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Thema: FMA Stile ähnlich Serrada und Balintawak

  1. #31
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    Zitat Zitat von F. Büchner Beitrag anzeigen
    der für mich wichtigste aspekt ist, dass ich die person, den schüler, seine psyche gut "kennen" muß,
    bevor ich ihm die kürzesten, direktesten wege aufzeige.
    ich bereite ihn drauf vor, technik ,schrittarbeit, verschiedene attribute etc...
    nur die aufschlüsselung kommt später ...oder nie
    Hallo, ich wollte das hier erwähnte nochmal aufgreifen, weil ich eine völlig andere Sichtweise habe. Aber, natürlich soll es jeder nach seiner Facon machen; ich will niemand überzeugen und vor allem Frank nicht vor den Kopf stossen; ich hoffe dass mich alle richtig verstehen.

    Der Kampf mit Schwert und Stock spielt ja in unserer Gesellschaft keine Rolle meher und für den Fortbestand meine Familie/Linie hat ein Wissensvorsprung im Klingenkampf keien Bedeutung mehr; hier in der Schweiz hätte ausserdem sowieso fast jeder eine Schusswaffe zuhause, wenn es darauf ankäme.
    Die Kunst ist lang und kurz ist unser Leben!
    Gut zu werden und die Kunst dann letzten Endes in ihrer Tiefe auszuloten ist sowieso schon schwer genug und nur den wenigsten vergönnt. Zumindest sollte das Training möglichst optimal sein und das ist es meiner Meinung nach nur wenn der Trainierende zu jeder Zeit genau weiss weshalb er was tut - keine Geheimnisse, sondern Klarheit! Von der ersten Minute an uncodiert und direkt. Insgesamt gibt es so viele Details, die kann eh niemand innerhalb weniger Jahre erfassen und richtig einordnen; selbst mit einem guten Mentor.

    Die einzige Ausnahme für mich ist der (eigentliche) Messerkampf; weil dies im kriminellen Milieau noch eine Rolle spielen könnte.

    Allerdings muss ich halt auch dazu sagen, dass meine Situation ja auch etwas speziell ist: ich habe ultra wenig Trainignspartner, die von mir lernen und das liegt halt auch daran, dass ich auch sehr wälerisch war und einige abgewiesen habe.

    Ihr könnt mich gerne kritisieren oder aufzeigen, was gegen meine Sichtweise spricht, ich bin da offen, aber halt auch ehrlich.

  2. #32
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    Zitat Zitat von QuiRit Beitrag anzeigen
    Hallo, ich wollte das hier erwähnte nochmal aufgreifen, weil ich eine völlig andere Sichtweise habe. Aber, natürlich soll es jeder nach seiner Facon machen; ich will niemand überzeugen und vor allem Frank nicht vor den Kopf stossen; ich hoffe dass mich alle richtig verstehen.

    Der Kampf mit Schwert und Stock spielt ja in unserer Gesellschaft keine Rolle meher und für den Fortbestand meine Familie/Linie hat ein Wissensvorsprung im Klingenkampf keien Bedeutung mehr; hier in der Schweiz hätte ausserdem sowieso fast jeder eine Schusswaffe zuhause, wenn es darauf ankäme.
    Die Kunst ist lang und kurz ist unser Leben!
    Gut zu werden und die Kunst dann letzten Endes in ihrer Tiefe auszuloten ist sowieso schon schwer genug und nur den wenigsten vergönnt. Zumindest sollte das Training möglichst optimal sein und das ist es meiner Meinung nach nur wenn der Trainierende zu jeder Zeit genau weiss weshalb er was tut - keine Geheimnisse, sondern Klarheit! Von der ersten Minute an uncodiert und direkt. Insgesamt gibt es so viele Details, die kann eh niemand innerhalb weniger Jahre erfassen und richtig einordnen; selbst mit einem guten Mentor.

    Die einzige Ausnahme für mich ist der (eigentliche) Messerkampf; weil dies im kriminellen Milieau noch eine Rolle spielen könnte.

    Allerdings muss ich halt auch dazu sagen, dass meine Situation ja auch etwas speziell ist: ich habe ultra wenig Trainignspartner, die von mir lernen und das liegt halt auch daran, dass ich auch sehr wälerisch war und einige abgewiesen habe.

