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Thema: Das Hammer-Prinzip; ein Widerspruch zu "direkt"?

  1. #16
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    unten bei "andere theman gibts noch was zu non-intentional .
    komplett korrekt. non-intentional im jkd heisst einfach, ohne vorher plan-artig festgesetze bewegungsabläufe in den kampf zu gehen, sondern intuitiv auf die situation zu (re)agieren. was Pat Strong bei der übung demonstrieren will (ist aus einem der lehrvideos) ist das "freie" schlagen ohne sich vorher lange darauf zu konzentrieren (und sich dadurch anzuspannen und zu verlangsamen).
    Eine Antwort von Frank ....
    Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)

  2. #17
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    Zitat Zitat von Cam67 Beitrag anzeigen
    Ich habs so verstanden das man damit die Wahrnehmung des Gegners unterläuft. Dadurch das kein seitlicher Ausbruch an Bewegung (keine Schulterbewegung zum Antizipieren wahrnehmbar ist ) stattfindet und man sich auf einer bestimmten Bahn (Siehe blinder Fleck ) bewegt (als Theorie) , kommt das Erkennen das sich ein Punkt nähert (in dem Fall die Faust ) zu spät und damit auch die Reaktion darauf. Kann mir auch denken , das das erwähnte Non-Intention mit dazu beiträgt , das keine kurzzeitige vorherige Anspannung in einem aufgebaut wird , die das gegnerische System als Mikrobewegung registrieren kann. Und so eigentlich mindestens zwei Effekte wirken .
    Aus dem Grund hat Canelo Alvarez letztens in einem Interview gemeint, der Uppercut sei der gefährlichste Schlag im Boxen - er hat es schlicht so ausgedrückt "weil man den nicht kommen sieht".

  3. #18
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    Zitat Zitat von period Beitrag anzeigen
    Aus dem Grund hat Canelo Alvarez letztens in einem Interview gemeint, der Uppercut sei der gefährlichste Schlag im Boxen - er hat es schlicht so ausgedrückt "weil man den nicht kommen sieht".
    Zumindest erfüllt er ganz gut die Kriterien . Findet halt nur in einer anderen Distanz statt.

    Mit Non-Intentional hatte ich für mich die Angriffe in Verbindung gebracht , die in gewisser Weise ohne wahrnehmbare AngriffsKörpersprache gestartet werden . Die halte ich für mich persönlich als die Gefährlichsten . Jetzt mal unabhängig von konkreter Technik. Die kommen dann für einen wirklich wie aus dem Nichts , weil einfach vom Gegenüber vorher auch nichts signalisiert wurde ...

    Bin auf die JKDler gespannt ^^
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  4. #19
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    Ich sehe mich aber nicht als JKD'ler (mehr)
    In San Fran beim ersten Nucleus Seminar haben Tacket und Bremer das mit dem Fingerstich demonstriert. Das war sehr direkt und kam von leicht unten ins Auge. Da die Führhand eh ungefähr auf Brusthöhe ist, war da kein "Fallenlassen" zu bemerken.
    Frank Burczynski

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  5. #20
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    Da die Führhand eh ungefähr auf Brusthöhe ist, war da kein "Fallenlassen" zu bemerken.
    falls sich das auf mein satz hier bezieht..
    Zitat Zitat von Cam67 Beitrag anzeigen
    Das hier klingt stark nach heavy Force , dem lockeren Fallen lassen von Bewegungen , die das Aufbauen von Gegenspannungen verhindern bzw reduzieren und deswegen einen durchdringenden Effekt erzeugen.
    Dieses "Fallen" ist nicht an ein "nach unten" gebunden . Damit ist ein "in etwas rein Fallen.." bzw ein "fallen LASSEN .." gemeint ,im Sinne von Zulassen ohne zu forcieren . im Gegensatz von etwas "aktiv bzw mit Spannungsaufbau rein bewegen.." Es kann genauso gut auch nach vorn oder sogar noch schräg hoch "fallen" ... Es geht dabei eher um das was dabei NICHT passiert , eben der Spannungsaufbau und was dabei zugelassen wird , eben das Einfallen.(und wie es in einem erzeugt wird ) ...mir ist klar das jede Bewegung irgendwie auch mit Spannungsaufbau begleitet ist , weil Muskulatur aktiviert wird . Der Unterschied ist halt nur wieder Wieviel Muskulatur aktiviert und wo aktiviert .

