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Thema: Wiedereinstieg in Aikido

  1. #1
    Registrierungsdatum
    16.06.2022
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    Standard Wiedereinstieg in Aikido

    Hallo Zusammen!

    In letzter Zeit ist mein Interesse an Kampfkunst allgemein wieder verstärkt zurückgekehrt (U.a. ist die Netflix-Serie "Cobra Kai" "schuld" ).

    Ein paar Fragen treiben mich nun um, weswegen ich mich mal in diesem Forum angemeldet hab, um mich etwas auszutauschen.

    Vor ca. 20 Jahren habe ich (leider) aus div. Gründen mit dem Aikido-Training aufgehört. Damals hatte ich eine recht aktive Zeit mit ca. 1 - 2 mal Training pro Woche und habe es bis zum 4. Kyu gebracht (Iwama-Ryu-Aikido).
    Aktuell noch eher unwahrscheinlich, daß ich schnell wieder einsteige (div. Knieprobleme, zeitliche Gründe etc. ..), aber ausschließen will ich es auch nicht ganz, daß ich vielleicht doch eines Tages mal wieder aktiver werde in diese Richtung.
    Was ich mir zumindest vorstellen kann, erstmal so "Trockenübungen" für zuhause, wie Kata mit Jo, Bokken, einfache Bewegungsabläufe usw. (Das "Rollen" hab ich irgendwie noch im Blut, funktioniert auch gut auf Rasenflächen hab ich festgestellt. ).
    Schon ein bisschen Schade, daß ich damals nicht weiter machen konnte, wäre ich da dran geblieben, hätte ich jetzt zumindest vielleicht schon den 1. Dan.

    Eine Frage also erstmal zum Graduierungssystem. Von damals hab ich noch meinen alten Budo-Pass, in dem meine Graduierungen, Lehrgänge usw. vermerkt sind. Hätte der heute weiterhin auch noch Gültigkeit?
    Wenn ich also z.b. schon den 4. Kyu habe, kann ich dann einfach so nach 20 Jahren Pause wieder weitermachen und da einsteigen, wo ich aufgehört habe? Also wird mir dieser Grad heute noch weiterhin anerkannt und ich kann da weitermachen, wo ich aufgehört habe? Oder ist sowas dann auch vom Lehrer/Dojo/Verband usw. abhängig, wo man wieder einsteigen will?

    Damals hat man uns auch gesagt, wenn ihr mal die Stilrichtung wechseln wollt, macht zumindest eine Schule fertig, bis ihr den 1. Dan habt. Denn da habt ihr sozusagen die "Grundlagen" für den weiteren Weg.

    Aber inzwischen gibt es ja (leider) auch im Aikido unzählige Richtungen und Verbände usw.
    Muss man nun denn für jede "Ryu" eine eigene Prüfung machen oder kann man sagen, wenn man z.b. 4. Kyu hat oder auch 1. Dan im Iwamy-Ryu, dann "gilt" diese Graduierung auch im Aikikai oder anderen Systemen?
    Oder kommt es da auch wieder auf den "Lehrer" drauf an, der einem sagt, man ist so und so weit, man muss noch dieses oder jenes wieder auffrischen usw.?

    Würde mich einfach mal über etwas Austausch bezüglich der Thematik freuen.
    Wäre auch neugierig darauf, welche Stilrichtung Aikido die Leute hier so vorwiegend trainieren, ob sie mal gewechselt haben usw.

    Früher war das ja immer so, daß sich auf Lehrgängen zumeist Leute versammelt haben, die einer bestimmten Stilrichtung angehören.
    Ist das heute vorwiegend auch noch so oder gibt es Seminare, wo Aikidokas ganz unterschiedlicher Schulen zusammenkommen und einfach fröhlich dem Geiste Ueshiba`s fröhnen?

  2. #2
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    Standard

    Hallo du Nager,
    ganz ehrlich:
    Du hast nie intensiv trainiert und ewig Pause gemacht.
    Alles was du weiterhin schreibst deutet eher auf die Suche nach einem Aikido-Veteranen-Stammtisch hin.