    Ihr könnt mich gerne kritisieren oder aufzeigen, was gegen meine Sichtweise spricht, ich bin da offen, aber halt auch ehrlich.
    ich kann jetzt ebenfalls - für den widerspruch - ein machen. das sind halt die zwei möglichkeiten, die ein für und wieder haben. beides ist nicht "falsch", aber es zeigt halt zwei verschiedene ... nennen wir es mal einstellungen und worauf man als trainer wert legt. ich könnte übrigens auf deine aussage hin sagen, dass das "nicht entschlüsseln" und das NICHT-gehen der
    kürzesten, direktesten wege
    ja bedeutet, dass auch entsprechend viel mehr mit attribute aufbauenden, ritualisierten trainingsformen (flowdrills, messer-spielereien usw.) gearbeitet wird und dass es GENAU DAS ist, was die meisten leute wollen. dann würde man auf diese art mehr schüler bekommen und damit auch mehr leute, mit denen man ernsthafter zu tun haben möchte und die dann die "schlüssel" bekommen, womit die qualitätssicherung in einem "stil" oder einer "linie" eher gewährleistet wäre.
    "I prefer them to be awake when I severe their arms and beat them to death with it." Maul Mornie und sein Verhältnis zu k.o.s

  3. #33
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    Zitat Zitat von amasbaal Beitrag anzeigen
    ch könnte übrigens auf deine aussage hin sagen, dass das "nicht entschlüsseln" und das NICHT-gehen der ja bedeutet, dass auch entsprechend viel mehr mit attribute aufbauenden, ritualisierten trainingsformen (flowdrills, messer-spielereien usw.) gearbeitet wird und dass es GENAU DAS ist, was die meisten leute wollen. dann würde man auf diese art mehr schüler bekommen und damit auch mehr leute, mit denen man ernsthafter zu tun haben möchte und die dann die "schlüssel" bekommen, womit die qualitätssicherung in einem "stil" oder einer "linie" eher gewährleistet wäre.
    Danke für Deine Stellungnahme zu dem kurzen Exkurs amasbaal.
    Ob weniger Attibute geschult werden, wenn man den "direkten Weg" geht, das muss ich mir erstmal durchdenken ... generell empfehle ich ja jedem einen offenen Geist zu behalten, sich einen breiten (eignen) Überblick zu verschaffen und letztendlich nicht nur seinen eigenen Weg zu gehen, sondern seine eigene Entwicklung auch ein Stück weit in die eigene Hand zu nehmen. Ich musste übrigens etwas schmunzeln, bei Deinenem "Rataschlag" zum Gruppen-/Schulmanagement, weil, obwohl es sich für mich im ersten Moment nicht sehr intuitiv liest, das die gleiche Beurteilung ist, welche mein Mentor im Inosanto Kali getroffen hat, der ebenfalls x Jahrzehnte Erfahrung im Teaching hat.

  4. #34
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    Zitat Zitat von QuiRit Beitrag anzeigen
    Hallo, ich wollte das hier erwähnte nochmal aufgreifen, weil ich eine völlig andere Sichtweise habe. Aber, natürlich soll es jeder nach seiner Facon machen; ich will niemand überzeugen und vor allem Frank nicht vor den Kopf stossen; ich hoffe dass mich alle richtig verstehen.

    Der Kampf mit Schwert und Stock spielt ja in unserer Gesellschaft keine Rolle meher und für den Fortbestand meine Familie/Linie hat ein Wissensvorsprung im Klingenkampf keien Bedeutung mehr; hier in der Schweiz hätte ausserdem sowieso fast jeder eine Schusswaffe zuhause, wenn es darauf ankäme.
    Die Kunst ist lang und kurz ist unser Leben!
    Gut zu werden und die Kunst dann letzten Endes in ihrer Tiefe auszuloten ist sowieso schon schwer genug und nur den wenigsten vergönnt. Zumindest sollte das Training möglichst optimal sein und das ist es meiner Meinung nach nur wenn der Trainierende zu jeder Zeit genau weiss weshalb er was tut - keine Geheimnisse, sondern Klarheit! Von der ersten Minute an uncodiert und direkt. Insgesamt gibt es so viele Details, die kann eh niemand innerhalb weniger Jahre erfassen und richtig einordnen; selbst mit einem guten Mentor.

