oder als Beispiel ein tiefer Ausheber. Es ist ein Unterschied, ob ich mich nach einem "Dropdown" selbst wieder hochrapple oder ob da noch das Gewicht eines Gegners mit hochgestemmt werden muß!

    Nehmen wir mal die erste Formbewegung, das " Heben" der Arme.
    Das, wie wir gestern erörtert haben, eben kein Heben ist, sondern ein strukturiertes Hochtreiben lassen mittels Pengjin und der Kraft aus dem Boden, die wir zuvor haben runterfließen lassen. ( Ich komme jetzt ausnahmsweise zu inneren Anleitungen des Formenlaufs).
    Wir stehen also nicht nur rum und versuchen, uns oben und unten zu verbinden und das Qi im Dantian- Nabelzentrum- zu sammeln, sondern haben als Fortgeschrittene die klare Anleitung, das Qi in den Boden fließen zu lassen und den "Zurücktatz- Impuls", der anfangs sehr sanft ist, zu nutzen für das Aufsteigen- lassen der Arme.
    Diese haben dann Auftrieb bis ungefähr auf Schulterhöhe, dann stoppt dieser, es gibt den Umkehrmoment und dann setzt sozusagen wieder die Erdanziehungskraft ein, die Arme sinken. Und beide Kräfte können wir uns zunutze machen.

    Prinzipiell ist das (fast) die gleiche Methode, die wir gestern diskutiert haben. Nur schwieriger, weil wir gerade stehen mit den Beinen nebeneinander.
    Das können wir in der Form trainieren, aber es ist trotzdem etwas anders, wenn plötzlich jemand "auf uns einwirkt".

    Wir können in der Form also Bewegungsabläufe und innere Prozesse auf Basis von Struktur und Spiralprinzip- üben und fast automatisieren, brauchen aber die "Modifikation", das ganze dann in der Praxis am Gegner umzusetzen.

    Das erfordert also Zusatztraining, will man es kämpferisch auch nutzen.
    Geändert von scarabe (17-09-2021 um 09:28 Uhr)

  14. #29
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    Zitat Zitat von period Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht sicher, ob ich da folgen kann - im Ringen sieht man Struktur zwar ein bisschen anders (mehr praktisch, weniger theoretisch - if it works, it works, no matter what anybody says), aber natürlich hängt eine sinnvolle Struktur von der Situation ab, und die Situation setzt sich nun mal zusammen aus mir, dem Gegner/Partner (egal ob real oder nicht) der Kampfdistanz und unseren Winkeln zueinander, nachdem die nun mal die Angriffs- und Kontermöglichkeiten determinieren. Also wähle ich je nach Situation den passenden Stand und die passende Methode der Kraftentwicklung. Allerdings ist das nichts, worüber man in der Regel bewusst nachdenkt bzw. bewusst nachdenken will - wenn man jemanden so weit bringt, dass er nachdenken muss, dann hat er schon halb verloren. Wenn man z.B. in der Verlegenheit ist, in verschiedenen Stilarten anzutreten (von Freistil auf Sumo nach Amateurregeln zu wechseln ist z.B. sehr lustig), dann gibts im Extremfall vor dem Match ein paar intensive Runden Gehirnwäsche, in denen man sich einbläut, was man in den nächsten Minuten in welcher Situation als gute Struktur zu verstehen hat, eben um dem Nachdenken während dem Match vorzubeugen.

    Beste Grüsse
    Period.
    Ja , das Wort Struktur selbst kann schon für Verwirrung sorgen . Deshalb binde ich eigentlich immer kleine zusätzliche Beschreibungen mit ein. In der aktuellen Diskussion geht es gewisermassen (mal wieder) um die sogenannten "inneren" System , . Die Anführungzzeichen sind bewusst gesetzt. Und hier wird nunmal auf eine spezielle Art sich zu bewegen , Kraft zu entwickeln und auf Kräfte zu reagieren , geachtet ...das nennt man dann Kultivieren .. xd

    Ich habe es mit "Innerer" Organisation beschrieben . oder mit .. "eine spezielle Mechanik mit entsprechenden Aufbau an Spannung und Entspannung" .Die Spezielle Art des Spannungsaufbaus gehört dazu . Mechanik allein ist es nicht. Das Erzeugt ein Gebilde was ich dann als Struktur bezeichne . und diesen Aufbau gibt man nicht wieder her. egal in welchem Winkel ich stehe , ob ich am Boden bin oder im Stand , ob ich hebel , werfe oder schlage .

