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Thema: Kiesertraining und die Lehre von Werner Kieser

  1. #76
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    Zitat Zitat von Schnueffler Beitrag anzeigen
    Sind halt andere Ansätze und Ziele.
    Die Ziele sind klar unterschiedlich, der Ansatz ist der Zielgruppe entsprechend modifiziert, geht aber von den gleichen Grundsätzen und Maschinen aus (Jones, nicht Yates, der sich ja eher auf Mentzer und dessen Verwendung von freien Gewichten und Kabelzügen bezieht). Mir war bisher nicht bewusst, dass Kieser Jones sogar die Nautilus-Patente abgekauft hat.

    Beste Grüsse
    Period.
    Link zu meinem Gratis-Ebook "Sei Stark!" über Krafttraining für Kampfsportler: https://archive.org/details/FlaisSeiStark1_1

  2. #77
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    Zitat Zitat von period Beitrag anzeigen
    Regeneration ist individuell, trainierbar und abhängig vom Leistungsniveau. Dazu kommt die Frage nach Volumen und Intensität der Einheiten, wieder gemessen am Trainingsstand. In Deinem Fall mag das stimmen, jemand anderes würde mit den gleichen Trainings ziemlich sicher abbauen.
    Abgesehen von Kieser weisst du doch gar nicht, wie und was ich trainiere?

    gerade in Hinblick auf das mutmassliche Leistungsniveau.
    solange die jungen Herren mit den schicken Sixpacks in den Kampfkunsttrainings gelegentlich sehr leiden, während ich immer noch gut mithalte, sehe ich keinen Grund zu jammern. wirklich nicht.


    Wenn jemand bei einer Übung 250 kg bewegt und sich in anderthalb Jahren um 5% steigern kann, ist das nun mal eine andere Hausnummer als wenn anfangs 25 kg bewegt werden. Die eine Person bewegt dann 12.5 kg mehr als vorher, die andere 1.25.
    im ersten halben Jahr oder so gings logischerweise schnell hoch ( Verdopplelung, Verdreifachen des anfänglichen Gewichts...), aber nach einem Jahr ist man doch nicht mehr in einem Bereich, wo man grosse Sprünge macht. oder?
    unorthodox

  3. #78
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    Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
    solange die jungen Herren mit den schicken Sixpacks in den Kampfkunsttrainings gelegentlich sehr leiden, während ich immer noch gut mithalte
    natürlich, wen man Bewegungen (erstmal) nicht gewöhnt ist, ermüdet man eher oder leidet
    Könnte natürlich auch daran liegen, daß manche Leute mit allem was sie haben gegen ein Ziel schlagen oder treten, während andere nur Arm oder Bein in die Richtung steuern, aber damit keine Fliege platt machen würden
    Oder, oder, oder.......... Gründe gibt es da viele, die da nicht für deine Behauptung/Beobachtung sprechen
    Geändert von Stixandmore (23-05-2021 um 20:58 Uhr)

  4. #79
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    Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
    Abgesehen von Kieser weisst du doch gar nicht, wie und was ich trainiere?
    Ich weiss, welche KK Du machst, kann mich an die Fitnessboxen-Diskussion erinnern usw. Wie dem auch sei, die Aussage kann ungeachtet dessen stehen bleiben. Zur Erinnerung: Ich komme aus dem Leistungssportbereich, wo Leute 2-3x täglich trainieren, und ich habe begründete Zweifel, ob Dich Deine Trainings auf eine einzelne dieser Einheiten vorbereitet hätten. Mit anderen Worten: es gibt immer wen, der oder die härter trainiert und damit gut klar kommt, und die Person würde zwangsläufig abbauen, wenn sie auf vier Trainings pro Woche runtergehen, von denen eines bei Kieser stattfinden soll.
    Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
    im ersten halben Jahr oder so gings logischerweise schnell hoch ( Verdopplelung, Verdreifachen des anfänglichen Gewichts...)
    Ohne Zynismus: auch das ist einfacher, je niedriger das Gewicht ist.
    Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
    aber nach einem Jahr ist man doch nicht mehr in einem Bereich, wo man grosse Sprünge macht. oder?
    Das kommt sehr stark darauf an und hängt davon ab, wie sehr jemand die Technik einer Übung eingeschliffen hat usw. Die allermeisten Leute könnten sich vermutlich um mindestens 5-10% steigern, wenn sie effiziente Technik für eine bestimmte Übung lernen. So oder so: ja, auch nach einem Jahr kann man noch grosse Sprünge machen. Allerdings nur, wenn das Programm sinnvoll modifiziert wird, wenn man nur das weitermacht was man bisher gemacht hat, ist die Wahrscheinlichkeit dafür ziemlich gering.

