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Thema: Anfrage journalistisches Projekt: Kampfsport und Frauen mit Gewalterfahrung

  1. #1
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    Standard Anfrage journalistisches Projekt: Kampfsport und Frauen mit Gewalterfahrung

    Hallo an alle Kampfsportbegeisterten, derzeit arbeiten wir an einer Reportage für unser Abschlussprojekt an der Uni Passau zum Thema Kampfsport als Bewältigungsstrategie in der psychosozialen Arbeit.
    Unser Fokus soll dabei auf Frauen liegen, die sexualisierte Gewalt erfahren haben und mithilfe von Kampfsport ihren Stolz und ihre individuelle Selbstbestimmung wiederfinden.
    Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr uns bei der Recherche unterstützen könnt! Falls ihr Kontakte, Informationen oder Anregungen dazu habt, lasst es uns gerne wissen.
    Vielen Dank und liebe Grüße,
    Jule und Anna

  2. #2
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    Standard Anfrage journalistisches Projekt: Kampfsport und Frauen mit Gewalterfahrung

    Hallo an alle Kampfsportbegeisterten, derzeit arbeite ich mit einer Mitstudierenden an einer Reportage für unser Abschlussprojekt an der Uni Passau zum Thema Kampfsport als Bewältigungsstrategie in der psychosozialen Arbeit.
    Unser Fokus soll dabei auf Frauen liegen, die sexualisierte Gewalt erfahren haben und mithilfe von Kampfsport ihren Stolz und ihre individuelle Selbstbestimmung wiederfinden.
    Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr uns bei der Recherche unterstützen könnt! Falls ihr Kontakte, Informationen oder Anregungen dazu habt, lasst es uns gerne wissen.
    Vielen Dank und liebe Grüße,
    Jule und Anna

  3. #3
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    Ihr könntet hier zum Start fündig werden. Da gibt es auch Literatur.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Wendo

    Hier gibt es noch etwas, das vom EU-Parlament herausgegeben worden ist:

    https://repository.londonmet.ac.uk/1479/

    Vielleicht finden sich darin ja Quellen für euren Ansatz.

    Im allgemeinen bietet sich vermutlich Recherche in den Gender Studies an.

  4. #4
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    Ein sehr wichtiges, auch spannendes, aber auch (zu) weites Feld - drücke euch die Daumen und wünsche gutes Gelingen

    Ich halte mich mal kurz:

    Was mir als erstes einfällt, ist ein Buchkapitel von Sylvia Burrow aus Graham & Priest 2014 (Obacht: Auf der Webseite sind die Abstracts um eins nach hinten verschoben und stimmen nicht), das mE einen Blick wert sein könnte.

    Was sexual assault - ich weiß, sexualisierte Gewalt ist breiter gefasst und müsste skizziert werden - und SV angeht, ist das 2014er Themenheft von Violence against Women immer noch aktuell und sehr gut.
    Dann ist im Kontext Frauen-SV das psychologische Konzept der Selbstwirksamkeitserwartung nach Albert Bandura - u.a. von ihm selbst mit Elizabeth Ozer 1990 - erhoben/erforscht worden.

    Zu guter Letzt:
    Kampfsport in psychosozialer Arbeit bzw Stolz und Selbstbestimmung lese ich mal als Frage nach positiven psychosozialen Effekten. Um falsche, da überspringend-vereinfachende Kurzschlüsse und Kampfsportzuschreibungen zu vermeiden, mag ich wärmstens die Arbeiten um Vertonghen & Theeboom (v.a. 2010 bis 2013) zu ‚intermediate factors‘ empfehlen zu beachten.

    All das könnte evtl bei der Unterfütterung der Reportage helfen.
    Und: Darf ich fragen, was für ein Dtudiengang (Abschlussprojekt und Reportage lässt mich an Film-/Medienwissenschaften oder Journalismus denken.

    Schöne Grüße
    Alex
    Geändert von KK-Baghira (27-04-2024 um 23:47 Uhr)
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  5. #5
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    Hallo in die Runde,

    Das hier:
    Kampfsport als Bewältigungsstrategie in der psychosozialen Arbeit.
    Habe ich mal Live in einem KravMaga-Training mitbekommen. Die junge Frau wurde im Training, als es um Waffen ging, getriggert und der zum Glück sehr gut geschulte Trainer wusste sofort damit umzugehen. Er hat sie isoliert (von allen Trainingsumständen und vor fremden Blicken). Sie bekam Gelegenheit sich zu beruhigen und fand sogar zurück ins Training.

