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Thema: YinYang und so

  1. #31
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    Zitat Zitat von scarabe Beitrag anzeigen
    Nehmen wir mal die erste Formbewegung, das " Heben" der Arme......

    Prinzipiell ist das (fast) die gleiche Methode, die wir gestern diskutiert haben. Nur schwieriger, weil wir gerade stehen mit den Beinen nebeneinander.
    Das können wir in der Form trainieren, aber es ist trotzdem etwas anders, wenn plötzlich jemand "auf uns einwirkt".

    Wir können in der Form also Bewegungsabläufe und innere Prozesse auf Basis von Struktur und Spiralprinzip- üben und fast automatisieren, brauchen aber die "Modifikation", das ganze dann in der Praxis am Gegner umzusetzen.

    .
    Was die Kräfte angeht mit denen man konfrontiert wird ,ist etwas anderes .besser gesagt, etwas Zusätzliches . yep ....aber das Üben selbst sollte nicht unterscheiden , sondern so stattfinden , DAS jederzeit Kräfte ankommen könnten . schon beim "simplen Gehen" . sorry, erst recht dort
    Wir nutzen dieses Bild (Arme Heben ) auch zum Üben und lassen uns dabei vom Partner greifen und er versucht uns an den Händen leicht nach unten zu ziehen . das Erste was dann stattfindet ist genau das was ich dir gestern beim Thema video und Arme greifen , geschrieben habe. Genau das Selbe ...Schultern , Brustbein und noch paar Kleinigkeiten . denn ohne Dem funktioniert es nicht das ich den Anderen bewegen kann . Ich muss das Loch erzeugen ..
    Und genau das , fliesst beim Soloüben als Hintergrund mit ein , und verändert dadurch meine Ausführung . . Tue ich es nicht , entsteht nur ein funktionsloses Armeheben.


    Wir können in der Form also Bewegungsabläufe und innere Prozesse auf Basis von Struktur und Spiralprinzip- üben und fast automatisieren, brauchen aber die "Modifikation", das ganze dann in der Praxis am Gegner umzusetzen.
    ja , die Anpassung ist notwendig , keine Frage , Nur halt in meinen Augen beziehen sich die Anpassungen lediglich auf die Winkel , auf Distanzen , auf Positionen usw. NICHT aber auf die eigene Struktur oder Bewegungsprinzipien .
    Die sollte in jedem Bild enthalten sein. inklusive der Kräfte .

    Ich sage ganz ehrlich , ich halte es für verdammt schwer das in einer Form komplett und durchgängig abzurufen . Und wenn das einer schafft , ist es so zur zweiten Haut geworden ,das er eine Form garnicht mehr benötigt .
    Benötigt er allerdings noch Übung , ist eine Form , für diesen Schwerpunkt , in meinen Augen kontraproduktiv , da die meisten spätestens nachdem dritten Bild , die Kräfte der einzelnen Anwendungen nicht mehr im Hinterkopf haben .
    dann lieber einzelne Drills , Soloübungen mit ganz konkreten Fokus . aber hey.... das ist nur meine Sicht dazu ..

    Beispiel. ich mach gern so etwas wie Schattenhebeln
    Stehe , bewege mich also mit/gegen einen virtuellen Gegner und arbeite mit seinen Armen aus einer Art Spinning hands position . und dabei stelle ich mir auch ganz konkret die Kräfte vor mit den ER arbeitet, mit denen Er widersteht , Er mir antwortet , Agiert .......und das verändert auch ganz konkret meine Haltung , meine Art zu stehen, zu bewegen , zu positionieren , auszurichten UND....Kräfte zu erzeugen .

