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Thema: Verteidigung gegen Messerangriffe:

  1. #1
    Registrierungsdatum
    12.06.2005
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    Stockton (state of shock)
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    6.017

    Standard Verteidigung gegen Messerangriffe:

    Selbstverteidigung gegen Messerangriffe:- Christian Braun
    „Nicht für die Straße geeignet, 11. Januar 2006
    Rezensentin/Rezensent: Rezensentin/Rezensent aus München Deutschland
    2Punkte für die hübschen Bilder und den Preis. Der Inhalt läßt sehr zu wünschen übrig. Der Autor erklärt kurz die Arbeitsweise des Gehirns und leitet daraus Ratschläge für das Training ab. Ich hab mit einem Mediziner darüber gesprochen. Es ist einfach gesagt Unsinn was er da schreibt. Der Autor tut so als ob der Messerangreifer nur aus Arm und Messer besteht. Er spielt sich nur mit dem Messerarm, oft in mehreren aneinandergereihten Aktionen, dabei tanzt er um den Angreifer herum, während der stillsteht und zuschaut. Was verwunderlich ist, er krümmt dem Angreifer kein Haar dabei, entwaffnet ihn und fixiert ihn schließlich am Boden. An einer Stelle des Buches braucht er dafür 12 Aktionen. Man kann das in einem Wort zusammenfassen: Ballroom dancing. Für mehr taugt das auch nicht. Seine Techniken, Vorgehensweisen und Ratschläge sind wenig durchdacht und beruhen meiner Meinung nach auf Wunschdenken und schlampigen Fehlinterpretationen. Er macht sich nicht die Mühe seine Behauptungen wirklich zu belegen. Wer sich als Normalbürger gegen einen Messerangriff behaupten möchte sollte das Krav Maga Buch über die Selbstverteidigung gegen Angriffe mit Waffen lesen. Die Israelis spielen sich nicht mit dem Angreifer. Die schalten ihn aus, ohne Verzierungen, ohne Spielereien, hart, einfach und schnell. Für noch besser halt ich das Buch von Hock Hochheim: "Unarmed versus the knife". Dieser Autor läßt sich nicht von irgendwelchen Modekampfkünsten beeinflussen. Er beschränkt sich auf das Wesentliche und Vernünftige. Er gibt der friedfertigen Frau oder Mann auf der Straße eine Sicherheit und eine Erfolgsaussicht, die ich in anderen Büchern vermisse. Zu mir selber: Ich trainiere seit 32 Jahren Taekwon Do, bin TKD Lehrer seit 25 Jahren und geb Selbstverteidigungskurse für Frauen.“
    Quelle: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASI...390117-4092265

    Chisau`s Meinung: Gerade weil es um SV geht, und ein Messerangriff absolut lebensgefährlich ist, kritisiere ich dieses Buch heftig. Zu verspielt, der „Selbstverteidigungssport“ steht im Vordergrund , die realistische Umsetzung aber leidet darunter. Deshalb schließe ich mich obiger Leserrezension weitestgehend an, die anderen oben genannten Bücher kenne ich nicht und kann mir kein Urteil darüber erlauben.
    @Den Buchautor: Finde dein grappling Buch sehr gut und würde es weiterempfehlen, die SV gegen Messerangriffe halte ich aber für absolut misslungen. Nix für ungut. Sorry.

    Eure Meinung zur Verteidigung gegen Messerangriffe bzw. diesem Buch?
    Es sollten sich in diesem Forum einige Leute befinden ,die wirklich Ahnung davon haben.

  2. #2
    Twist Gast

    Standard

    Hmm.. habe das Buch leider nicht gelesen, aber die 'Erfahrungen' ("Ich trainiere seit 32 Jahren Taekwon Do, bin TKD Lehrer seit 25 Jahren und geb Selbstverteidigungskurse für Frauen.") des Schreibers sind nicht unbedingt geeignet, ihm Glauben zu schenken.

    TKD und Selbstverteidigung hat ja eigentlich nix in einem Satz zu suchen.. und SV-Kurse für Frauen sind zu 99% Augenwischerei.

  3. #3
    Registrierungsdatum
    14.12.2005
    Beiträge
    2.986

    Standard

    Wenn man einmal Messer(abwehr)training gemacht hat, müsste jedem klar sein wie gefährlich ein Messer ist. Da reichen ein paar milimeter ......

    ----
    I Love Schiuschitsu

  4. #4
    Sam Fisher Gast

    Standard

    Macht es doch einfach mal mit nem Gummimesser. Der Angreifer kooperiert nicht, sondern versuch euch einfach fertig zu machen.

    Wenn ihr es bei zehn Durchgängen einmal schafft ihn zu überwienden und ihm das Messer abzunehmen ohne nenenswerte eigene Treffer, seit ihr richtig richtig richtig gut.

