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Thema: Karate Literatur

  1. #31
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    Muss nicht sein, is ja denke ich alles gesagt ... ups, geschrieben ...

    Gruß
    Mike
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  2. #32
    Frostvater Gast

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    Zwei Themen, zwei Antworten:

    Mein Buchtip ist "Sabaki Method" von Joko Ninomiya, fuer diejenigen, die es etwas hærter mögen.

    Das Wort Osu ist mir im Shotokan weit weniger untergekommen als im Vollkontaktbereich. Oyama hatte ihm zentrale Bedeutung eingeræumt, und die Stile, die sich urspruenglich vom Kyokushin ableiten, haben das auch so uebernommen.
    Osu scheint vor allem im japanischen Kaiserreich gebræuchlich gewesen zu sein, und nach allem, was ich gehört habe, ist es deshalb in Japan verpönt, weil es stark reaktionære, nationalistische Konnotation hat. Was auch erklæren wuerde, warum es in (traditionell rechtskonservativen) Yakuzakreisen benuetzt wird.

  3. #33
    Jibaku Gast

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    http://www.24fightingchickens.com/sh...eresy/osu.html

    Ein ganz interessanter Artikel über die Frage in wie weit OSU authentisch Japanisch ist.
    Dies deckt sich auch mit meinen Erfahrungen mit Japanern.

    Aber auch ich denke, daß Karate in Europa mittlerweile eine eigene Entwicklung genommen hat und Unterschiede durchaus legitim sind.
    Oft sind es gerade die Dinge von denen der Europäer annimmt sie seien besonders Japanisch die uns unterscheiden.
    Z.B. auch die wertigkeit des 1.Dan und sicher noch vieles mehr.

    Im übrigen habe ich das OSU auch noch häufiger bei den Kyokushin abkömmlingen als bei den Shotokanstilisten antreffen dürfen, ähnlich wie Frostvater.

    Zu den Büchern:
    Modernes Sportkarate von Rudolf Jahkel ist in meinen Augen ein erfreulich objektives und gut gemachtes (Weil in seiner wissenschaftlichkeit von den meisten anderen abweichend.) Buch über Karate als Wettkampfsport.

    Ähnliches gilt für "Modernes Karate" von Okazaki und Stricevic.
    Schön fand ich hier vor allem, daß sich ein aner´kannter Japanischer Meister nicht zu Schade war sein Karate auch einmal wissenschaftlich zu beleuchten, auch wenn ein wenig mehr Literaturbelege erfreulich gewesen wären.

    Was mir auch nach ganz gut gefällt ist, wenn man ihn mag und über die teilweise leicht WTlastig anmutende Propaganda hinweg sieht. "This is Karate" und "What is Karate" von Oyama.

    Ansonsten wurden die wichtigen Klassiker allgemein und für den deutschen karateka im speziellen ja schon genannt.

  4. #34
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    Kann mich Frostvater und Jibaku nur anschließen. Im Kyokushin ist das Oss schon fast ein Universalwort, das eigentlich schon fast die einzige legitime Konversation im Umgang mit dem Lehrer während des Trainings. Einige Freunde von mir haben schon im Honbu Dojo in Tokyo trainiert und dort wird eigentlich fast nur noch mit Oss kommuniziert . Da allerdings dem Kyokushin durchaus auch ein Naheverhältnis zur Yakuza nachgesagt wird, würde das auch in dieses Bild passen. Wie gesagt, in den entsprechenden Kreisen hat es durchaus seine Legitimation und Bedeutung. Aber generell ist es sehr mit Vorsicht zu genißen.
    Gruß
    Weudl

  5. #35
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    Ja dann, gibts für mich gar nix mehr zu überlegen ... das OSS oder OSU (wie auch immer) wird aus dem Training verbannt!

    Danke nochmal an alle, vor allem Weudl, Jibaku, Frostvater und Dojokun!