    Funktioniert nur weil ich die Kräfte kenne , die Varianten und Möglichkeiten kenne UND ... ich den Anderen bewusst in meine Arbeit einbeziehe .....
    ohne dem , werden die Bewegungen ......öhm , tänzerischer ??? xd
    Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)

  2. #32
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    Zitat Zitat von scarabe Beitrag anzeigen


    Es ist aber auch so, daß Du in anderem Kampfsport, wie z.B. im Ringen und Judo auch Struktur brauchst. Die sich hier aber vornehmlich auf "äußere" Qualitäten bezieht, also richtige Haltung und Ausrichtung des Körpers, sowie richtig eingesetzte motorische Skills, die für die jeweilige Aktivität sinnvoll sind.
    Ohne Struktur klappt kein Wurf, kein Ausheber, gar nichts.
    das ist ein Punkt , wo ich definitiv NICHT mitgehe. Klar haben sie kein so spezielles Konzept zum Kultivieren der "inneren" Organisation , aber in meiner Sicht haben nicht wenige Sportler im oberen Bereich , mehr innere Qualitäten was Krafterzeugung angeht als viele die sich nur mit Formen beschäftigen . ..aber das ist eine rein persönliche Sicht.

    Das bedeute für mich, es scheint also mehrere Wege zu geben um es sich zu erarbeiten . der intuitive Weg hat vll als Manko ,das er oft sehr speziell , auf wenige Muster festgelegt ist , dort aber sehr gut abgerufen werden kann und eine zwar komplette , aber dafür nicht so tief erabeitete Struktur locker ausstechen kann, und oft genug auch tut.
    Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)

  3. #33
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    YIN und Yang

    um von "esotherischem Geschwurbel" wegzukommen und ggf. auch dazu beizutragen, Mißverständnisse aufzuräumen, möchte ich auch mal auf Yin und Yang eingehen, wenn der Thread schon so heißt:

    Yin und Yang sind Polaritäten.
    diese Welt ist dualistisch, hat einen Nord- und einen Südpol und dreht sich um die eigene Achse.
    So erleben wir die Gegensätze, bzw. Polaritäten Tag und Nacht, welche sich nicht nur durch hell und dunkel äußern, sondern auch durch Aktion und Erholung u.a.
    Das Zusammenspiel, bzw. der regelmäßige Wechsel dieser Polaritäten schafft Ausgewogenheit/Balance und somit ein funktionierendes Ganzes.
    Die Übergänge sind fließend, während der Planet dreht, wandelt (Wandlungsphasen) sich die Nacht langsam zum Tag und umgekehrt.

    Dieser Wandel, bzw. gegenseitige Verwobenheit, bedeutet auch, daß jedes Extrem bereits ein wenig seines Gegensatzes- also der anderen Polarität, bereits in sich tragen. Symbolisiert wird das durch den weißen Punkt im schwarzen Feld und dem schwarzen Punkt im weißen Feld:
    11745685_1630801617131843_5858851849448231436_n (1).jpg (Foto ist ein Altes von mir, muß also nicht zensiert werden/Website hab ich aufgelöst)

    Um das einfach zu erklären, denkt mal an eine Übung: Ihr steht Zhan Zhuang und übt Euch in Fangsong (Lösen, Öffnen und Sinken). Das entspricht dem Yin. Daß Ihr trotzdem nicht im Boden zerfließt, sondern strukturiert stehen bleibt, entspricht dem Yang-Aspekt im Yin.
    Umgekehrt, Ihr streckt euch hoch auf die Zehen, bleibt aber trotzdem mit den Füßen am Boden verwurzelt. Das ist der Yin- Aspekt im Yang.

    Funktionierende Gegensatz-Paare:
    Männlein-Weiblein zeugen Kinder und sorgen für Fortbestand der Art (zumindest beim Säugetier)
    Tag und Nacht geben Möglichkeit zur aktiven Versorgung und der nötigen Regeneration.
    Himmel und Erde sorgen für Nahrung und Ort zum Leben und versorgen gleichzeitig mit Licht Wärme, Regen usw.
    Regen/Wasser bildet ebenfalls einen gegensätzlichen Kreislauf, Verdunsten und Herunterregnen.
    Sonne und Regen werden im richtigen Maß von Lebewesen/Pflanzen benötigt, um leben zu können. (die 5 Elemente, eine feinere Einteilung, beinhaltet dann auch benötigte Mineralien usw.)
    usw.