    Ein Ringer baut sich mit seinem Training , ganz ohne theorethischen Zusatz , nur durch üben , sich ebenfalls eine Ringertypische Struktur auf . Also eine Art , seine Muskulatur bei Kraftkonfrontation , einzusetzen , inklusive der Art wie er seine Wirbelsäule benutzt . Eine Brückenstellung und ihre Einsatzmöglichkeiten z.b. bei Würfen , wirst du im Taichi kaum finden .
    Die Schwerpunktarbeit im Ringen auf den Körper bezogen , ist wieder ähnlich . Du wirst selten hochgezoge Schultern und aufrechte Haltung finden . Das Brustbein ist oft genauso leicht gesenkt und Schultern tief ....
    Der Stand allerdings wesentlich agiler . Kein beharren auf Root und die Extremitäten sehr flexibel .... sehr schön immer wieder im Griffkampf zu sehen ...extrem schnelle Wechsel zw. locker , fühlen , entkoppelt , kein Zugang zum Zentrum zulassend und dann urplötzlich fest, stabil ..... was hier fehlt ist diese ausbreitende qualität ,..... wozu auch ... wird nicht hier so nicht gebraucht .

    Ein Judoka baut sich ebenfalls seine spezielle Art zu bewegen auf , nur durch Training auf . Hier ist es der Gi der zu Unterschieden führt . Der Gi ist gewissermaßen ein Medium mit dem man arbeitet . Um aber zugriff auf das System des anderen zu bekommen muss ich ÜBER den Gi , und damit ÜBER den Griff anders arbeiten .
    Der Griff ist dadurch von Haus aus wesentlich fester als im Ringen . Und die Spannungen in den Händen beeinflussen auch Spannungen im Rest des ganzen Körpers Das führt zu einer etwas anderen Art die Muskulatur einzusetzen . Fester , Kompakter , nicht unbedingt starr aber nicht so geschmeidig wie im Ringen .

    Da der Gi als Verbindung zum Körper wirkt ist es hier möglich das System des anderen zu bewegen , ohne direkten Konktakt zu haben , z.b. durch Zug . Deshalb spielt hier ein gewisses Rootverhalten inklusive Scvhwerpunkt ,schon eine Größere Rolle . Ich kann mich nicht durch flexibilität und Agilität einer Kraft einem Griff entziehen , ich muss ihr für einen kleinen Moment wiederstehen.

    Das alles erzeugt auch eine "entsprechende "Struktur (Im Sinne wie beschrieben) . also eine "entsprechende Art seine Muskulatur einzusetzen , samt Spannungen und Mechanik. und die verändert sich nicht am Boden oder durch unterschiedliche Winkel. und wie du schon sagst. keiner denkt darüber nach ...sie wird einfach abgerufen ..

    PS. nehmt einen Ballettänzer , Egal welche Figur er gerade zeigt , egal wie er steht , er wird immer mit seiner typischen Struktur arbeiten . Das selbe beim Kunstturner , , beim Fechter usw. vll jetzt etwas klarer was ich meine ?
    und wenn du einen Balletttänzer neben einem Kunstturner vor dir herlaufen siehst , wirst du die Unterschiede in der Art sich zu bewegen erkennen.
    Geändert von Cam67 (17-09-2021 um 10:16 Uhr)
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  15. #30
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    Nochmal zusammengefaßt, Struktur lernst und festigst Du durch verschiedene Übungen und setzt sie dann überall ein.
    (im Taiji durch Zhan Zhuang, Fangsong, Seidenweberübungen, Form und erprobst und festigst sie im partnerschaftlichen Einsatz. Andere Stile haben eigene Methoden)
    Nicht nur im Kampf, oft sogar beim Bierkisten- Heben kommt Struktur nützlich zum Einsatz (was mit innerer Unterstützung eine nette Angelegenheit ist).