    Oder du beziehst dich auf diese Beschreibung hier .
    Ab dem Zeitpunkt, wo der entsprechende Schwerpunkt überschritten ist, "stürzt" der Hammer, allein den Gesetzen der Schwerkraft folgend, unweigerlich nach vorne."......dass der Hammer, respektive der Unterarm, locker, schnell und "non-intentional" nach vorne fallen,......
    Gerade diese Beschreibung hatte mich an heavy Force erinnert ohne dabei an ein Fallen von oben nacht unten zu denken.
    Egal der JKDler ist nicht mehr da ^^.

    Dennoch die Frage .... hattest du für dich einen Unterschied in der für dich zur Verfügung stehenden Reaktionszeit bemerkt zw. diesen non-intentional Jab und einer normalen Geraden ?
    Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)

  6. #21
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    Ich war bei mehreren Seminaren bei Tim und empfand die Erklärung immer ganz einleuchtend: Der Hammer bezieht sich nicht auf die Technik, sondern auf die Ausführung. Arm, Schulter etc. alles locker, nur die Faust hält den Hammer, also nur die Trefferfläche ist angespannt. So werden im JKD meiner Meinung nach alle Schläge ausgeführt. Dadurch wird der Schlag an sich schneller. Er "fällt" ins Ziel, wie der von dir beschriebene Hammer.
    Ja, der non-intentionell Jab ist schneller. Und hat trotzdem oder gerade deswegen Wirkung.
    Frank Burczynski

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  7. #22
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    Ich war bei mehreren Seminaren bei Tim und empfand die Erklärung immer ganz einleuchtend: Der Hammer bezieht sich nicht auf die Technik, sondern auf die Ausführung. Arm, Schulter etc. alles locker, nur die Faust hält den Hammer, also nur die Trefferfläche ist angespannt. So werden im JKD meiner Meinung nach alle Schläge ausgeführt. Dadurch wird der Schlag an sich schneller. Er "fällt" ins Ziel, wie der von dir beschriebene Hammer.
    Ja, der non-intentionell Jab ist schneller. Und hat trotzdem oder gerade deswegen Wirkung.
    Und die Beinarbeit? Erst die Schlagbewegung, und dann, etwas verzögert, die Beine nachziehen?

  8. #23
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    Ich war bei mehreren Seminaren bei Tim und empfand die Erklärung immer ganz einleuchtend: Der Hammer bezieht sich nicht auf die Technik, sondern auf die Ausführung. Arm, Schulter etc. alles locker, nur die Faust hält den Hammer, also nur die Trefferfläche ist angespannt. So werden im JKD meiner Meinung nach alle Schläge ausgeführt. Dadurch wird der Schlag an sich schneller. Er "fällt" ins Ziel, wie der von dir beschriebene Hammer.
    Ja, der non-intentionell Jab ist schneller. Und hat trotzdem oder gerade deswegen Wirkung.
    Danke für die Erklärung . klingt wirklich sehr parallel.
    Kurze nachfrage . Diese Art der Ausführung , weisst du ob BL es für sich entdeckt hat im Zuge seiner Entwicklung oder ob er hier Konzepte aus seinem chinesischen KK-Backround übernommen hat ? .Falls man das überhaupt so trennen kann.