    So kann man alles, was geschieht, in Yin und Yang- Polaritäten aufteilen.
    Verdunsten-Aufsteigen yang,
    Herunterregnen Yin
    Ruhe Yin, Aktion Yang
    Himmel Yang, Erde Yin
    Mann Yang, Frau Yin
    Anspannung Yang, Lösen/Entspannen Yin
    usw.


    Philosophie Chinas: Dao, Yin-Yang usw:
    In der alten chinesischen Weltanschauung ist das alles ein Naturprinzip, bzw. das Prinzip, nach dem die Natur und somit auch der Mensch als Teil der Natur funktioniert.
    Man geht man davon aus, daß das Dao eine Art polarloses Ursprungsfeld der unbegrenzten Entstehungsmöglichkeiten ist (es läßt sich ja nicht wirklich beschreiben oder in Worte fassen, kommt also einer Art Ur(sprungs)zustand unendlichen Potenzials vor dem Ursprung wohl am nächsten). Manche sagen "Quelle".

    Aus dem Dao haben sich dann zunächst die Polaritäten Yin und Yang herauskristallisiert.
    Aus denen dann alles Leben und alle "Phänomene" entstand, bzw, diese wurden von Yin und Yang hervorgebracht.
    Sobald Polaritäten da sind, können also auch alle anderen Phänomene entstehen- so, wie Eltern Kinder zeugen können oder Erde und Himmel Pflanzen wachsen lassen.

    In China entstehen daraus dann in feinerer Einteilung (bzw. weiterer Entfaltung) u.a. 5 Elemente, 8 Trigramme, usw. (darauf gehe ich nur am Rande ein, weil es ja um yin und yang geht)
    Das Bagua, die 5 Richtungen und 8 Kräfte im Taiji usw. sind alle mit dieser "Ursprungsphilosophie" verbunden.

    Selbst die Trigramme mit ihren 3er Paaren aus ganzen und unterbrochenen Strichen sind nichts anderes, als jeweils anders zusammengestellte yin-yang Kombinationen:
    Unterbrochen und voll bezeichnen yin und yang, Erde und Himmel.
    Und dann gibt es neben den Extremen dreimal voll und dreimal leer übereinander eben diverse Kombinationen aus voll und leer, die im Taiji dann wieder- in der Bagua- Anordnung- den 8 Kräften Peng Lu Ji An Cai Lie Zhou Kao zugeordnet werden.
    Ba_Gua_préN.png
    Man sieht hier also klar die Verwobenheit der chinesischen Kampfkünste mit der taoistischen, oder sagen wie altchinesischen Weltanschauung, vollkommen ohne esotherische Zusatz-Ansichten..

    Das war nur eine grobe Schilderung ohne Anspruch auf Vollständigkeit!!!


    Im Taiji oder der Kampfkunst können wie die beiden Polatitäten/Gegensätze problemlos auch anwenden:
    Die stille Vorbereitung (Wuji-Stellung) entspricht dem polarlosen Dao, also dem Ursprungszustand.
    Mit Einsetzen der Bewegung beginnt die Form, bzw. beginnen die Polaritäten yin und yang.

    Sinken, zusammenziehen, innen, weich, langsam, leer etc. sind dem Yin zugeordnet,
    aufstreben, ausdehnen, außen, hart, schnell, voll usw. sind dem Yang zugeordnet.

    Damit es wirklich Taiji ist, ist es erforderlich, daß dieses Yin-Yang Prinzip zur Geltung kommt.
    Wenn wir zu langsam-gleichmäßig und ohne wirkliche innere Arbeit durch die Form tapsen, ist die yin-yang Kurve unnatürlich flach.
    Dem Naturzustand am nächsten kommt ein schönes Wechselspiel dieser Polaritäten mit gelegentlichen Extremen.

