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Thema: Konstitution Frau vs Mann

  1. #151
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    Zitat Zitat von marasmusmeisterin Beitrag anzeigen

    Stimmt, da habe ich mich falsch ausgedrückt. Das ist mir aber zu spät aufgefallen. Ich meine das Sich-Durchsetzen des Bodybuilding mit dem Auftritt in den 80er Jahren, die Studios, die Werbung, die gesamte Kultur.

    "Kultur" ist praktisch mit der Menschwerdung einhergegangen. Mit kultureller Evolution ist auch z.B. die Nutzbarmachung des Feuers, Entwicklung immer besserer Steinwerkzeuge etc. gemeint, und diese Kulturtechniken sind einige Jahrzehntausende alt. Evtl. noch älter, aber das kommt drauf an, wo man den Ursprung des Menschen ansetzen will. Homo erectus, oder sapiens? Und was meinst du mit rauher?

    Woher weißt du das, wie kommst du darauf? Ich bin eine Frau, und von mir sprichst du da nicht.

    Dann bin ich ja froh, daß ich eben kein Weibchen in diesem Sinn bin. Allerdings kenne ich wirklich reichlich solche Alpha-"Männchen", die aber nicht mit Muskeln zu beeindrucken versuchen. Sondern eher mit Geld, Macht, oder sonstwas. Da müssen wir wohl noch intensiver über die Trennung von biologischer und sozialer "Natur" des Menschen nachdenken.
    1. Mit rauer meine ich das es in den meisten Kulturen immer noch vergleichsweise barbarisch zuging. Frauenrechte oder Menschenrechte im allgemeinen gab es meist nur für einen ausgewählten Kreis - siehe zb. Griechen oder Römer, wo die "echten" Bürger mit Rechten waren und die Sklaven eben nicht.

    2. Ich weiss es daher weil es dazu viele Daten gibt, von Dating apps/Portalen, Daten über Kaufverhalten & Konsum, Umfragen etc. Natürlich gibt es verschiedenen Präferenzen und Geschmäcker. Diese liegen aber in den meisten fällen nahe beieinander und je weiter sie von dem Idealschnitt abweichen desto seltener kommen diese vor. Daher kann es gut sein das du nicht so eine Frau bist, aber die große Masse ist es eben nicht.

    3. Ein mann hat verschiedene Optionen eine Frau beeindrucken. 1 . das Äußere 2. Status in der Gesellschaft 3. Zugang zu Ressourcen. Als mann steigen deine Chancen wenn du in einem dieser Punkte besonders gut bist.

    Diese Punk überschneiden sich oft zb. hat jemand mit einem hohen Status oft auch ein gutes Aussehen oder Zugang zu viel Ressourcen. Ein hässlicher kleiner Mann kann aber diesen Mangel durch Status zb. ausgleichen. Deshalb gibt es in Social Media so viele möchtegern Alphas die mit dicken Autos etc. protzen.

    Ich denke Biologische und Soziale Natur sind dabei verknüpft, weil viele Soziale verhaltensweisen im Kern aus unsere Primatenzeit stammen.
    Geändert von Lampe (12-10-2023 um 20:51 Uhr)

  2. #152
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    Zitat Zitat von Lampe Beitrag anzeigen
    Ich denke Biologische und Soziale Natur sind dabei verknüpft, weil viele Soziale verhaltensweisen im Kern aus unsere Primatenzeit stammen.
    Und da widerspreche ich eben vehement und behaupte, daß die biologische Evolution spätestens mit der Gehirnentwicklung abgeschlossen war (dürfte so mit dem Homo habilis vermutlich gewesen sein, wenn nicht schon früher - manche sagen mit der fleisch- und fettreichen Ernährung des Neanderthalers. Da wird aber noch diskutiert) und danach eben die kulturelle Evolution einsetzte. D. h. der Mensch wurde nicht mehr im Laufe der biologischen Evolution an die Umwelt angepaßt, sondern "kompensierte" seine mangelnde Anpassung duch Veränderung der Umwelt bzw. Erfindung neuer Reaktionsmöglichkeiten auf sie. Da sind die Verhaltensweisen aus der Primatenzeit sozusagen im Feuergebrauch untergegangen. Welche Primaten nutzen das Feuer? Sie haben Angst davor; nur der Mensch, bzw. die frühen Hominiden, haben diese Angst überwunden. Ein deutliches Zeichen der geistigen "Ent-Primatisierung".