    Warum ich das schreibe?
    Es werden alte Wunden aufgerissen. Eure Suche nach Teilnehmerinnen wird dadurch immens erschwert. Dennoch wollte ich euch einen Hinweis geben. Im Rahmen von seriösen Selbstverteidigungstrainings, wird es sehr wahrscheinlich Frauen geben, die von Bedrohungsszenarien zu berichten wissen. ABER: Nur ein verschwindend geringer Teil hat die von euch gesuchte sehr spezielle Form "sexualisierter Gewalt" erlebt, weil nur sehr wenige in den Modus "Kampf" finden und diesen dann in einem Training lernen wollen.

    Hinzu kommt, dass sich so eine schlimme Sache nur selten wiederholt und ein Kampfsporttraining deshalb eigentlich keine Lösung ist, es sei denn es hilft zur Bewältigung.

    Daher wollte ich fragen, wie ihr das genau definiert?

    Ich wünsche euch in JEder Hinsicht viel Erfolg!
    Geändert von LahotPeng (28-04-2024 um 18:00 Uhr)

  6. #6
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    Vielen Dank für die Infos!

  7. #7
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    Hallo Alex,
    danke für die Infos, da werden wir uns mal einlesen! Wir studieren Journalistik und strategische Kommunikation und das Projekt ist Teil unserer Bachelorarbeit. LG

  8. #8
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    Erstmal danke für deinen Input!
    Wir möchten uns auf Frauen fokussieren, die Kampfsport nutzen, um ihr Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Es geht uns also nicht um die reine Prävention von Gewalttaten, sondern um die therapeutische Aufarbeitung von vergangenen Taten.
    LG

  9. #9
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    Zitat Zitat von annak2000 Beitrag anzeigen
    Erstmal danke für deinen Input!
    Wir möchten uns auf Frauen fokussieren, die Kampfsport nutzen, um ihr Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Es geht uns also nicht um die reine Prävention von Gewalttaten, sondern um die therapeutische Aufarbeitung von vergangenen Taten.
    LG
    Möglicherweise müsst ihr euch da einfach nach und nach durch diverse Schulen und Trainer durchtelefonieren. Evtl. können euch auch NGOs wie der weiße Ring Adressen von entsprechenden Trainern nennen (ganz sicher werden die nicht Kontaktdaten von Frauen nennen, die diesen Bedarf hatten und/oder dort gedeckt haben).

    Ich habe vor diversen Jahren tatsächlich mitbekommen, dass in der privaten Kampfsportschule, in der ich damals war, der Trainer eine Frau mit einschlägigen Erfahrungen wehrhaft(er) gemacht hat. (1 zu 1 Training.) Die waren in einem separaten Raum zugange. Aber die Tatsache, dass er da mit Vollschutz reinging, und die Geräuschkulisse aus diesem Raum ließen mich vermuten, dass die da keine Stuhlkreisübungen gemacht haben. Fand und finde ich gut. Kann aber nicht sagen, ob es so ein Angebot häufiger gibt.

    Viel Erfolg!

  10. #10
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    Hallo Jule & Anna,
    na dann drücke ich euch die Daumen.

    Wie gesagt - das Thema ist ebenso hochspannend wie hochkomplex - im US-amerikanischen Raum wären für Women's Self-Defense ggü. sex. Gewalt noch Schriften/Arbeiten wie die von Martha McCaughey oder Jocelyn Hollander nützlich - beide schätze ich sehr.

    Einen schönen Abend und gutes Gelingen - bei Fragen einfach hier oder per Mail melden ^^
    Alex
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  11. #11
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    @annak2000:

    Ich bin gerade hierauf gestoßen:

    Ball, K., & Martin, J. (2012). Self-defense training and traditional martial arts: Influences on self-efficacy and fear related to sexual victimization. Sport, Exercise, and Performance Psychology, 1(2), 135–144. https://doi.org/10.1037/a0025745
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  12. #12
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