    Und witzigerweise ist das auch- in Bezug auf Polaritäten- das, was für unseren Körper und unser Immunsystem am besten ist (diese Anmerkung erlaube ich mir mal):
    also nicht das ganze Jahr bei 23 Grad im beheizten Zimmer sitzen und nur in Küche und Bad und mal zum Supermarkt gehen,
    sondern sich neben der Standard-Gemäßigtheit ab und zu auch den Extremen Sonne und Schnee, Hitze und Kälte, Faulenzen und High-Impact-Bewegung auszusetzen. Faulenzen und Sportliche Aktion. Das bringt dann erst echtes Gleichgewicht für unseren Organismus.


    Yin und Yang- sind also Polaritäten, die nicht nur in China oder im Kampfkünsten, sondern auch im täglichen Leben als simples Prinzip stattfinden und logisch angewendet werden können.
    Daraus resultiert dann eine gesunde Balance und die natürlichen, lebenswichtigen Prozesse auf diesem Planeten können ungehindert stattfinden.
    Und in der Kampfkunst auch- denn z.B. nach einem Punch (Yang) bleiben wir ja nicht in der Ausdehnung mit (beinahe) gestrecktem Arm, sondern ziehen diesen zurück (Yin), damit der Gegner ihn nicht packen kann.

    Gelegentliche Extreme sind also ok und wichtig, werden diese aber zu lange im Extrem gehalten, kippt die Balance und es kommt zu Problemen und Krankheiten.
    Geändert von scarabe (17-09-2021 um 12:08 Uhr)

  4. #34
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    @cam 67
    Stimme Dir zu. Ich denke das "sehen" wir ähnlich, vielleicht aus stilbedingt leicht unterschiedlichen Perspektiven bzw. auch Formulierungen, aber von der Sache her gleich.

    Hebeln finde ich ein fortgeschritteneres Kapitel, da man die betreffenden Gleidmaßen des Gegners ja auch genau an den richtigen Stellen erwischen muß, damit die schöne Technik/Bewegung dann auch ihren Effekt entfalten kann. Und muß dann auch schnell genug stattfinden, damit der Gegner sich nicht doch noch rauswinden kann.
    Im Training muß man dann noch achtgeben, daß die Schüler nicht übertreiben, damit zwar der Schmerzpunkt gut erwischt wird, aber der Arm (oder was auch immer) trotzdem heil bleibt.
    Geändert von scarabe (17-09-2021 um 12:02 Uhr)

  5. #35
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    Scarabe dein Geschwurbel geht schon wieder weiter. Zu deiner Antwort zum ZRM-Video schreibe ich nichts. Glaube du dass es so ist, wenn du damit glücklich bist, sei es dir gegönnt.

    Das Prinzip von Yin/Yang ist kein Dualsystem! Es ist ein Einheitssystem > die Dualität ist nur eine Erscheinung. Im Chinesischen Denken (welches nicht linear ist) gilt gerne "sowohl als auch".

    Die Wu Xing sind mit „5 Elementen“ ungünstig übersetzt (nicht von dir!) da es nicht das wiedergibt, was im Chinesischen gemeint ist. Es geht (vor allem) um 5 verschiedene Bewegungsrichtungen, resp. Qualitäten des Qi’s. Diese Bewegungsrichtungen beschreiben Gesetzmässigkeiten, welche sich in der Natur leicht beobachten lassen. Habe auch nicht deinen ganzen Text gelesenen, nur die ersten paar Zeilen, vielleicht widersprichst du dir ja weiter unten im eigenen Text, keine Ahnung und keine Lust so einen langen Text von dir zu lesen. Ciao!

  6. #36
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    Ok. Dann bist Du halt anderer Ansicht, als GM Chen Zhenglei, der als Chinese selber Yin und Yang als Polaritäten bezeichnet.
    Aber wir Taijiler sind ja für unverständliches Geschwurbel bekannt, gell?

    Einheit (noch) herrscht im Dao. Aber dann
    Aber immerhin sind wir einig, beide im Zusammenspiel bilden eine Einheit.