    Ich zieh die frage zurück ^^
    Da er sich mit Boxen und Fechten beschäftigt und deren Beinarbeit hatte und chinesische Konzepte , was Struktur angeht , quasi als Muttermilch bekommen ,im Kopf aber offenbar ziemlich frei war , war es wohl eher eine logische Folge ....das etwas so etwas oder ähnliches entstand .
    Geändert von Cam67 (25-01-2023 um 13:39 Uhr)
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  9. #24
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    Der Hammer bezieht sich nicht auf die Technik...
    ok... danke
    "I prefer them to be awake when I severe their arms and beat them to death with it." Maul Mornie und sein Verhältnis zu k.o.s

  10. #25
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    Ich war bei mehreren Seminaren bei Tim und empfand die Erklärung immer ganz einleuchtend: Der Hammer bezieht sich nicht auf die Technik, sondern auf die Ausführung. Arm, Schulter etc. alles locker, nur die Faust hält den Hammer, also nur die Trefferfläche ist angespannt. So werden im JKD meiner Meinung nach alle Schläge ausgeführt. Dadurch wird der Schlag an sich schneller. Er "fällt" ins Ziel, wie der von dir beschriebene Hammer.
    Ja, der non-intentionell Jab ist schneller. Und hat trotzdem oder gerade deswegen Wirkung.
    Genau so hab ich das auch verstanden.

    Das Fallen lassen vestehe ich auch als "nicht anspannen". Also eigentlich schwebt die Faust/Hand...
    Nur die explosive Vorwärtsbewegung fällt sie nicht zu Boden, sondern nach vorn.
    Ähnliuch wie die ISS, die an der Erde vorbeifällt, weil sie zu schnell ist.

    Wenn man ein paar Millisekunden später nach vorn explodiert, gibt es natürlich eine leicht Abwärtsbewegung.
    Was nicht unbedingt schlecht ist.

    Zitat Zitat von Teetrinker Beitrag anzeigen
    Und die Beinarbeit? Erst die Schlagbewegung, und dann, etwas verzögert, die Beine nachziehen?
    Meines Erachtens bewirkt das 2 Dinge.
    Zum Einenen mehr Masse im Schlag, weil der ganze Köper nach vorn geht.
    Zum Zweiten höhere Vorwärtsgeschwindigkeit. (Vergleich: Man werfe den Hammer während der Fahrt nach vorn)
    Ergebnis: mehr Energie beim Auftreffen.

    My 2 cents

    Gruß
    Alex
    Geändert von ElCativoGER (25-01-2023 um 14:49 Uhr)
    - Si vis pacem para bellum
    - Be water, my friend..

  11. #26
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    https://www.kampfkunst-board.info/fo...un-Fan-Gung-Fu

    Vll. sind dort noch ein paar Antworten zum Thema und auch zur Beinarbeit zu finden .

    (Schöner Thread vom Ex-JKDler ^^)

    Ops, das hier noch
    https://www.kampfkunst-board.info/fo...ich-betrachtet

    das noch ^^
    https://www.kampfkunst-board.info/fo...u-etc-pp/page8
    Geändert von Cam67 (25-01-2023 um 17:37 Uhr)
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  12. #27
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    Kann man das mit Systema-Schlägen vergleichen? Die "ballistische" Variante. Habe den Typen vergessen der das früher propagiert hat. Mir wurde mal erklärt man bekäme das richtige Gefühl wenn man sich mit den Fäusten gegen eine Wand lehnt und sie dann auf und ab gehen lässt. Dann wieder aufstehen, die Spannung in den Fäusten halten und die Arme locker lassen.

  13. #28
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    Zitat Zitat von Schnueffler Beitrag anzeigen
    Was verstehst du unter Hammer-Prinzip?
    Damit wir alle über das selbe reden.
    Ich ging davon aus dass ich das in einem JKD-Forum eben nicht weiter erklären muss

    Zitat Zitat von Cam67 Beitrag anzeigen
    Vll.sagen ja JKDler noch was dazu
    Das war meine Intention, ja


    Was das 'unterwandern' der Wahrnehmung angetan, bin ich skeptisch.
    Hat jemand tatsächlich praktische Erfahrungen damit?

    Ich halte es für relativ riskant und eben keinen direkten Weg, die Faust beim Schlag abzusenken.
    Und wenn die Führhand ohnehin "auf Brusthöhe" gehalten wird und dann "von unten kommt" bin ich mir nicht sicher, ob das noch das Hammer-Prinzip ist.

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