    Viel Erfolg dabei
    Alfons.
    Hap Ki Do - Schule Frankfurt - eMail - 합기도 도장 프랑크푸르트 - Daehanminguk Hapkido - HECKelektro-Shop
    ...Dosenbier und Kaviar...

  3. #3
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    Standard

    Zitat Zitat von Shio-Nager Beitrag anzeigen
    Von damals hab ich noch meinen alten Budo-Pass, in dem meine Graduierungen, Lehrgänge usw. vermerkt sind. Hätte der heute weiterhin auch noch Gültigkeit?
    Wenn ich also z.b. schon den 4. Kyu habe, kann ich dann einfach so nach 20 Jahren Pause wieder weitermachen und da einsteigen, wo ich aufgehört habe? Also wird mir dieser Grad heute noch weiterhin anerkannt und ich kann da weitermachen, wo ich aufgehört habe? Oder ist sowas dann auch vom Lehrer/Dojo/Verband usw. abhängig, wo man wieder einsteigen will?
    Allgemein verfallen Graduierungen nicht. Auch mit 20 Jahren Pause solltest du weiterhin als 4.kyu anerkannt bleiben innerhalb der Organisation die dir das Zertifiziert hat.
    Ich weiß nicht was du mit "kann [ich] da weitermachen, wo ich aufgehört habe?" genau meinst.
    Wenn du meinst ob du gleich mit den anderen Schülern die Prüfung zum 3.kyu machen kannst kann das gut sein das dir das verneint wird bis dein Lehrer glaubt du könntest die Prüfung bestehen. Das kann nach 20 Jahren Pause schon länger dauern.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Shio-Nager Beitrag anzeigen
    Eine Frage also erstmal zum Graduierungssystem. Von damals hab ich noch meinen alten Budo-Pass, in dem meine Graduierungen, Lehrgänge usw. vermerkt sind. Hätte der heute weiterhin auch noch Gültigkeit?
    Wenn ich also z.b. schon den 4. Kyu habe, kann ich dann einfach so nach 20 Jahren Pause wieder weitermachen und da einsteigen, wo ich aufgehört habe? Also wird mir dieser Grad heute noch weiterhin anerkannt und ich kann da weitermachen, wo ich aufgehört habe? Oder ist sowas dann auch vom Lehrer/Dojo/Verband usw. abhängig, wo man wieder einsteigen will?
    Vor 6 1/2 Jahren hatte ich nach über 20-jähriger Pause auch wieder mit Aikido angefangen. Das Letzte woran ich gedacht hatte, war ob meine 25- bis 30 Jahre alten Kyu-Prüfungen noch gültig wären. Es war eher so, dass ich gar keine Prüfungen mehr machen wollte. Normalerweise sollte die alte Graduierung in deinem Verband (also Iwama-Ryu) noch gültig sein. Bei einem Verbandswechsel ist es auch möglich, mit einer höheren Kyu-Graduierung einzusteigen. Da sich die Prüfungsordnungen und Didaktiken aber sehr stark unterscheiden können, ist es schon eine Frage, ob das sinnvoll ist. Wie du geschrieben hast: Es kommt also auf den "Lehrer" drauf an, der einem sagt, man ist so und so weit, man muss noch dieses oder jenes wieder auffrischen usw. (Und ob bzw. wie weit der Lehrer graduieren darf).

    Ich würde mir mehr Sorgen um die Lösung "diverser Knieprobleme" machen. Mit schmerzenden Knien macht Aikido mMn keinen Spaß.

