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Thema: Leberhaken/Solarplexus in der Praxis

  1. #16
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    Zitat Zitat von Katamaus Beitrag anzeigen
    Ich würde ja (so vom Instinkt her) immer direkt zum Kopf schlagen. Als wir neulich darüber sprachen, meinte einer meiner KS-Kumpels, Bauch sei doch viel besser. Man könne doch davon ausgehen, dass John Doe üblicherweise nicht anspanne; da sei das der sicherere KO. Der Gedanke hat was. Würde dann aber eher zum Sola tendieren. Leber zu treffen ist ja nicht ganz so einfach. Und dann im Stress…
    das hat damit nicht zu tun. für wirkungsvolle körpershots braucht man die nahdistanz, in diese gelangt man in einer sv viel seltener ohne ins ringen oder clinchen zu verfallen...... distanzschläge sind daher zum kopf einfacher und gefahrloser für sich selbst, es sei denn man möchte in den clinch
    Geändert von marq (30-11-2023 um 19:28 Uhr)

  2. #17
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    Zitat Zitat von Katamaus Beitrag anzeigen
    Ich würde ja (so vom Instinkt her) immer direkt zum Kopf schlagen. Als wir neulich darüber sprachen, meinte einer meiner KS-Kumpels, Bauch sei doch viel besser. Man könne doch davon ausgehen, dass John Doe üblicherweise nicht anspanne; da sei das der sicherere KO. Der Gedanke hat was. Würde dann aber eher zum Sola tendieren. Leber zu treffen ist ja nicht ganz so einfach. Und dann im Stress…
    Ich würde behaupten bei den meisten brauchst du nichtmal Leber oder so treffen. Da reicht es schon denen ordentlich einen in den Bauch zu zimmern.
    “Das ist zwar peinlich, aber man darf ja wohl noch rumprobieren.”
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  3. #18
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    Zitat Zitat von marq Beitrag anzeigen
    das hat damit nicht zu tun. für wirkungsvolle körpershots braucht man die nahdistanz, in diese gelangt manbei der sv viel seltener ohne ins ringen oder clinchen zu verfallen...... distanzshots sind daher zum kopf einfacher und gefahrloser.
    Nagut , ist mal wieder eine Frage was der Einzelne für sich als SV definiert . Die mit Abstand meisten Situation wo sich etwas SV-artiges entwickelte (im Sinne von , jetzt heil nach Hause kommen) starteten aus der Nahdistanz , urplötzlich . Und ebenso im Freundes/Bekanntenkreis . Ganz ohne Ringen und Clinch , sondern durch zulabern , einschmeicheln , Ablenken , dabei immer näher kommend um dann zu starten . Der Clinch entstand erst , wenn der Erstschlag oder die Erstschläge nicht sofort ein KO schafften . Aber die Distanz für Körpertreffer war vorher schon gegeben.

    Hier kommt der Punkt von Katamaus ins Spiel . Selbst wenn man in Nahdistanz beginnt , wählt man intuitiv meist den Kopf als Ziel , ob mit Kopfstoss oder Ellenbogen oder Haken . Auch wenn man sich bedroht fühlt und sich dann entscheidet als erster zu handeln .
    das ist einfach eine Frage der Abwägung seiner Chancen. also wie Wahrscheinlich ist ein wirkungsvolles Ergebnis . Man hat halt selten eine zweite Chance den Ausgang zu erzwingen ohne selber schaden zu nehmen . Das gilt für beide Seiten .
    Kopftreffer haben einfach eine grössere Chance den Anderen auszuknocken oder zumindest so anzuklingeln , das er nur schlecht auf das Nachsetzen reagieren kann . Selbst wenn es nur dazu führt das sein Kopf durch die Wucht gedreht wird oder sich nach hinten bewegt bietet es mir Vorteil .
    (Ein Körpertreffer wählt man für gewöhnlich , wenn man sich eh überlegen fühlt und dem anderen was vermitteln will.)
    Ein Körpertreffer ist in seiner Wirkung viel unsicherer .Es ist ein wenig wie mit dem Eiertritt . Wenn er gut trifft , tolle Wirkung , wenn nicht , eine verschenkte Aktion und das kann man sich nicht leisten . Siehe oben.