    Und die Rückführung sozialer Verhalensweisen auf biologische bzw. evolutionär entstandene - tja, das ist eben ein typisches Argumentationsmuster der bürgerlichen Welt. Wie gesagt, die kulturelle Evolution, Jahrzehntausende lang, hat besonders unser Sozialverhalten evolviert (gemeinsames Waldelefant-Jagen braucht Verständigung, Vorausplanung, Mitarbeit des Einzelnen etc.). Schon allein der Gebrauch des Feuers hat womöglich die Menschen zu etwas sozialeren Wesen gemacht und damit vom primatentypischen Von-der-Hand-in-den-Mund Leben weggerückt. Dann noch der Gebrauch und die Weitergabe von symbolischer Kommunikation (Höhlenmalereien, Schnitzereien, Schmuck = geistige Kultur); materieller und kultureller Austausch über weite Entfernungen - das sind die Wurzeln menschlicher Kulturentwicklung. Dagegen hat der Primat keine Chance.

    Übrigens, zur Erheiterung: nach neuesten Erkenntnissen stecken in der mitteleuropäischen Bevölkerung so ca. 1,5 - 2 % Neanderthaler-Gene. Manchmal meint man ja, es wäre mehr.
    Wer nicht kotzt, ist nicht am Limit

  3. #153
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    Zitat Zitat von marasmusmeisterin Beitrag anzeigen
    Und da widerspreche ich eben vehement und behaupte, daß die biologische Evolution spätestens mit der Gehirnentwicklung abgeschlossen war (dürfte so mit dem Homo habilis vermutlich gewesen sein, wenn nicht schon früher - manche sagen mit der fleisch- und fettreichen Ernährung des Neanderthalers. Da wird aber noch diskutiert) und danach eben die kulturelle Evolution einsetzte. D. h. der Mensch wurde nicht mehr im Laufe der biologischen Evolution an die Umwelt angepaßt, sondern "kompensierte" seine mangelnde Anpassung duch Veränderung der Umwelt bzw. Erfindung neuer Reaktionsmöglichkeiten auf sie.
    Naja, das eine und das andere schliessen sich ja nicht wirklich aus, und die biologische Evolution geht zwangsläufig weiter, solange man sich vermehrt. Bestimmte Faktoren, die früher mal vielleicht von Vorteil gewesen wären (z.B. dichte Körperbehaarung in Mitteleuropa und Kiefer, die Kokosnüsse knacken können) sind dies nun nicht mehr zwingend und können verschwinden, wenn die betreffenden Hominiden nicht auch hinreichend kulturell angepasst sind, um ihre Gene weiterzugeben. Und so geht die biologische Evolution eben weiter ihre Wege, mit dem neuen Faktor Kultur. Heute würde bei einer Umfrage an vielen Orten der Welt eben der schlacksige, langhaarige Uniabbrecher mehr Sympatiepunkte kriegen als der ultimative Jäger, wenn erster überzeugter Veganer ist und Robbenbabys rettet und das Talent von letzterem darin besteht, diese zu erlegen.

  4. #154
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    Zitat Zitat von marasmusmeisterin Beitrag anzeigen
    Und da widerspreche ich eben vehement und behaupte, daß die biologische Evolution spätestens mit der Gehirnentwicklung abgeschlossen war (dürfte so mit dem Homo habilis vermutlich gewesen sein, wenn nicht schon früher - manche sagen mit der fleisch- und fettreichen Ernährung des Neanderthalers. Da wird aber noch diskutiert) und danach eben die kulturelle Evolution einsetzte. D. h. der Mensch wurde nicht mehr im Laufe der biologischen Evolution an die Umwelt angepaßt, sondern "kompensierte" seine mangelnde Anpassung duch Veränderung der Umwelt bzw. Erfindung neuer Reaktionsmöglichkeiten auf sie. Da sind die Verhaltensweisen aus der Primatenzeit sozusagen im Feuergebrauch untergegangen. Welche Primaten nutzen das Feuer? Sie haben Angst davor; nur der Mensch, bzw. die frühen Hominiden, haben diese Angst überwunden. Ein deutliches Zeichen der geistigen "Ent-Primatisierung".

