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Thema: Schwarze Schafe

  1. #16
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    Du kannst und solltest wenig machen, weil viele Leute gar nicht willens und in der Lage sind, richtiges Taiji mit all seinen koordinativen Anforderungen zu lernen. Die meisten brauchen einfach 1-2 Termine pro Woche, wo sie draußen ein bisschen herumstolpern und in Gruppe ein gutes Gefühl vermittelt bekommen.
    Meiner Erfahrung nach gibt es auch viel mehr unzulängliches und mittelprächtiges Taiji, als wirklich "hochwertige" Angebote- aber wir müssen uns im Klaren darüber sein, daß es eben auch einen gewissen "Biß", Zeitaufwand, Durchhaltevermögen und auch ein bisschen motorisches Talent erfordert, wirklich gutes Taiji zu lernen. Spätestens, wenn sie mal eine Weile auf der Stelle treten und siich mit mühsamen Korrekturen und Feinarbeit befassen müssen (oder wenns tiefer nach Innen geht) verlieren sowieso viele die Lust.
    Antwort vieler Schulen: Immer schön oberflächlich bleiben. Oder Quantität statt Vertiefung.

    So what? Sogar die WCTAG hat vor einigen Jahren ernsthaft darüber beraten, ob sie ihr Curriculum (noch mehr) vereinfachen sollen, um mehr Kunden zu bekommen bzw zu halten.
    Wir sind z.B. im Winter draußen geblieben, damit wegen Pandemie/Impfthema niemand ausgeschlossen wird und weil Training draußen sowieso traditionell ist und gut fürs Immunsystem (und weniger Ansteckungsgefahr). Dazu gab es einen Zoomkurs Taiji und einen Qi Gong, eigentlich nur als Ergänzung gedacht.
    Ergebnis: Ein paar haben gekündigt. Fast alle Restlichen haben nur Zoom gemacht, ein Einziger kam den ganzen Winter brav draußen zum Kurs und durfte sich über jede Menge Einzelstunden freuen. Ist ja auch sooo schrecklich kalt im Winter in Berlin! Ich hab mich früher im Winter einfach warm angezogen und bin raus, weil ich trainieren wollte!

    Anfangs hat mich das alles sehr geärgert, heute mach ich einfach mein Ding und jeder Schüler entscheidet selber, worum es ihm beim Taiji bzw. in seinen Kursen vorrangig geht. Es soll den Leuten ja auch Spaß machen.
    Geändert von scarabe (18-05-2022 um 14:34 Uhr)

  2. #17
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    Zitat Zitat von hennoxxx Beitrag anzeigen
    Aber die TC Fraggle im Wohlers Park waren meist Schüler von Jan S., und der konnte schon was. Ansonsten stimmt es aber, wat solls?
    Ist n guter Ansatz finde ich. Ich habe es für mich übernommen. Jeder Mensch übt für sich und solange es Leid mindert, anstatt es zu vergrößern, ist es doch super. Wenn sich eine Begegnung ergibt, entsteht vielleicht ein Austausch.

    Beim ersten Mal jemanden zu finden, wo ein Leben lang geblieben wird, ist in den Martial Arts / Gesundheitslehren eher die Ausnahme tippe ich. Heutzutage stehen den Menschen mehr als ausreichend eigene Instrumente des Abgleichs zur Verfügung, ob eine Sache solide, gut, schlecht oder was auch immer ist.

    Ich als Lernender würde es nicht begrüßen, wenn jemand kommt, den Unterricht stört und die Person vorne als Scharlatan diskreditiert. Mal so als Beispiel. Das wäre mir ein zu unausgeglichener Akt und ich würde dem Taji wahrscheinlich dann lieber komplett fernbleiben und es insgesamt als minderwertig einstufen, mein Leben zu vereinfachen, wenn so Lösungsansätze von Profis ausehen.

    Wenn mit dem Lehrer zusammen ein Ansatz für eine Veränderung gefunden wird, welche die Qualität des Unterrichts verfeinert, sieht das etwas anders aus. Das würde ich sehr begrüßen. Das scheitert natürlich oft an den Egos von Gruppenleitern. Ohne die Gruppe geht das womöglich besser.

  3. #18
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    Zitat Zitat von Der Marv Beitrag anzeigen
    Ich als Lernender würde es nicht begrüßen, wenn jemand kommt, den Unterricht stört und die Person vorne als Scharlatan diskreditiert.
    Ob der Lehrer gut ist, sollte man ja selbst sehen können. Wenn es schlecht aussieht, was er da macht, sollte man sich fragen, warum man versucht, von ihm was zu lernen.
    Und wenn es gut aussieht, und jemand sagt, das sei aber gar nicht gut, was die Gruppe mache, dann wird es wohl an einem selbst gelegen haben, dann ist man wohl immer noch schlecht. Auch das eigentlich kein Grund zur Aufregung.
    Lehren ist ja auch was anderes als für sich selbst können. Vielleicht kann der, der da ankommt, wirklich besser Tai Chi. Aber ob er es anderen auch vermitteln könnte oder er nicht genauso blöd davorstehen würde wie der bisherige Lehrer wäre auch nochmal die Frage.
    Don't just do something. Stand there.

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