    Beste Grüsse
    Period.
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  5. #80
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    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    dazu fällt mir ein:


    1. je geringe die Grundkraft, desto höher das Entwicklungspotential.
    2. da kann man auch Mehrgelenksübungen wie Dips und Klimmzüge machen:


    Ja, und dem Harz 4 Empfänger fehlt nicht einfach nur bisserl mehr Kohle zur ersten Million, der hat einfach mehr Entwicklungspotential im Vermögensaufbau.

    Was glaubst Du denn, wieviele Klimmzüge der durchschnittliche Trainierende bei Kieser so in einem Satz schafft? Und glaubst Du, dass das genug ist, um langfristig Steigerungen zu erleben? Und glaubst Du, dass es vielleicht einen Unterschied machen könnte, wenn jetzt jemand wie Period anfängt und Klimmzüge nach einem HIT Prinzip zu trainieren? Vielleicht sogar mithilfe von Wachstumshormonen?


    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    HIT gibt es ja prominente Beispiele die nicht alle ganz so lauchig waren.
    Z.B. Dorian Yates.
    Er lässt die Aufwärmsätze zwar nicht weg, wie bei Kieser und empfiehlt auch mehre Übungen pro Muskelgruppe, aber nur einen Arbeitssatz pro Übung:
    Könnte es sein, dass es einen Unterschied macht, ob jemand z.B. an der Beinpresse 8 x 50 kg bis zum "Muskelversagen" bewegt oder 23 x 600 kg? Vielleicht sogar unter der Voraussetzung, dass der 23 x 600 kg Typ Wachstumshormone wie Brot futtert?
    So if you meet me, have some courtesy, have some sympathy, and some taste, use all your well-learned politesse, or Ill lay your soul to waste

  6. #81
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    Zitat Zitat von Fips Beitrag anzeigen
    Und glaubst Du, dass es vielleicht einen Unterschied machen könnte, wenn jetzt jemand wie Period anfängt und Klimmzüge nach einem HIT Prinzip zu trainieren? Vielleicht sogar mithilfe von Wachstumshormonen?
    Been there, done that (ohne HGH, dafür damals mit 16 Jahren, als ich noch fast alles wegstecken konnte): Sehnenentzündung und Leistungseinbrüche Waren allerdings einarmige, die sind nochmals bescheuerter bei sowas.

    Beste Grüsse
    Period.
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  7. #82
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    Zitat Zitat von Fips Beitrag anzeigen
    Ja, und dem Harz 4 Empfänger fehlt nicht einfach nur bisserl mehr Kohle zur ersten Million, der hat einfach mehr Entwicklungspotential im Vermögensaufbau.
    Ich kenn mich mit Wirtschaftswissenschaften nicht so aus, aber eventuell sind die Gesetzmäßigkeiten des Vermögensaufbaus (der Teufel scheißt auf den größten Haufen?) durch ...(was entspricht in dem Bild der Trainingsbelastung?), nicht die gleichen, wie die des Kraftaufbaus durch Krafttraining.
    Aus dem Bereich des Krafttrainings kenne ich den Begriff des "genetischen Potentials" als eine obere Grenze, dessen, was einem Individuum möglich ist, zu erreichen.
    Dieser Grenze nähert man sich eher asymptotisch an, als linear.
    =>Je weiter die aktuelle Kraft oder Muskelentwicklung von dieser Grenze entfernt ist, desto leichter und mit weniger Aufwand baut man auf.
    Kann natürlich sein, dass wir aneinander vorbeireden und Du unter "Grundkraft" dieses genetische Potential meinst, und ich die Kraft, die halt jemand aufgrund normaler Alltagsbelastungen zu entwickeln in der Lage ist.
    Zudem ging es um relative Steigerungen.
    Ein Hartz IV-Empfänger könnte eventuell durch entsprechende Maßnahmen sein Einkommen leichter verfünffachen als ein Bundestagsabgeordneter auch wenn er dann absolut gesehen immer noch nur einen Bruchteil von diesem bekommt.