    Die einzige Ausnahme für mich ist der (eigentliche) Messerkampf; weil dies im kriminellen Milieau noch eine Rolle spielen könnte.

    Allerdings muss ich halt auch dazu sagen, dass meine Situation ja auch etwas speziell ist: ich habe ultra wenig Trainignspartner, die von mir lernen und das liegt halt auch daran, dass ich auch sehr wälerisch war und einige abgewiesen habe.

    Ihr könnt mich gerne kritisieren oder aufzeigen, was gegen meine Sichtweise spricht, ich bin da offen, aber halt auch ehrlich.


    moin,
    so schnell fühle ich mich nicht aufn schlips getreten.
    und deine meinung ist genauso viel wert wie jede andere.
    früher hatte ich auch so gedacht, aber dann kam lebenserfahrung dazu.
    u.a. ,dass ich "dinge" vor gericht diskutieren mußte und, ein anderer fall, von einem bestimmten verband nicht mehr zum geben von seminaren eingeladen werden werde,
    weil ich "kurze wege" und realität aufzeigte.
    btw , waren alles schwarzgurte.
    entstanden außerdem anwaltskosten.
    hätte es in verschiedenen "geschichten" videos, oder aussagen von mir gegeben, die man fehlinterpretieren könnte, wären andere ausgänge möglich gewesen.

    ein weiterer aspekt,
    es trainieren viele menschen über jahrzehnte, mußten in übersee mit ihren trainern vertrauen aufbauen, loyalität beweisen,
    haben viel zeit, urlaube in düsteren vierteln verbracht, ein kleines vermögen investiert und dann kommt einer in die tür,
    der erwartet, dass man ihm in vier kostenlosen probe trainings die essence aus 2,4 oder 5 jahrzehnten des trainings vermittelt.
    der gründet dann seine eigene gruppe mit ner lustigen legende, wo er seine "geheimnisse" her hat.
    selbst ein inosanto sagte mal sinngemäß : "natürlich zeige ich nicht meine "letzte" technik, oder das komplette larga mano , denn wir bilden unsere eigenen killer aus"
    eine einstellung die viele pilipinos teilen.

    anderer aspekt
    drills, bewegungsmuster etc.
    da entscheiden anfänger oderleute aus anderen systemen was überflüssig ist, oder zu verspielt sei.
    train the drill - forget the drill
    sicher nicht alle, aber die meisten drills und übungen haben sinn-zweck-ziel.
    muß man das gleich jedem vollumfänglich erklären ? nein.
    außerdem trägt es heute immer wieder zu meinem amusement bei, wenn ich mißverstandene drills in der tube sehe , die von ahnungslosen interpretiert werden.
    weitermachen.

    noch ein aspekt
    vielleicht möchte jemand mit seinem unterricht geld verdienen.
    dann mußich auch wünschen der schülerschaft folgen.
    die lieben viel stoff, lieben flow drills, die lieben bunte gürtel und die daran erkennbare "hierachie" etc.
    mit gürteln bindet man schüler.
    auch geheimniskrämerei hilft mitunter.


    und mal ehrlich, alle schreien open minded, realistisch, sparring , hartes training, no ranks , bla bla bla
    ist es dann soweit, stehst du da mit 2-3 leuten , anstelle der 20 sonst.
    und dieses open minded wird ja auch eher als einbahnstrasse gesehen.



    grüße, frank

  5. #35
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    Dank Dir für die ausführliche Antwort Frank.

    Einiges ist ja sonnenklar und es schimmert so durch dass meine Sichtweise vielleicht nicht ganz so exotisch für naive FMA "Greenhorns" ist; vielleicht gab es die gleiche Diskussion hier ja auch schon x- mal; hier im KKB bin ich ja auch noch nicht so super erfahren. Ich hatte halt mal mit dem anderen Extre Kontakt: ich war insgesamt so ca 15 Jahre in der EWTO (bei einem Super Schulleiter und Sifu!) und vielleicht schlage ich da sinuskurvenartig einfach automatisch in die Gegenrichtung.