    Und das Sowohl als Auch- das könnte auch für Dich etwas sein- wenn Du darüber vielleicht mal reflektieren möchtest?

  7. #37
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    Die Ansichten von Herrn Chen kenne ich nicht - und zu Polaritäten habe ich nichts geschrieben - darüber magst du vielleicht mal reflektieren?
    Ich unterstell auch "den" Taijilern kein Geschwurbel - ich kenne da Leute, vor welchen ich grossen Respekt habe - das Geschwurbel war ausschliesslich auf dich gemünzt. Bin dann mal raus, hat Spass gemacht ;-)

  8. #38
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    Weißt Du, was Polaritäten sind? Stichwort Dualität?
    Unsere ganze Welt ist nur eine Erscheinung, aber leider eine, die auf Dualität basiert.

    Und wenn Du Yin-Yang nicht verstehst, etwas weiter oben habe ich es knapp zusammengefasst. Wenn Du nicht verstehen willst, ist das Deine Sache..

    Oder lies den TjQ- Magazin - Ausschnitt nochmal, den Nassim gepostet hat. Im unteren Drittel findest Du allerhand "Traditionelles", von polaren Körperspannungen bis zum Dao.

  9. #39
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    Zitat Zitat von scarabe Beitrag anzeigen
    YIN und Yang
    Ich kann Deinem Text sehr gut folgen. Alles richtig dargestellt.
    Don't just do something. Stand there.

  10. #40
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    Du solltest Dich mit der Stoizistin zusammentun, die redet auch so einen Unsinn, bloß halt mit einer anderen Philosophie.
    Du kannst das Zeug auch trigonometrisch oder thermodynamisch darstellen, sind alles nur leere Worte für
    Dinge die möglicherweise in Deinem Kopf sind. Vermutlich gehen auch Farben, Töne, Chaosmagie, blabla.
    Benutzt Du Worte anderer, sind die ziemlich sicher so gar nicht in Deinem Kopf.
    Alles nicht so schlimm, wenn man nicht anderen so einen Schwachsinn als alleinige Wahrheit verkaufen möchte.
    Da muß man erstmal drauf kommen, eine tote Kampfkunstform luschig abzuschlappen, gleichzeitig vom Dao faseln, das lustig
    mit Do gleichsetzen, und damit sein Immunsystem polar stärken zu wollen.
    Was einige sich selbst und anderen so antun......

  11. #41
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    Kurzer Seiteneinwurf zur Polarität und Dualität in die Schlammschlacht. Dann ducke ich mich auch schon wieder weg.

    Polarität ist komplementär: Tag - Nacht; Nord- Südpol usw.
    Dualität ist antagonistisch: Gut - Böse
    Der Mensch ist ambivalent, da er beides in sich trägt.

    Oft werden Frau und Mann fälschlich als Yin bzw. Yang bezeichnet. Yin - Yang sind immer relativ auf einen Bezugspunkt. Eine Frau kann männlich sein, ein Mann aber auch sehr weiblich.

  12. #42
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    Zitat Zitat von Cam67 Beitrag anzeigen

    Wie realistisch sind den Ausgangsstellungen im Push-hands oder die gekreuzten Arme im ing ung . Kommt so als Kampfbeginn wohl eher selten vor . Dennoch beinhallten sie "Konstellationen" die dann im Kampf , sehr kurzzeitig , immer wieder erkennbar sind . Um diese Konstellationen geht es doch , bei solcher Art des Übens .
    Das zweihändige Pushen im Taiji kann man übrigends sehr gut als Schlag/Block Drill üben, was dem Wing Chun schon eher nahe kommt. Oder Eher wie ein Energy-Drill aus den FMA.
    Dann wäre das pushen selbst die Taiji Variante von ChiSao.
    Leider wird der Schlag/Block Drill im Taiji meistens ignoriert. Aber rein aus meinem Gefühl, ist das woher das ganze aneinander rumeiern herkommt.