    Zitat Zitat von Fips Beitrag anzeigen
    Was glaubst Du denn, wieviele Klimmzüge der durchschnittliche Trainierende bei Kieser so in einem Satz schafft?
    Keine Ahnung, ich habe noch nie einen Fuß in ein Kieserstudio gesetzt und kann mir daher recht wenig unter dem durchschnittlichen Trainierenden vorstellen.
    Aus den Filmchen, die ich im Internet gefunden habe, würde ich auf den unteren einstelligen Bereich schließen.
    Insbesondere, wenn die in der Art und Weise ausgeführt werden, wie von Kieser propagiert.

    Zitat Zitat von Fips Beitrag anzeigen
    Und glaubst Du, dass das genug ist, um langfristig Steigerungen zu erleben?
    In welcher Hinsicht "genug"?
    Mir fallen da zwei Aspekte ein:

    1.) In der vorliegenden Diskussion ging es ja um das Potential relativer Veränderungen.
    Also wenn jemand einen Klimmzug schafft, ist das IMO wenig genug, für das Potential, diese Anzahl zu verfünffachen.
    Wenn jemand 12 Klimmzüge schafft, wird es schwer.

    2.) Eventuell bezieht sich das "genug" auf die Trainingsbelastung bei einem 1-Satz-Training und der dadurch gesetzte Reiz.
    Wir sprechen hier ja von Kieser-Training.
    Dabei wählt man nach meiner Erinnerung das Gewicht so, dass eine Spannungsdauer (TUT) zwischen 60s (80s?) und 120s bis zum relativen Muskelversagen möglich ist.
    (Edit:ich hab nachgeschaut, als Richtwert werden 90s bis 120s empfohlen.)

    Nach der dahinterstehenden Theorie ist das die Belastungsdauer (und entsprechend Höhe) die für Hypertrophie eines durchschnittlichen Menschen optimal ist.
    Jemand, der also keine neun 10s-Wiederholungen (freie) Klimmzüge schafft, wird nach der Kiesermethode eher keine (freien) Klimmzüge machen.
    Der hier macht vier Wiederholungen in ca. 19s, d.h. für 90s TUT müsste er in der Geschwindigkeit 18 bis 19 machen oder eben die Geschwindkeit reduzieren:

    https://www.youtube.com/watch?v=6xr-6Fh7Olg

    wenn er dann 120s Klimmziehen kann (oder 25 Stück in der Geschwindigkeit im Video), dann darf er das Gewicht um 5% erhöhen.

    Es ging bei dem Hinweis auf Klimmzüge und Dips darum, dass man da nicht nur Isolationsübungen machen kann, sondern auch Mehrgelenksübungen.
    Wer zu wenig Klimmzüge schafft, kann Frontziehen machen, oder Rudern.
    Ich war mal in einer Billigvariante von Kieser, da gab es eine Maschine, die unterstützte Klimmzüge ermöglichte. Da kniet man dann auf so einer beweglichen Plattform, die auf der anderen Seite durch varierbare Gewichte hochgedrückt wird.