    Zur Jacke . je stabiler das Material , wie Leder z.b. , um so mehr dämpft es tatsächlich . Auch dicke Arbeitsklamotten fangen ein gut Teil der Wirkung ab .
    Das eigentliche Problem ist aber die korrekte Einschätzung des Auftreffpunktes . Bei jedem Schlag berechnet ja der Körper im Voraus wie er zu spannen und entspannen hat , um die Kraft so vollständig wie möglich übertragen zu können. Die dicke jacke verhindert das aber , so das man das eigentliche Ziel (Körperoberfläche) nicht klar erkennen kann. Unerfahrene schlagen deshalb oft zu kurz , also wenig bis keine Wirkung . Erfahrene berechnen das mit ein und arbeiten nun mit grösseren Bewegungen , also tieferen Schlägen , aber... das kostet Kraft und macht sie berechenbarer und das wissen sie .
    Also wird ein Körpertreffer , wenn es wirklich um was geht nicht die erste Wahl sein für ein Start . Erst wenn sich im Laufe des Kampfes , aufgrund der Position des gegnerischen Kopfes und des sich ev. anbietenden Rumpfes des Anderen eine Möglichkeit kurzzeitig ergibt , um dann wieder zum Kopf zurück zu finden.

    Warum Körpertreffer sicherer sein sollen , wie du sagtest , erschliesst sich mir nicht. gerade die SV ist der Bereich , wo es eben nicht endetet , wenn einer ins Hintertreffen gerät , aufgibt oder gar KO geht und der Aggressor jetzt schon mit Schlägen oder tritten , auch zum Rumpf , nachsetzt. , Nicht wenige Verletztungen gerade in der SV ,gerade im Bauchbereich , sind genau dort entstanden , wo im Sport schon längst getrennt worden wäre .
    Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)

  4. #19
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  5. #20
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    ich habe es meist so wahrgenommen, verbale auseinandersetzung, es folgte ein sofort beendender kopfstoß oder geschubse in die / der "boxdistanz" und dann gings meist unvermittelt mit einem schlag weiter.....


    gefahrloser: ohne selbst getroffen zu werden und in den clinch zu geraten...

  6. #21
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    Oder ne Ohrfeige um den anderen einzuschüchtern. Hab ich auch ab und an erlebt. Erst rumlabern bzw. „ranlabern“ in Schlagdistanz, und dann ne Watschen, um zu gucken wie der andere reagiert. Viele die nicht gewohnt sind, sich zu hauen, frieren da auch schon ein oder laufen weg um sich der Situation zu entziehen.
    Prinzipiell bin ich da wohl bei cam und bei Katamaus. Was man noch ergänzen könnte, vor Gericht sehen Körpertreffer immer besser aus, als ein zermatschtes Gesicht. Und wieviele Monate im Jahr trägst du ne dicke Jacke? Ich meine, wir leben in Zeiten des Klimawandels. Man muss das halt ordentlich trainieren, harte Körpertreffer zu setzen, weil es eben weniger intuitiv ist als zum Kopf/ ins Gesicht zu schlagen.

    Dagegen spräche vielleicht noch, dass viele Prolos ne ordentliche Plautze haben. Wenn du nicht sauber triffst, kann so‘n dicker Bierbauch auch noch das eine oder andere abfangen.

  7. #22
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    Zitat Zitat von marq Beitrag anzeigen
    man kann auch jemanden mit körpertreffern verletzen, allerdings hat man in der SV meist die möglichkeit wenige schläge zu machen; daher ist die gefahr nicht soo groß.
    Dem stimme ich zu, aber gerade bei Leber und Solarplexustreffern kann man Wirkung erzielen ohne großartige Verletzungen herbeizuführen. Niere z.B. oder Rippen kann da schon eine andere Hausnummer sein.
    Viele Grüße
    Thomas
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  8. #23
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    Zitat Zitat von ThomasL Beitrag anzeigen
    Also warum die Leber schlechter zu treffen sein sollte als der Solarplexus erschließt sich mir nicht.
    Also per Leber bin ich nur 1x K.O. gegangen. Solar hat mich schon öfter die Luft gekostet und das gilt nach meiner Erfahrung auch umgekehrt. Kann aber auch daran liegen, dass wir im Karate selten Haken schlagen.

    Vor allem aber triffst Du halt immer noch den lockeren Bauch, wenn der (hoffentlich!) nicht angespannt ist und nimmst dem anderen die Luft. Wenn Du die Leber verfehlst, triffst Du halt oft die Rippe, was zwar sauweh tut aber unter Adrenalin eventuell keine Wirkung hat, im Gegensatz zu nem Luft ablassen per Bauchtreffer.