    Meine Erfahrung:
    Entwaffnungeng klappen nie. Ich muss den Arm kontrolllieren und sofort Druck ausüben und den Angreifer zu Boden bringen. Um dies zu bewerkstelligen benutze ich zwei Aufnahmen. Ende

    Wenn erst mal der braune Stift in der Hose mahlt, ihr randvoll mit Adrenalin seit....ist eure Feinmotorik hinüber. Alles was kompliziert ist geht nicht. Ist nur Spielkram!

  5. #5
    Branco Cikatic Gast

    Standard

    Eine Messerabwehr würde ich auf der Strasse nie machen
    bzw. habe ich nie versucht! Meine Taktik ist es zu versuchen das
    Messer, wenn es gerade gezogen worden ist wegzutreten,
    sollte das Messer schon gezogen worden sein auszuweichen und
    zu konternoder der Messerangreifer mit einem Einzelschlag anzuknocken
    um nachzusetzen, dass hat in den 3 Fällen die ich mich gegen einen
    Messerstecher verteidigen musste immer gut funktioniert.

  6. #6
    Twist Gast

    Standard

    Du trittst ein Messer weg???

    Hmm.. Man sollte WaLo vs. Messer am besten garnicht diskutieren.. da kann man problemlos jede 'Abwehr' kritisieren, weil keine wirklich sicher funktioniert..

  7. #7
    Lederfuß Gast

    Standard

    Yep!
    Über den Daumen gepeilt heißt es: WaLo vs. Messer = 5 % ErfolgsCHANCEN, die man zwar auch trainieren kann, um sie für den (nicht mehr zu umgehenden) Notfall - bei einem hoffentlich ungeübten Angreifer - auszureizen und voll nutzen zu können... aber der Rest? Ich habe Polizeifotos von Messerverletzungen gesehen und die lassen mich bis heute nicht mehr in Ruhe...

    ...wirklich böse Sache...
    Geändert von Lederfuß (06-04-2006 um 01:18 Uhr)

  8. #8
    Stoffel Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Lederfuß
    Yep!
    Ich habe Polizeifotos von Messerverletzungen gesehen und die lassen mich bis heute nicht mehr in Ruhe...

    ...wirklich böse Sache...
    Die Bilder habe ich auch gesehen...... Echt übel was man mit nem Messer anrichten kann.

  9. #9
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    Standard

    Zitat Zitat von Twist
    Du trittst ein Messer weg???

    Hmm.. Man sollte WaLo vs. Messer am besten garnicht diskutieren.. da kann man problemlos jede 'Abwehr' kritisieren, weil keine wirklich sicher funktioniert..
    wegtreten bzw. die beine als offensive defensivwaffe einzusetzen geht durchaus...


    zum rest: da stimm ich dir vollkommen zu!
    Balintawak goes CrossFit: http://www.balintawakstuttgart.com/

  10. #10
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    Beiträge
    3.650

    Standard

    Jo, ihr habt ja alle irgendwo recht, aber darum gings in dem Thread auch gar net.

    Vielleicht könnte sich mal Jemand äussern der das Buch vom Christian gelesen hat, damit wir wieder on-Topic sind...

  11. #11
    TacHead Gast

    Standard

    Hmmm, die anderen Bücher von Christian finde ich auch besser, aber die eingangs zitierte Rezension finde ich unangebracht. Das Buch hat (wie jedes) Stärken und Schwächen.
    Zu den Stärken: Es gibt kaum Literatur drüber und im Vergleich mit der vorhandenen Literatur sind die Bilder anschaulich und die Bewegungsabläufe verständlich. Außerdem wird eine enorme Stoffmenge weitestgehend voraussetzungslos präsentiert, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist absolut fair.
    Zu den Schwächen (wenn man es so sehen will): Behandelt werden hauptsächlich festgelegte Angriffe und Drillformen, das Buch bleibt sehr stark auf einer technischen Ebene - es fehlt die Anwendung, das Szenario-Training etc. Insofern würde der Titel "Trainingsformen zur Messerabwehr" m.E. besser passen. Man merkt dem Buch an, dass der Autor (hauptsächlich) aus dem Ju-Jutsu und IKAEF-System kommt, wo ja seit längerer Zeit ein reger Austausch stattfindet (den ich sehr begrüße), folgerichtig wird auch primär diese Zielgruppe mit den vorherrschenden Trainingsinhalten bedient.
    Fazit: wenig SV, aber viel Technik drin - auf jeden Fall kein Fehlkauf.

  12. #12
    Diokletian Gast

    Standard

    Viel Technik - Wenig SV! Kinderschokolade...!