    Gruß
    Mike
    www.nikolaus-budo-lehrgang.de NBL #21 am 05. + 06. Dezember 2020 www.warriors.de

  6. #36
    Hausmeister Gast

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    Albrecht Pflüger: 27 Shotokan Katas
    Ungeschlagen im Preis-Leistungs-Verhältnis, alle Katas, die man braucht, im Überblick für 10 Euro. Eine tolle Hilfe, wenn man nicht mehr weiß, "welche Bewegung da gleich wieder kommt".

    Pat McCarthy: Classical Kata of Okinawan Karate
    Interessante Informationen über alte Meister und Katas, sowie einige Katas mal in anderer Ausführung.

    Brian C. Adams: Medical Implications of Karate Blows (verkauft sich jetzt besser unter dem Namen: Deadly Karate Blows - The Medical Implications )
    Karate mal anders beleuchtet: Was bricht, platzt und reißt alles in meinem Gegner, wenn ich ihn im Idealfall richtig treffe? Praxisrelevanz, naja, kann ich nicht beurteilen, muß jeder selbst ausprobieren . Muß man nicht kaufen, aber mal reinschauen lohnt sich. Tip: Fernleihe!

    Shoshin Nagamine: The Essence of Okinawan Karate-Do
    Vom Gründer des Matsubayashi-Ryu. Zeigt die Kata dieses Stils und Nagamines interessantes, siebenteiliges Yakusoku-Kumite.

  7. #37
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    @Ede

    Mc Carthy habe ich vor Jahren einmal bestellt, war aber vergriffen. Stimmt es, dass darin hauptsächlich die Kata aus dem Matsubayashi (Shorin) Ryu zu finden sind?

    Nagamine hab ich doch glatt in meiner Aufzählung vergessen. Seine Yakusoku Kumite Übungen sollen jedenfalls angeblich auf Motobu zurückgehen (oder zumindest von ihm beeinflusst worden sein).
    Gruß
    Weudl

  8. #38
    Hausmeister Gast

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    McCarthy ist (wieder) erhältlich, z. B. bei amazon.at, Englische Bücher, für 22€. Ich habe meinen damals pauschal für 30 DM bekommen, weil der Laden nicht mehr wußte, was das Buch kosten soll . Heute verlangen dieselben 25€!

    Mit Deiner Vermutung müßtest Du recht haben, da McCarthy u. a. bei Nakazato vom Shorinji Ryu und Nagamine gelernt hat. Ich bin aber nicht sicher, Nagamines Buch habe ich nicht daheim, aber ich glaube mich zu erinnern, daß die Kata dieselben sind.

    (Der Motobu verfolgt uns ständig )

    Viele Grüße,
    Hausmeister

  9. #39
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    Danke für die Info. Vor einigen Jahren hätte mich das Buch noch interessiert, da es damals mein "Hobby" war, unterschiedlichste Kataversionen zu sammeln und untereinander zu vergleichen. Da meine Interessen heute anders gelagert sind, wird dort wohl nicht mehr wirklich viel Bedeutendes für mich drinnen stehen. Eigentlich habe ich mir schon seit einigen Jahren keine Bücher mehr gekauft (hänge nur noch im Internet herum ).

    Nagamines Kata sind eigentlich fast gleich wie im Shorin Ryu (die beiden namen haben auch die selbe Bedeutung). Unsere Versionen im Shito Ryu unterscheiden sich eigentlich auch nur unwesentlich davon. Wirklich anders ist lediglich die Kata Chinto (Gangaku), die bei ihm in einem 45° Winkel ausgeführt wird (soll in dieser Form auf Kyan zurückgehen).