    Zitat Zitat von Shio-Nager Beitrag anzeigen
    Was ich mir zumindest vorstellen kann, erstmal so "Trockenübungen" für zuhause, wie Kata mit Jo, Bokken, einfache Bewegungsabläufe usw. (Das "Rollen" hab ich irgendwie noch im Blut, funktioniert auch gut auf Rasenflächen hab ich festgestellt. ).
    Meine Erfahrung aus der Corona-Zeit ist, dass man gerade die Jo- und Bokken-Katas gut zu Hause üben kann, da es dafür die Lehrvideos mit Morihiro Saito auf YouTube gibt. Das ersetzt aber nicht Korrekturen eines guten Lehrers für die Feinheiten und Fehler, die sich höchstwahrscheinlich einschleichen werden.

    Als ich wieder angefangen habe, dachte ich auch, ich hätte das Rollen noch im Blut. Leider hatte ich mich in den 20 Jahren Pausen doch so verändert, dass mein Körper nicht mehr zu meinem Bewegungsgedächtnis gepasst hat. Ich hatte in den ersten Monaten (mit 50+) wegen dem Rollen viel Muskelkater und auch Schmerzen im Brustbereich. Das war aber eine Phase, die ich durch regelmäßiges Training überwinden konnte.

    Zitat Zitat von Shio-Nager Beitrag anzeigen
    Früher war das ja immer so, daß sich auf Lehrgängen zumeist Leute versammelt haben, die einer bestimmten Stilrichtung angehören.
    Ist das heute vorwiegend auch noch so oder gibt es Seminare, wo Aikidokas ganz unterschiedlicher Schulen zusammenkommen und einfach fröhlich dem Geiste Ueshiba`s fröhnen?
    Es gibt bzw. gab vor Corona Seminare mit genau diesem Ziel, unterschiedliche Stile und Lehrer zusammenzubringen. Ein Beispiel aus eigener Erfahrung war der "Berliner (Aikido) Sommer".

  5. #5
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    Zitat Zitat von Alfons Heck Beitrag anzeigen
    Du hast nie intensiv trainiert und ewig Pause gemacht.
    Alles was du weiterhin schreibst deutet eher auf die Suche nach einem Aikido-Veteranen-Stammtisch hin.

    Viel Erfolg dabei
    Alfons.
    Überhaupt ne Menge Leute, die jetzt wieder was anfangen wollen. Corona-Stau?

  6. #6
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    Innerhalb deines Verbandes sollten die Graduierungen noch gelten.
    Bei mir war es si, ich hatte einen Schüler, der Grün in einem artverwandtem System hatte, wo ich auch viele Trainer von kenne.
    Er hat 2 Jahre lang weiß getragen, bis er wieder auf einem Level war, wo er die Farbe vertreten konnte und hat dann die Prüfung bei uns direkt zu blau gemacht.

    Was mir bei dir eher zu denken gibt, sind die körperlichen Wehwehchen.
    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  7. #7
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    Standard

    Nach zwanzig jahren ist das doch m.E. alles egal (edit: außer das mit den knieproblemen - die gehen aber möglicherweise durch training weg).

    Wenn Du wirklich wieder anfangen willst, würde ich mir eine gute schule suchen (wenn es so was bei Dir in der nähe überhaupt gibt) und ganz normal und so oft wie möglich ins anfängertraining gehen - außer natürlich, Du hättest oben nur spaß gemacht.


    Frage:

    Wie alt bist Du denn?
    Geändert von Kunoichi Girl (16-06-2022 um 23:33 Uhr)

  8. #8
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    Zitat Zitat von Shio-Nager Beitrag anzeigen
    wenn man z.b. 4. Kyu hat oder auch 1. Dan im Iwamy-Ryu, dann "gilt" diese Graduierung auch im Aikikai oder anderen Systemen?
    Iwama-Ryu IST Aikikai, das bedeutet dass Dan-Graduierungen auch dort vom Aikikai vergeben werden (außer in der Organisation von Saito Senseis Sohn, Shin-shin-aikikshuren-kai)
    Ansonsten, bei uns würdest du wahrscheinlich die prüfungen wiederholen, was beim 4. Kyu ja kein großer Aufwand ist, oder nach einiger Zeit eine Einstufungsprüfung machen, was dann der 4. Kyu wäre.
    Direkt den 3. Kyu zu machen, wäre glaube ich nach so langer Pause nicht angemessen.