    Dass andere Weggefährten oder Schüler (der Begriff ist vielleicht unpassend, bei dem, was ich mache) die "Kunst" nicht in gleichem Masse wertschätzen wie ich und eben dieses besagte Vermögen, nicht nur an Geld, sondern auch an Zeit und Aufwand rein investieren, damit habe ich mich abgefunden. Das sehe ich in etwa so wie mit meinem Freund, diesem Musik- Freak, der irrsinnssummen in Platten investiert und dessen, von Hand zusammengebaute Anlage mehr gekostet hat, als ein Mittelklassewaten: ich geniesse das sehr bei ihm Musik zu hören; sehr cooles Erlebnis, aber ich schätze es halt nicht annähert in gleichem Masse, wie er, bin mit weniger zufrieden und würde nur einen winzigen Bruchteil selbst investieren.

    Naja, ich will den Thread jetzt auch nicht weiter ins Off Topic ziehen, aber diese eine Frage noch: nach der Anspielung frage ich mich natürlich schon, was da los war mit gerichtlichen Auseinandersetzungen- diese Gerichtsprozesse hatte mit deiner Trainingsweise/Einstellung zu tun, oder waren die nur ein anderer Faktor, welcher zu einer insgesamt härteren Einstellung führte? Also, wenn du mich da aufklären willst (wenn Du willst auch gerne per PM; ohne Namen zu nennen - ich schweige wie ein Partisan).

    Ebenfalls Grüsse und gute Nacht

  6. #36
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    und mal ehrlich, alle schreien open minded, realistisch, sparring , hartes training, no ranks , bla bla bla
    ist es dann soweit, stehst du da mit 2-3 leuten , anstelle der 20 sonst.
    Als jemand der im laufe der Jahre bei Frank schon viele Mittrainierende kommen und gehen gesehen hat kann ich das leider nur bestätigen.
    Viele finden scheinbar Drills die fließen motivierender. Wie oft wollten neue "häufiger Sparring machen!" nur damit man dann nach 2-3 Terminen im Sparring doch wieder mit den selben 4 Leuten stehen und die die am liebten Jede Woche Sparren wollten immer dann wenn Sparring ist leider verhindert sind. Wie viele von den Leuten die das Ganze anwendbar und unter Stress automatisiert bekommen wollen sind am ende wirklich bereit die dafür Nötigen Wiederholungen der Grundlagen zu trainieren?

    Und aus meiner Beobachtung: Mehr Drills und Flow heißt ja nicht das Frank die Drills zum verspielten Selbstzweck verkommen lässt. Es ist halt scheinbar ein für viele sich besser anfühlender weg Attribute und Dinge aus zu trainieren. (Ein anderer Weg zum eigentlichen Ziel.) Ich habe bisher bei allen Drills vermittelt bekommen wofür wir den jeweils machen und was die Dinge sind die ich bewusst in dem Drill trainieren will. Als verspielt würde ich uns auf jeden Fall nicht bezeichnen.
    Geändert von Smals (09-07-2024 um 10:18 Uhr)

  7. #37
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    Zitat Zitat von Smals Beitrag anzeigen
    Als verspielt würde ich uns auf jeden Fall nicht bezeichnen.
    ... das hätte ich auch sicher nicht erwartet.

    Die Konstellationen - auch in Bezug auf Sparring - die Du beschreibst, kenne ich gut; jetzt halt nicht von den FMA her, aber ist in anderen Disziplinen ähnlich. Inzwischen glaube ich tatsächlich, dass meine "andere" Einstellung an mangelnder Erfahrung im "Schulbetrieb" liegt und daran, dass ich auf den Philis aus verschiedenen Gründen auch einfach "Glück" mit, mir gegenüber sehr offenen Kontakten hatte.

    Das scheint zwar jetzt wie jede Menge OFF- Topic, aber tatsächlich glaube ich, dass diese Diskussion für den TE und seine eigentliche Fragestellung (er sucht ja nach etwas, das er aber nicht so leicht finden kann) recht wertvoll sein kann.

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