    Zitat Zitat von Fips Beitrag anzeigen
    Und glaubst Du, dass es vielleicht einen Unterschied machen könnte, wenn jetzt jemand wie Period anfängt und Klimmzüge nach einem HIT Prinzip zu trainieren? Vielleicht sogar mithilfe von Wachstumshormonen?
    Einen Unterschied wozu und in welcher Hinsicht?
    Ich glaube tatsächlich, dass "jemand wie Period" (falls damit ein relativ austrainierter Athlet gemeint sein sollte) die gleiche prozentuale Steigerung seiner Maximalleistung nur unter höherem Aufwand gelingt, verglichen mit jemandem im zweiten Trainingsjahr, wenn überhaupt.
    Der Hormonstatus ist natürlich eine Variable, die möglichst kontrolliert werden sollte, wenn man den Einfluss von einer Trainingsmethode auf die Kraftsteigerung ermitteln will.

    Zitat Zitat von Fips Beitrag anzeigen
    Könnte es sein, dass es einen Unterschied macht, ob jemand z.B. an der Beinpresse 8 x 50 kg bis zum "Muskelversagen" bewegt oder 23 x 600 kg? Vielleicht sogar unter der Voraussetzung, dass der 23 x 600 kg Typ Wachstumshormone wie Brot futtert?
    Einen Unterschied wozu und in welcher Hinsicht?
    Auch bei jemandem, der mit durchschnittlicher Statur 8 x 50kg an der Beinpresse als Maximaleistung schafft und keine Erkrankungen oder Behinderungen aufweist, würde ich ein höheres proportionales Steigerungspotential zugestehen, als jemand, der 23 x 600 bewegt.
    Oder glaubst Du, dass die (mögliche) Kraftsteigerung der vorhandenen Kraft proportional sei?
    Geändert von Pansapiens (24-05-2021 um 05:51 Uhr)

  8. #83
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    Kieser hat auch ein Gerät für unterstützte Klimmzüge. könnte ich mir eigentlich mal wünschen, solche zu machen.

    Der durchschnittliche Kieserkunde dürfte ein älteres Semester sein und das Training aus medizinischen Gründen machen, nicht aus Liebe zum Sport, sprich: Null freie Klimmzüge. ein paar Leute gibts schon, die welche machen, das seh ich immer wieder.
    unorthodox

  9. #84
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    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    Ich war mal in einer Billigvariante von Kieser, da gab es eine Maschine, die unterstützte Klimmzüge ermöglichte.
    So was hat doch eigentlich jedes Studio.
    GIbt es aber auch für zu Hause, nur das man auf einer Bank liegt, und bei der man in unterschiedlichen Winkeln das Gewicht verändern kann.
    Man kommt zwsr nicht auf 100%, kann aber dann mit zusatzgewichten das eigene Körpergewicht erhöhen, z. B mit Westen oder so.

  10. #85
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    Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
    Null freie Klimmzüge. ein paar Leute gibts schon, die welche machen, das seh ich immer wieder.
    mit >= 90s Time under Tension?

  11. #86
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    Kieser ist explizit kein Sporttraining, kein funktionelles Krafttraining und kein Bodybuilding. Es soll schlicht Rückenschmerzen usw. heilen oder verhindern.
    Insofern ist der Beissreflex der üblichen Verdächtigen gegen jedes Training, das nicht von Amateuren auf reddit und 4chan abgesegnet ist, schlicht unverständlich. Kiesertraining macht offenbar das, was es machen soll, und mehr kann man ja nicht verlangen. Wer andere Ziele hat, der macht halt was anderes.