    Und die Rückführung sozialer Verhalensweisen auf biologische bzw. evolutionär entstandene - tja, das ist eben ein typisches Argumentationsmuster der bürgerlichen Welt. Wie gesagt, die kulturelle Evolution, Jahrzehntausende lang, hat besonders unser Sozialverhalten evolviert (gemeinsames Waldelefant-Jagen braucht Verständigung, Vorausplanung, Mitarbeit des Einzelnen etc.). Schon allein der Gebrauch des Feuers hat womöglich die Menschen zu etwas sozialeren Wesen gemacht und damit vom primatentypischen Von-der-Hand-in-den-Mund Leben weggerückt. Dann noch der Gebrauch und die Weitergabe von symbolischer Kommunikation (Höhlenmalereien, Schnitzereien, Schmuck = geistige Kultur); materieller und kultureller Austausch über weite Entfernungen - das sind die Wurzeln menschlicher Kulturentwicklung. Dagegen hat der Primat keine Chance.

    Übrigens, zur Erheiterung: nach neuesten Erkenntnissen stecken in der mitteleuropäischen Bevölkerung so ca. 1,5 - 2 % Neanderthaler-Gene. Manchmal meint man ja, es wäre mehr.
    Das sehe ich anders. Die Kultur folgt mmn. der Biologie. Man schaue sich die Kulturen diser Welt an, fast alle im Grunde aufgebaut wie Primatenrudel aus grauer Vorzeit. Unserer Kulturen sind quasi Modifikationen solcher Rudelstrukturen weil die Gemeinschaften größer wurden und sich gegen andere Gemeinschafften durchsetzen mussten. Viele Kulturelle Aspekte von heute sind Rituale um biologischen Bedürfnisse in zivilisierten Bahnen zu lenken. Kampfkust & Kampfsport zb. sind die möglichkeite seinem Kampftrieb nachzukommen ohne der Gemeinschaft zu Schaden

  5. #155
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    Kampfkust & Kampfsport zb. sind die möglichkeite seinem Kampftrieb nachzukommen ohne der Gemeinschaft zu Schaden
    Dazu habe ich mal den Begriff der geselligen Gewalt aufgeschnappt.

    Er bezieht sich aber eigentlich auf diese aggressive Tanzweisen auf Rockkonzerten. Aber im Grunde geht es genau darum: Gewalt auszuüben, auch unter Inkaufnahme von kleineren Verletzungen, ohne dies als schädlich zu begreifen, sondern als etabliertes Verhalten in bestimmten Rahmungen.

    Hier mal das Zitat:
    „Gewalt in einer spezifischen musikalischen Rahmung mit starker Intensität und in normierter Weise inszeniert wird und damit bestimmte Aspekte von Ritual und Spiel kombiniert, kann sie zu subkultureller Vergemeinschaftung führen.“ Inhetveen 1996, 237.

    Quelle: Inhetveen, K. (1996). Gesellige Gewalt. Ritual, Spiel und Vergemeinschaftung bei Hardcorekonzerten. In: Von Trotha, T. (Hrsg.): Soziologie der Gewalt. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. Sonderheft 37. Opladen: Westdt. Verl. S. 235–260.
    Bei aller Aufregung, sollten wir aber nicht vergessen,dass Al Bundy 1966 4 Touchdowns in einem Spiel gemacht hat und den Polk High School Panthers damit zur Stadtmeisterschaft verholfen hat!

  6. #156
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    Pogo rules!
    Viele Grüße
    Thomas

    https://www.thiele-judo.de/portal/

    „Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant“. Quelle: Unbekannt, u.U.. H. von Fallersleben.

  7. #157
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    Zitat Zitat von Lampe Beitrag anzeigen
    aufgebaut wie Primatenrudel aus grauer Vorzeit. Unserer Kulturen sind quasi Modifikationen solcher Rudelstrukturen
    Oha. Woher nimmst du denn die Kenntnis vorzeitlicher Primatenrudel? Und selbst die heuten Primaten hatten genug Zeit, um zu evolvieren und, je Rudel, eigene Kulturen auszubilden. Beispiel: die badenden Makaken in Japan. Das haben sie gelernt. Und was Konflikte angeht: man braucht ja nur die Bewältigungsstragien von z.B. Gemeinen Schimpansen und Bonobos zu vergleichen, die auch noch nahe miteinander verwandt sind.
    Wer nicht kotzt, ist nicht am Limit

  8. #158
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    Wer so schlau werden möchte wie Frau Marasmusmeisterin, derjenige möge diese Doku hier schauen: https://www.youtube.com/watch?v=MdmNtJ_DISM

    Wer faul ist und sich für schlau genug hält, derjenige möge bis zur Stelle 16:49 vorspulen.
    Bei aller Aufregung, sollten wir aber nicht vergessen,dass Al Bundy 1966 4 Touchdowns in einem Spiel gemacht hat und den Polk High School Panthers damit zur Stadtmeisterschaft verholfen hat!

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