    Aber inzwischen gibt es ja (leider) auch im Aikido unzählige Richtungen und Verbände
    Unzählige ist stark übertrieben, und die meisten sind halt doch dem Aikikai angegliedert.

    Das mit den Knieproblemen solltest du mal konkretisieren und rausfinden wie man das in den Griff bekommt, sonst wird das wohl bei der Absicht bleiben.

  9. #9
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    Danke schon mal an der Stelle an alle für erste Meinungen dazu.

    Ja, ich denke eigtl. schon auch, daß die "Graduierungen", die ich damals erhalten habe, weiterhin Gültigkeit besitzen und nicht einfach so "verfallen".
    Selbstverständlich habe ich nicht die Erwartung gleich nach einem ersten Wiedereinstiegstraining sofort zur nächsten Prüfung zugelassen zu werden.
    Wenn, dann würde ich da auch einfach mal sehen, wie es sich entwickelt, die Dinge laufen lassen usw.

    Mein altes Dojo ist tatsächlich dem "Iwama Shinshin Aiki Shuren Kai" angeschlossen (Ein Verband, der von Hitohiro Saito, dem Sohn von Morihiro Saito, gegründet wurde. Nach dem Tode von Morihiro Saito haben wohl einige Lehrer seinen Sohn nicht so wirklich als "Nachfolge" angesehen und einen eigenen "Takemusu/Iwama Ryu" Verband gegründet, der wiederum dem Aikikai angeschlossen ist.
    Der Verband von Hitohiro ist wieder was eigenes, was glaub ich nicht zum Aikikai gehört. Diese Info`s jetzt mal nur am Rande ..).
    Erster Anlaufpunkt wäre für mich aus örtlichen Gründen natürlich wieder mein altes Dojo.

    Inzwischen bin ich 44. Also ich fühle mich keinesfalls zu "alt" um wieder KK zu betreiben. In der Tat sind es eher so gesundheitliche Gründe (ua. Knie - bisschen Meniskusproblematik, was das MRT vor einigen Jahren ergeben hat - mal mehr/mal weniger mit div. Beschwerden verbunden, für mich noch kein Grund, um mich "unters Messer" zu legen ...) und eben auch zeitliche Gründe.

    Daher eben meine Idee, erstmal soviel wie möglich zuhause zu trainieren, eben Übungen, die man da für sich selbst machen kann.
    Und wenn ich eines Tages wieder mehr Lust verspüre, das ganze wieder etwas "professioneller zu machen, wenn es zeitlich möglich ist, dann könnte ich mich ja bei einem Schnuppertraining oder so wieder anmelden. Evtl. würde ich dann die Angelegenheit dann auch sportmedizinisch oder so abklären lassen nochmal.

    Aber ich bin noch weiterhin neugierig, welchen "Stil" die Aikidokas hier so praktizieren..

    PS: Ein Punkt, der mir noch aufgefallen ist, daß bei meinem ersten Pu irgendwelchen "Hieroglyphen" verwandelt wurden. Hmm, keine Ahnung, warum das so ist?ost hier meine Umlaute zu irgendwelchen "Hieroglyphen" verwandelt wurden. Hmm, keine Ahnung, warum das so ist?

  10. #10
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    Zitat Zitat von Shio-Nager Beitrag anzeigen
    . Nach dem Tode von Morihiro Saito haben wohl einige Lehrer seinen Sohn nicht so wirklich als "Nachfolge" angesehen und einen eigenen "Takemusu/Iwama Ryu" Verband gegründet, der wiederum dem Aikikai angeschlossen ist.
    Das ist so nicht ganz richtig.
    Das Iwama Dojo gehört grundsätzlich zum Aikikai.

  11. #11
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    Zitat Zitat von Shio-Nager Beitrag anzeigen

    ... Schnuppertraining ...


    ... sportmedizinisch oder so abklären lassen ...

    Liest sich schon mal gut.

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