  12. #87
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    Zitat Zitat von Spud Bencer Beitrag anzeigen
    Kieser ist explizit kein Sporttraining, kein funktionelles Krafttraining und kein Bodybuilding. Es soll schlicht Rückenschmerzen usw. heilen oder verhindern.
    Insofern ist der Beissreflex der üblichen Verdächtigen gegen jedes Training, das nicht von Amateuren auf reddit und 4chan abgesegnet ist, schlicht unverständlich. Kiesertraining macht offenbar das, was es machen soll, und mehr kann man ja nicht verlangen. Wer andere Ziele hat, der macht halt was anderes.
    Nein, es geht eher darum, das manch einer Kieser als das nonplusultra für sämtliche Kraftsteigerungen für alle Bereiche bezeichnet.
    Das es als Reha-Sport, Gesundheitssport, diese Richtung eingesetzt werden kann und soll, steht außer Zweifel, aber nicht die Ausaage, mit "meinem" Kiesertraining erreiche ich bessere Kraftleistungen als "du" mit mit einem Strngmantraining und ich brauche mich da auch nicht so sehr anstrengen und komme ins schwitzen, aber du musst ja dich immer verausgaben.
    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  13. #88
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    Zitat Zitat von Schnueffler Beitrag anzeigen
    Nein, es geht eher darum, das manch einer Kieser als das nonplusultra für sämtliche Kraftsteigerungen für alle Bereiche bezeichnet.
    Macht niemand, am allerwenigsten Kieser selbst.

    Dass Kieser und Strongman für Kampfsport etwa gleich gut geeignet sind (Nämlich gar nicht) steht auf einem anderen Blatt.

  14. #89
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    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    Ich kenn mich mit Wirtschaftswissenschaften nicht so aus, aber eventuell sind die Gesetzmäßigkeiten des Vermögensaufbaus (der Teufel scheißt auf den größten Haufen?) durch ...(was entspricht in dem Bild der Trainingsbelastung?), nicht die gleichen, wie die des Kraftaufbaus durch Krafttraining.
    Aus dem Bereich des Krafttrainings kenne ich den Begriff des "genetischen Potentials" als eine obere Grenze, dessen, was einem Individuum möglich ist, zu erreichen.
    Dieser Grenze nähert man sich eher asymptotisch an, als linear.
    =>Je weiter die aktuelle Kraft oder Muskelentwicklung von dieser Grenze entfernt ist, desto leichter und mit weniger Aufwand baut man auf.
    Kann natürlich sein, dass wir aneinander vorbeireden und Du unter "Grundkraft" dieses genetische Potential meinst, und ich die Kraft, die halt jemand aufgrund normaler Alltagsbelastungen zu entwickeln in der Lage ist.
    Zudem ging es um relative Steigerungen.
    Ein Hartz IV-Empfänger könnte eventuell durch entsprechende Maßnahmen sein Einkommen leichter verfünffachen als ein Bundestagsabgeordneter auch wenn er dann absolut gesehen immer noch nur einen Bruchteil von diesem bekommt.



    Keine Ahnung, ich habe noch nie einen Fuß in ein Kieserstudio gesetzt und kann mir daher recht wenig unter dem durchschnittlichen Trainierenden vorstellen.
    Aus den Filmchen, die ich im Internet gefunden habe, würde ich auf den unteren einstelligen Bereich schließen.
    Insbesondere, wenn die in der Art und Weise ausgeführt werden, wie von Kieser propagiert.



    In welcher Hinsicht "genug"?
    Mir fallen da zwei Aspekte ein:

    1.) In der vorliegenden Diskussion ging es ja um das Potential relativer Veränderungen.
    Also wenn jemand einen Klimmzug schafft, ist das IMO wenig genug, für das Potential, diese Anzahl zu verfünffachen.
    Wenn jemand 12 Klimmzüge schafft, wird es schwer.

    2.) Eventuell bezieht sich das "genug" auf die Trainingsbelastung bei einem 1-Satz-Training und der dadurch gesetzte Reiz.
    Wir sprechen hier ja von Kieser-Training.
    Dabei wählt man nach meiner Erinnerung das Gewicht so, dass eine Spannungsdauer (TUT) zwischen 60s (80s?) und 120s bis zum relativen Muskelversagen möglich ist.
    (Edit:ich hab nachgeschaut, als Richtwert werden 90s bis 120s empfohlen.)