    Interessant ist seine Aussage, dass in den Kata "Zwischenbewegungen" enthalten sind, die keine direkte Kampfanwendung haben (sind so ähnlich wie Kampfstellungen zu verstehen). Dies gibt dem Bunkai eine ganz neue Dimension. Man könnte dann zB die Gedan Barai in Heian Shodan als Gedan Kamae deuten (eine zur damaligen Zeit recht gebräuchliche Kampfhaltung).
    Gruß
    Weudl

  10. #40
    karlo Gast

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    Hier noch ein Tip, vorallem für wissentschaftliche Arbeiten:

    Schulsportreferent DKV Ralf Brünig, Siegelhäuserstr. 29, 71563 Affalterbach, Tel 07144/831360 fax 07144/831362 eMail Bruenig.JR@t-online.de

    Keine Ahnung was es dort zum Ausleihen gibt, aber eine Literaturliste kann angefordert werden.

    Gruß

    Karlo

  11. #41
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    Hallo weudl!!


    Original geschrieben von weudl
    Interessant ist seine Aussage, dass in den Kata "Zwischenbewegungen" enthalten sind, die keine direkte Kampfanwendung haben (sind so ähnlich wie Kampfstellungen zu verstehen). Dies gibt dem Bunkai eine ganz neue Dimension. Man könnte dann zB die Gedan Barai in Heian Shodan als Gedan Kamae deuten (eine zur damaligen Zeit recht gebräuchliche Kampfhaltung).
    Interessant!!

    Es gibt ja auch den Ansatz, dass in einer Kata keinerlei überflüssige Bewegung ist und das alles kämpferisch zu sehen ist.

    Wenn man beispielsweise die letzten beiden Bewegungen der Kata JION betrachtet, so kann man diese natürlich als Ergreifen eines Armes, Heranziehen des Gegners und als Schlag gegen seinen Oberkörper interpretieren. Eine andere Möglichkeit wäre, einen Wurf daraus zu machen. Aber es kann auch als eine Variante der Qigong-Bewegung "Den Bogen spannen" interpretiert werden. Hiermit soll dann ein völlig anderes Ziel verfolgt werden.


    Somit:
    Nur draufhauen ist ein gutes Mittel, kreativ nach Strategien und Techniken für das Kumite zu suchen.
    Aber eine offenere Sichtweise erlaubt das Eindringen in tiefere Aspekte der Kata...


    Oss

    Dojokun

  12. #42
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    @Dojokun

    Genau so ist es. Je nach eigener Auffasssung und Mentalität kann man seine eigenen ideen innerhalb der vorgegebenen Form verwirklichen. Die Endbewegung von Jion ist hier ein recht gutes Beispiel. Wenn man zu Deinen Interpretationen noch einen Armstreckhebel hinzufügt, so hat man in ein- und derselben Bewegung Schlag-, Wurf, Energie- und Hebeltechnik vereint.

    Die Sache mit den Zwischenbewegungen (=Kamae) ist eigentlich nur ein zusätzlicher Aspekt den man in dieser Hinsicht berücksichtigen kann.

    Ich persönlich begnüge mich bei Karatkata eigentlich mit der Kampfanwendung, da meiner Meinung nach für den energetischen Aspekt eher die Spannung im Körper entscheidend ist und nicht die äußere Technik.

    Überflüssige Bewegungen gibt es jedenfalls keineswegs.
    Gruß
    Weudl

  13. #43
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    Thumbs up Karate Literatur

    Daumen hoch,

    mein Freund aus Wien!!


    Oss

    Dojokun

  14. #44
    karlo Gast

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    Hier noch ein englisches Buch, das sich hauptsächlich mit der geistigen Einstellung zum Kampfsport beschäftigt:

    Martial Arts
    Mind&Body

    Claudio Iedwab
    Roxanne Standefer

    Ist aber mehr für Anfänger, oder für Leute die in ihrem Dojo wenig über "geistige" Hintergründe mitkriegen.

    Gruß

    Karlo

  15. #45
    Christoph2 Gast

    Standard

    Kennt irgendjemand noch "Dynamische Tritte" aus dem Falken-Verlag?
    Wenn ja ist es gut??? Ich wollte mir vielleicht eins bei Ebay bestellen.

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