  13. #13
    juerschue Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Twist
    Hmm.. habe das Buch leider nicht gelesen, aber die 'Erfahrungen' ("Ich trainiere seit 32 Jahren Taekwon Do, bin TKD Lehrer seit 25 Jahren und geb Selbstverteidigungskurse für Frauen.") des Schreibers sind nicht unbedingt geeignet, ihm Glauben zu schenken. TKD und Selbstverteidigung hat ja eigentlich nix in einem Satz zu suchen.. und SV-Kurse für Frauen sind zu 99% Augenwischerei.
    @Twist
    Auch wenn ich heute kein TKD mehr mache, aus meiner Zeit vor "Jahrzehnten" habe ich noch sehr gute Leute in Erinnerung, die durchaus ein Wort im Bereich SV mitreden können. Weiterhin weisst Du nicht, was und wie "Chisau" SV in seinen Kursen unterrichtet. Deine Assoziation mit "Augenwischerei" halte ich etwas für verfrüht. Das heisst nicht, dass es keine Scharlatane in diesem Bereich gibt, aber erst einmal gestehe ich der Chisau ein, Erfahrungen in diesen Bereichen zu haben.

    @Buchkritik
    Habe letzte Woche die 3 Bücher von Christian bekommen und halte sein "Grappling Buch" für gelungen (muss ich als Laie sagen, da ich Grappling und Bodenkampf nur am Rande kenne). Hat mich doch zum Nachdenken gebracht und ich habe mir vorgenommen - wenn es zeitlich irgendwie passt - doch mit Bodenkampf anzufangen.

    Was mir beim ersten Durchblättern der anderen beiden Bücher (Stock & Messer) aufgefallen ist, dass die Herangehensweise bei "Stick Fighting" und seinem "Messer" Buch (Aufmachung, Erklärungen etc.) sehr ählich sind und die fundamentalen Unterschiede zwischen Messer und Stock hätten deutlicher herausgearbeitet werden können (beim Messer darf man keinen Fehler machen, beim Stock schon mal, ein Stockhieb auf den Oberschenkel kann man verdauen, aber ein Messerstick oder -schnitt sieht das schon anders aus).

    Was mir z.B. fehlt, ist nicht durch das Vorstellen der Bewegungslehre (V-Schritt "female" und "male" etc.), sondern auch eine deutliche Erklärung, warum sich diagonal bewegt wird, warum sich manchmal in den Angreifer hinein bewegt wird (Distanzverkürzung beim Stock, um die Schlagwirkung zu mildern) oder bewusst aus dem Gefahrenbereich hinaus bewegt wird.

    Beim "Stock"-Buch fehlt mir, dass nicht deutlich wird, wie der V(erteidiger) in die Distanz kommt, dass er blocken, abfangen, fegen (Richtung verändern) etc. kann. Hier blockt der V(erteidiger) auf der Hand oder hinter dem Punio, aber wie er dorthin gelangt, dass kann ein Anfänger nicht verstehen.

    Die beiden Bücher über Stock & Messer sind dann in ihrer Konzeption doch mehr für Leute aus der "Szene" gedacht, denn ein Anfänger kann die gezeigten Techniken nicht so einfach nachvollziehen.

    D.h. mein Kritikpunkt ist, das Christian sein Buch für Anfänger und Fortgeschrittene geschrieben hat, aber man muss schon einige Zeit in der FMA Szene sein, um wirklich die Bilder- und Technikenreihenfolge nachzuvollziehen, d.h. die Zielsetzung "Anfänger" ist nicht OK so.

    Was man erst einmal zugute halten muss, ist der Versuch, Literatur auf Deutsch vorzustellen und Techniken, Technikabfolgen zu zeigen.

    Gruss
    Juerschue

  14. #14
    sumbrada Gast

    Standard

    @Twist
    Auch wenn ich heute kein TKD mehr mache, aus meiner Zeit vor "Jahrzehnten" habe ich noch sehr gute Leute in Erinnerung, die durchaus ein Wort im Bereich SV mitreden können. Weiterhin weisst Du nicht, was und wie "Chisau" SV in seinen Kursen unterrichtet. Deine Assoziation mit "Augenwischerei" halte ich etwas für verfrüht. Das heisst nicht, dass es keine Scharlatane in diesem Bereich gibt, aber erst einmal gestehe ich der Chisau ein, Erfahrungen in diesen Bereichen zu haben.
    Mit Erfahrung im TKD war wohl kaum die Chisau gemeint.

  15. #15
    Joergus Gast

    Standard

    ZITAT: "Was verwunderlich ist, er krümmt dem Angreifer kein Haar dabei"

    Er deutet doch vorher einen Augenstich an ...


    Seine 3 wichtigsten Regeln im Messerkampf:

    Weglaufen
    Weglaufen
    Weglaufen

    Er hat viel Drills aus seinen FMA Erfahrungen drinnen .


    Joergus

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