    Generelles Problem. Wie soll jemand Taiji oder IMA spezifische Bewegungsqualitäten umsetzen können wenn nicht ordentlich geboxt werden kann oder und nie auch mal harte Blocks oder simple basis Verteidigungen gedrillt werden?
    Geht nicht. Sieht man in der Taiji Landschaft.

  13. #43
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    Zitat Zitat von scarabe Beitrag anzeigen
    Und Chen Zhenglei kam irgendwann auf die Idee, mich als Lehrerin zu zertifizieren. Ungefragt, nachdem er mich eine Weile kannte. Hab ich angenommen.

    Komisch finde ich, daß Ihr mit zweierlei Maß messt:
    Wenn ich ein Video poste, das einfach nur schnell im Unterricht mitgeschnitten hat, das ein paar Bewegungen extrahiert und zeigt, was das für Techniken sein könnten- Grundstufen- Standards- und von Anfang an klarstelle, daß es gar nicht ums großartige Kämpfen, sondern nur um eine Veranschaulichung geht, ernte ich den großen Shitstorm, weil nicht echt und realistisch genug und weil der unerfahrene Schüler, der sich freundlicherweise zum Dummy macht, nicht gut genug pumcht.
    Usw.

    Wenn aber einer Eurer Leute, der durchaus mehr Realitätsnähe für sich claimt, mit Videos aufwartet, die zwar top gemacht sind, aber auch nicht wirklich in allen Punkten praktikabel, schreit Ihr Beifall.
    Na, merkst Du was? Woran liegts?

    Ich hoffe doch, es ist weder Neid, noch Sexismus, weil eine Frau es gewagt hat, ihre Kampfkunst so intensiv zu verfolgen, daß es tatsächlich ein paar Erfolge abgeliefert hat?
    Die Chens sind gut im Business. Die Verkaufen Ihr Produkt gewinnorientiert und die Leute lernen das in China wie eine Berufsausbildung. Das sind professionelle Taiji-Lehrer.
    Mein Lehrer meinte auch ich soll an Wettkämpfen teilnehmen und so Zeug machen, damit mein Wert steigt und ich bei der Anwerbung von Kunden erfolgreicher werde.
    Ist aber nicht mein Fokus, ich lernte Taiji weil ich es Spass macht. Bin auf keine Einkünfte daraus angewiesen.
    Für andere die das als Job machen möchten, können dies. Aber man sollte wissen warum ein Duan, zertifiziert, Richter etc. verliehen wird etc. Ehre? Ein bisschen. Aber das eigene Taiji wird dadurch nicht zwangsweise besser.
    Ein Qualitätsmerkmal kann es sein. Aber sich als Duan träger als was besseres fühlen ist nicht angesagt.

    Wenn was schlecht ist darf man das hier sagen. Egal ob bei dir oder bei Nassem oder sonstwem. Wenn was gepostet wird stürzen sich nunmal alle auf die Schwächen. Echtes lob erhält fast keiner. Sieh es als konstruktive Kritik und zieh deine Rückschlüsse daraus. Dass es hier auch so eine Art Fraktionen gibt ist ja bekannt. Einfach ignorieren. Weisst ja wo du stehst.
    ..Sein English habe ich ja schon mal kritisiert. Das tut in den Ohren weh.

    Sexismus? Mein Lehrer meinte wörtlich (übersetzt), lerne niemals Kampfkunst von einer Frau. Das ist China und wird sich so schnell nicht ändern. Ist im Ursprungsland unserer Künste noch stark verankert!

  14. #44
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    Zitat Zitat von beniwitt Beitrag anzeigen
    Kurzer Seiteneinwurf zur Polarität und Dualität in die Schlammschlacht. Dann ducke ich mich auch schon wieder weg.

    Polarität ist komplementär: Tag - Nacht; Nord- Südpol usw.
    Dualität ist antagonistisch: Gut - Böse
    Der Mensch ist ambivalent, da er beides in sich trägt.