    Aber war vermutlich ungenau formuliert. Ich meinte das mehr so (Solar treffen ist da eher noch die Kür):

    Zitat Zitat von OliverT Beitrag anzeigen
    Ich würde behaupten bei den meisten brauchst du nichtmal Leber oder so treffen. Da reicht es schon denen ordentlich einen in den Bauch zu zimmern.
    Zitat Zitat von marq Beitrag anzeigen
    das hat damit nicht zu tun. für wirkungsvolle körpershots braucht man die nahdistanz,
    Ja. Und?

    (Aber Cam hat es ja bereits erklärt.)

    Zitat Zitat von Cam67 Beitrag anzeigen
    Kopftreffer haben einfach eine grössere Chance den Anderen auszuknocken oder zumindest so anzuklingeln , das er nur schlecht auf das Nachsetzen reagieren kann . Selbst wenn es nur dazu führt das sein Kopf durch die Wucht gedreht wird oder sich nach hinten bewegt bietet es mir Vorteil .
    (Ein Körpertreffer wählt man für gewöhnlich , wenn man sich eh überlegen fühlt und dem anderen was vermitteln will.)
    Ja, stimmt.
    „Grau teurer Freund, ist alle Theorie. Und grün des Lebens goldner Baum.“

  9. #24
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    Zitat Zitat von Katamaus Beitrag anzeigen
    Ich würde ja (so vom Instinkt her) immer direkt zum Kopf schlagen. Als wir neulich darüber sprachen, meinte einer meiner KS-Kumpels, Bauch sei doch viel besser. Man könne doch davon ausgehen, dass John Doe üblicherweise nicht anspanne; da sei das der sicherere KO. Der Gedanke hat was. Würde dann aber eher zum Sola tendieren. Leber zu treffen ist ja nicht ganz so einfach. Und dann im Stress…
    Ein wirklichen KO halte ich persönlich bei Bauchtreffern für eher unwahrscheinlich.
    Knock Down ja, Know out eher nicht.


    Was die Verletzungsgefahr angeht, brechen auch bei einem Leberhaken eher die Rippen, als die Faust.

  10. #25
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    Zitat Zitat von Tor Ben Beitrag anzeigen
    Ein wirklichen KO halte ich persönlich bei Bauchtreffern für eher unwahrscheinlich.
    Knock Down ja, Know out eher nicht.
    Vielleicht ist es in einer SV Situation ja auch besser, wenn du da bei jemandem eher einen knock down statt knock out verursachst.
    “Das ist zwar peinlich, aber man darf ja wohl noch rumprobieren.”
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  11. #26
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    Zitat Zitat von OliverT Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist es in einer SV Situation ja auch besser, wenn du da bei jemandem eher einen knock down statt knock out verursachst.
    wieso denn ?
    ich habe keine signatur

  12. #27
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    SV kann auch gut ohne beides funktionieren.

  13. #28
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    Zitat Zitat von OliverT Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist es in einer SV Situation ja auch besser, wenn du da bei jemandem eher einen knock down statt knock out verursachst.
    Mir persönlich wäre im Zweifel beides recht, glaube ich.
    Davon abgesehen wäre ein Leber-, oder allgemein Körperhaken, eher nicht meine erste Wahl.
    (Mal angenommen, man hat in der SV sowas wie eine bewusste Wahl)

    Zitat Zitat von C-MO Beitrag anzeigen
    wieso denn ?
    Ich denke mal, er bezieht sich hier auf sowas wie Legalität, Verhältnismäßigkeit, Eindruck auf eventuelle Zeugen etc….

    Zitat Zitat von hopihallido Beitrag anzeigen
    SV kann auch gut ohne beides funktionieren.
    Natürlich. Aber im Ernstfall kommt es halt, wie’s kommt. Man darf da nicht zu wählerisch sein

  14. #29
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    Zitat Zitat von Tor Ben Beitrag anzeigen



    Ich denke mal, er bezieht sich hier auf sowas wie Legalität, Verhältnismäßigkeit, Eindruck auf eventuelle Zeugen etc….


    ich persönlich finde dass diese dinge einem im moment der situation egal sein sollte solange man nicht versucht den angreifer umzubringen . sonst steht man sich selbst nur im weg

    in einer sv situation die auch mit adrenalin usw einhergeht gibt es kein platz für "oh ich werde ihn nur versuchen runterzuknocken und will ihn nicht ausknocken" ....am ende kann es nämlich sein dass derjenige bist der bewusstlos aufm boden liegt weil du an legalität und zeugen gedacht hast
    ich habe keine signatur

  15. #30
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    Für sowas trainiert man ja, um Bewegungen zu automatisieren und einzuschleifen. Warum sollte ich das mit Körpertreffern nicht genauso machen können, ohne dann groß drüber nachzudenken?

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