    Nach der dahinterstehenden Theorie ist das die Belastungsdauer (und entsprechend Höhe) die für Hypertrophie eines durchschnittlichen Menschen optimal ist.
    Jemand, der also keine neun 10s-Wiederholungen (freie) Klimmzüge schafft, wird nach der Kiesermethode eher keine (freien) Klimmzüge machen.
    Der hier macht vier Wiederholungen in ca. 19s, d.h. für 90s TUT müsste er in der Geschwindigkeit 18 bis 19 machen oder eben die Geschwindkeit reduzieren:

    https://www.youtube.com/watch?v=6xr-6Fh7Olg

    wenn er dann 120s Klimmziehen kann (oder 25 Stück in der Geschwindigkeit im Video), dann darf er das Gewicht um 5% erhöhen.

    Es ging bei dem Hinweis auf Klimmzüge und Dips darum, dass man da nicht nur Isolationsübungen machen kann, sondern auch Mehrgelenksübungen.
    Wer zu wenig Klimmzüge schafft, kann Frontziehen machen, oder Rudern.
    Ich war mal in einer Billigvariante von Kieser, da gab es eine Maschine, die unterstützte Klimmzüge ermöglichte. Da kniet man dann auf so einer beweglichen Plattform, die auf der anderen Seite durch varierbare Gewichte hochgedrückt wird.




    Einen Unterschied wozu und in welcher Hinsicht?
    Ich glaube tatsächlich, dass "jemand wie Period" (falls damit ein relativ austrainierter Athlet gemeint sein sollte) die gleiche prozentuale Steigerung seiner Maximalleistung nur unter höherem Aufwand gelingt, verglichen mit jemandem im zweiten Trainingsjahr, wenn überhaupt.
    Der Hormonstatus ist natürlich eine Variable, die möglichst kontrolliert werden sollte, wenn man den Einfluss von einer Trainingsmethode auf die Kraftsteigerung ermitteln will.



    Einen Unterschied wozu und in welcher Hinsicht?
    Auch bei jemandem, der mit durchschnittlicher Statur 8 x 50kg an der Beinpresse als Maximaleistung schafft und keine Erkrankungen oder Behinderungen aufweist, würde ich ein höheres proportionales Steigerungspotential zugestehen, als jemand, der 23 x 600 bewegt.
    Oder glaubst Du, dass die (mögliche) Kraftsteigerung der vorhandenen Kraft proportional sei?
    Ich muss mich glaube ich erst mal entschuldigen, ich hatte Deine Antwort irgendwie nicht auf dem Schirm.

    Zu den Begrifflichkeiten: Ich denke, dass wir unter Grundkraft annähernd das Gleiche verstehen. Ohne das jetzt in Stein meißeln zu wollen, ist das für mich die Kraft die ein Athlet im allgemeinen entwickeln aknn, ohne dass es zu sehr durch benötigten Skill in irgendwelchen Übungen begrenzt wird. Man kann sie meiner Meinung nach ganz gut in den Grundübungen (Squats, Deads, (Bench)Presses) messen.

    Da Deine Fragen oft auf das Gleiche abzielen: Ich denke nicht, dass das genetische Potential in dieser Diskussion eine große Rolle spielt. Wenn irgendwer in Sachen Kraft überhaupt in die Nähe seines genetischen Potentials kommt, dann sind es international führende Sportler im Gewichtheben und Powerlifting, und die trainieren sehr sicher nicht nach Kieser. Und nein, ich glaube nicht, dass die mögliche Kraftsteigerung der vorhandenen Kraft proportional ist. Im Gegenteil, je weiter sich die Kraft eines Athleten in Richtung seines genetischen Limits bewegt, desteo kleiner werden die Fortschritte und desto höher wird der Aufwand den man dafür treiben muss. Aber auch Athleten, die eher am Anfang ihrer Entwicklung stehen müssen im Training ein paar Dinge richtig machen, damit sie eine längerfristige (lies: über eine kurze Adaptionsphase von ein paar Wochen hinausgehende) Steigerung ihrer Kraft erzielen können. Und da gibt es meinem Verständnis und meiner Erfahrung nach eben doch Unterschiede zwischen erfahrenen und unerfahrenen, oder besser, zwischen stärkeren und schwächeren Athleten. und genau darauf wollte ich mit meinen Fragen eben auch hinaus:

    Um kraftmäßige Fortschritte zu machen müssen, neben der Übungsauswahl (Grundübungen grundsätzlich besser als Isos, etc.) noch die Intensität in Kombination mit dem Volumen (in entsprechender Frequenz) stimmen. So gut wie niemand wird längerfristige Fortschritte damit machen, wenn sein Training aus jeweils einem schweren Single besteht. Genausowenig wie jemand kraftmäßige Fortschritte macht, wenn er 100 Wiederholungen mit einem sehr leichten Gewicht absolviert. Man muss also eine ausreichend hohe Anzahl an Wiederholungen mit ausreichend hoher Intensität (in einer ausreichend hohen Frequenz) ausführen, um Fortschritte zu machen. Meiner Erfahrung nach ist es allerdings so, dass Athleten die sich noch im eher im Anfangsbereich ihrer Entwicklung befinden häufig ein deutlich höheres Volumen brauchen, um zu wachsen. Vermutlich, weil die ihnen mögliche Intensität noch nicht hoch genug ist, um mit wenigen Wiederholungen einen Reiz zu setzen der groß genug ist, um eine ausreichend große Adaption des Organismus hervorzurufen. Je weiter ein Athlet in in seinem Training fortschreitet, desto stärker wird er und desto mehr kann/wird sich auch das Verhältnis von Intensität zu Volumen Richtung Intensität verschieben. Man sieht das in meinen Augen auch sehr gut, wenn man sich die Trainingspläne von olympischen Gewichthebern und Powerliftern anschaut. Auch hier wird zu Beginn der Karriere in eher kleineren Prozentanteilen der 1RM, dafür mit höherem Volumen gerbeitet, während gegen Ende der Karriere schwere Singles und Doubles immer mehr an Bedeutung gewinnen.

    Angewendet auf die Diskussion bzgl. Kieser wollte ich mit meinen Fragen darauf hinweisen, dass die meisten der dort Trainierenden vermutlich nicht in der Lage sind, in einem Satz ein entsprechendes Volumen zu generieren. Da helfen Intensitätstechniken wie eine erhöhte TUT auch nicht viel weiter, weil eine gesteigerte, verhältnismässig aber trotzdem geringe Intensität eben immernoch keine ausreichende Adaption hervorruft.

    Da sieht bei erfahreneren Athleten wie z.B. Period evtl anders aus: Während der klassische Besucher eines Kieser Studios vermutlich so in etwa 0 bis 3 Klimmzüge schafft, legt Period wenn ich mich richtig erinnere irgendwas um die 40 Klimmzüge hin. Das ist zum einen ein deutlich höheres Volumen, zum anderen gibt es da Kraftmäßig auch noch genügend Raum, um mit Intensitätstechniken einen deutlich höheren Reiz zu setzen. Hier kann ich mir unter Umständen schon vorstellen, dass man mit einem 1-Satzansatz evtl. in eine sinnvolle Progression kommt.

    Und Athleten, die extern Hormone zuführen sollte man aus der Diskussion in meinen Augen einfach raushalten. Ich bin kein Experte für die im Körper ablaufenden Prozesse, aber nach meinem Verständnis müssen entsprechend gedopte Athleten die Proteinbiosynthese, die letztendlich zu Muskelwachstum führt, nicht in dem Ausmaß durch Training triggern wir naturale Athleten. Das hat immense Auswirkungen auf das notwendige Volumen und die notwendige Intensität, von Effekten auf die Erholung, etc. pp. ganz abgesehen.
    So if you meet me, have some courtesy, have some sympathy, and some taste, use all your well-learned politesse, or Ill lay your soul to waste

  15. #90
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    Zitat Zitat von Spud Bencer Beitrag anzeigen
    Kieser ist explizit kein Sporttraining, ....
    Nicht? Was ist ein "Sporttraining"?

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