    Oft werden Frau und Mann fälschlich als Yin bzw. Yang bezeichnet. Yin - Yang sind immer relativ auf einen Bezugspunkt. Eine Frau kann männlich sein, ein Mann aber auch sehr weiblich.

    Das finde ich mal einen bereichernden Post.

    Ich würde hier sagen, die Philosophie oder das Konzept von Yin und Yang ist eine kluge und logische Möglichkeit, Gegensätzliches/-polares darzustellen und einzuordnen.

    Das schließt die Dualität mit ein.
    Duo bedeutet eigentlich vom Sprachstamm nur, daß zwei(erlei) beteiligt ist und wird bei uns gerne wertend verwendet.
    Zu werten ist aber eine typisch westliche Angewohnheit. Dennoch kann man gut und böse genauso mit yin und yang darstellen, wobei ich mir schwer täte, yin oder yang als böse einzuordnen.

    Wenn wir uns das yin-yang Zeichen ansehen, finden wir weiß in schwarz und schwarz in weiß.
    Bei Mann und Frau würde das bedeuten, das Männliche in der Frau (deren Geschlechtlichkeit nunmal von ihrer aufnehmenden, nährenden Funktionalität dem Yin zugeordnet ist) entspricht darstellerisch dem weißen Punkt im schwarzen Feld und das Weibliche im Mann (der aufgrund seiner Anatomie und seines Geschlechts dem Yang entspricht) umgekehrt dem weißen Punkt im schwarzen Feld.

    Tatsächlich ist es sogar so, daß laut Erkenntnissen der TCM Männer in der zweiten Lebenshälfte weiblicher werden und Frauen Männlicher (oder besser gesagt, sie entfernen sich hormonell bedingt vom Extrem hin zur Mitte)- hier könnte man das gesamte yin-yang-Zeichen also auf das Leben anwenden.


    Da sind wir dann auch bei und mit Dachengquan, der ja darauf hingewiesen hat, daß yin- yang ein Einheitssystem ist.
    Es umfaßt eben alle "Erscheinungen" und alles hat Platz für alle Geegensätzlichkeiten, die aber klar ausgedrückt werden.

    Also es wird nicht blind vereinheitlicht und gleichgemacht, sondern erkennt sehr wohl Gegensätzliches, was auch als solches klar bezeichnet oder -je nachdem- kategorisiert wird.
    Und als Menschen westlicher Mentalität (dualistisches Weltbild mit gleichzeitiger Wertung) müssen wir aufpassen, daß wir nicht fälschlich annehmen, ein Einheitssystem würde ausschließen, daß es Polaritäten gibt. Es integriert sie nur, bzw. das ZTusammenspiel beider ist nötig, damit es "funktioniert".
    (Schöne Beispiele für Unterschiede und Gemeinsamkeiten innerhalb dieses Weltbildes sind die Schriften von Konfuzius und Laozi, welche beide eine wichtige Rolle spielten im alten und teils noch neuen China)

  15. #45
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    Zitat Zitat von Chester Beitrag anzeigen

    Sexismus? Mein Lehrer meinte wörtlich (übersetzt), lerne niemals Kampfkunst von einer Frau. Das ist China und wird sich so schnell nicht ändern. Ist im Ursprungsland unserer Künste noch stark verankert!
    Das mag die Ansicht Deines Lehrers sein, ist in China aber längst nicht mehr so. Es gibt viele gute Meisterinnen, die ihrerseits viele gute Meister- auch männlichen Geschlechts- ausgebildet haben.
    Wichtig ist dann bei Kampftraining halt nur, daß genug männliche Übungspartner da sind oder idealerweise ein zusätzlicher männlicher Coach.

    Aber das Problem, daß Männer sich von starken Frauen verunsichern lassen und deshalb vehement versuchen, sie klein zu halten und als unzulänglich darzustellen, tritt ja leider in vielen Ländern der Welt auf. Machtkämpfe.
    Geändert von scarabe (18-09-2021 um 12:04 Uhr)

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