    Und Struktur setzt sich in inneren Kampfkünsten eben zusammen aus
    1. Haltung und Einsatz des physischen Körpers nach gewissen Richtlinien, die die Belastbarkeit und den systemtypischen Bewegungsrahmen optimieren bei gleichzeitig minimierten Verletzungsrisiko und
    2. - in den inneren Kampfkünsten- aus innerem Skill, Organisation, innerer Kraft, wie immer es in den verschiedenen Stilen bezeichnet wird. Einige reden von Qi und Jin, andere nur von Spannung und physischen Prozessen.
    (in wieweit hier solche Sachen wie der Einsatz von el. Spannung (ca 30 Millivolt beim Menschen), Meridianen, Biophoton, Qi usw. Konzept oder Tatsache ist, energetisch etwas bewirken oder nicht oder mentaler Fokus und innere Körperspannung etc. sei mal dahingestellt)

    Und in den Stilen, wo innerer Skill spezifisch ist, bedingt Struktur beides:
    den richtigen Körpereinsatz kombiniert mit der richtigen "inneren Organisation". Was dann oft erfordert, im Gegensatz zu Judo und Ringen die Körperspannung in gewissen Bereichen (wo sie nicht dringend strukturgebend nötig ist) zu reduzieren, damit das Qi oder Pengjin oder wie immer die verschiedenen Stile es bezeichnen mögen, sich ausbreiten und ausdehnen kann und ggf. auch unter Zuhilfenahme gewisser Motorik komprimiert und zielgerichtet abgegeben werden kann.
    Im Taiji nennt man das " innere Kraft unterstützt Muskelkraft". Man spricht auch von Weich im Gegensatz zu hart, innere und äußere Kampfkunst usw.

    Die Form ist ein Übungsrahmen für Struktur, motorische und innere Abläufe, Fokus (Yi), aber auch Ausdauer, Kraft, Balance, Ausführung verschiedener möglicher Techniken etc.
    Die in der Struktur gelernten motorischen Abläufe verlangen im praktischen Einsatz noch Anpassung an Situation, Timing, Beschaffenheit des Gegners/Partners, Distanzen usw. Oft wird hier die freundliche Partnerübung auch verwendet, um auszuprobieren, ob sich das in der Form Geübte auch umsetzen läßt oder ob strukturell nachgebessert werden muß. Partnerübungen finden oft als sich wiederholende Routinen statt, ähnlich, wie bei Judo und Ringen etc. Würfe und Techniken ja auch einzeln immer wieder einzeln verbessert werden, bevor sie dann in Kombination oder im freien Kampf eingesetzt werden.

    Echter Kampf- Training oder ernst- ist jedoch eine andere Angelegenheit, da zwar Struktur und Einsatz innerer Skills dieselben bleiben, jedoch der praktische kämpferische Einsatz von Techniken, Timing, Distanzen, Kraft etc. eine andere Realität schafft, als das entspannt-freundschaftliche Üben von Routinen oder sich wiederholenden Techniken/Apps. Und anderes... in ernsthaften auseinandersetzungen zählt nur noch schnellstmögliche, stilunabhängige Effektivität.



    Es ist aber auch so, daß Du in anderem Kampfsport, wie z.B. im Ringen und Judo auch Struktur brauchst. Die sich hier aber vornehmlich auf "äußere" Qualitäten bezieht, also richtige Haltung und Ausrichtung des Körpers, sowie richtig eingesetzte motorische Skills, die für die jeweilige Aktivität sinnvoll sind.
    Ohne Struktur klappt kein Wurf, kein Ausheber, gar nichts.
    Geändert von scarabe (17-09-2021 um 10:51 Uhr)

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