Christian Tissier und Endo Seishiro sind die shihan, die für den Verband zuständig sind, dem ich angehöre.
Mich hat in den ersten etwa 13 Jahren das aikidô von Christian Tissier geprägt. Dann habe ich "umgelernt" und versuche mich seitdem so eng wie möglich an Endo Seishiro zu orientieren.
Den Ausdruck "Großmeister" kenne ich im Zusammenhang mit aikido nicht. Wir sprechen von "Lehrern". Der Titel "shihan" bezeichnet eine bestimmte Funktion in der Struktur einer ryû, die mit "Großmeister" nicht gut wiedergegeben ist, wie ich finde.( ist das kein Großmeister )
Was ist daran unverständlich, wenn ich frage, was diese ominöse moderne SV überhaupt sein soll? Und warum es im Aikido nach der Meinung von ein paar Leuten nicht lernt. Ist SV nicht die Abwehr von rechtswidrigen Angriffen? Und lernt man im Aikido nicht wie man mit Angriffen umgeht. Also ist eigentlich schon eine SV, auch wenn nicht jeder Aikido Lehrer damit wirbt.
Und warum manche Leute so einen Graben ziehen zwischen moderner SV und den klassischen Kampfkünsten verstehe ich auch nicht.
Klar, die Menschheit hat sich bezüglich der Waffen weiterentwickelt, das ist keine Frage. Aber gilt das auch für die Waffenlose Angriffe?
Der Umgang mit tatsächlich anzutreffenden rechtswidrigen Angriffen, aka Suckerpunch, Kneipenschwinger, ungelenker Sockerkick mit Aikido-Mitteln. Und nicht "angedeuteter Schwertangriff von senkrecht oben", weil das im Japan im 16. Jahrhundert wichtig gewesen ist. Kommt hierzulande nur noch in Form von rasenden Frauen vor, die einem mit dem Regenschirm verprügeln wollen.
Ich möchte überhaupt nicht, dass man sich im Aikido damit beschäftigt, wie man Boxangriffe von schlechten Schlägern mit Boxen abwehrt. Oder mit Grappling. Oder mit Muay-Thai.
Weil man sich offenbar explizit und gerne mit "Übungen" beschäftigt, bei denen der rechtswidrige Angriff auf die eigene Schwerthand oder der senkrecht von oben aus dem Lauf erfolgende Schwerthieb im Vordergrund stehen. Und man dann beim Rapechoke und Faust auf die Omme keine Antwort hat, weil das kommt von vorne und nicht oben, und aus dem Stand und nicht aus dem Lauf. Klingt komisch, ist aber so. Der gemeine Mensch schafft es viel leichter, einem von vorne kommenden Schlag aus dem Stand auszuweichen, wenn der Schlag im Training auch aus dem Stand von vorne kommt, und nicht als angedeuteter Schwertangriff aus dem Lauf von oben ohne jegliche übliche Mechanik von geraden Schlägen. Kneipenschwinger das gleiche. Der sieht nicht nur anders aus als ein angedeuteter Schwertangriff von oben aus dem Lauf, er wirkt auch anders, hat ein anderes Timing, und andere Positionen. Ist aber auch für einen Aikido nicht unmöglich, einem Schlag von vorne oder von der Seite einfach auszuweichen oder den Arm reinzuhalten. Wenn man nicht stattdessen 3 Stunden übt, das Fassen des Schwertarms den man nicht hat weil man kein Schwert mitführt zu verhindern.Und warum es im Aikido nach der Meinung von ein paar Leuten nicht lernt.
"Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)
check. aikido kommt auf meine to-do-liste.
Weil wir hier auch über Schwerter plaudern.
Welt der Wunder Katana Vs Greatsword
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Klaus nun so einfach ist das nicht. Wenn man vom Trainer ein voll ausgearbeitetes Portfolio erwartet, das einen mit in die Lage versetzt mit jedem Angriff umzugehen, dann hast du natürlich recht, das wird nichts. Aber was ist wenn man selbst seinen Grips einsetzt und in Eigenregie überprüft welche Aikidobewegungen gegen einen solchen Angriff funktionieren könnten, sähe die Sache schon anders aus.
Nur wer tut sich schon die Mühe an, das zu tun. Kaum jemand. Die Leute sind zu sehr in ihren Denken, dass eine KK ein Frage Antwort Spiel ist, verhaftet.
Wenn der Angreifer, das macht, dann mache ich das..
So einfach ist es leider nicht immer. Besonders wenn man meint sowas wie SV zu machen, dann muss man mit dem schlimmsten rechnen, und sehr anpassungsfähig sein. Da ein richtiger Kampf formlos sein kann.
ps: habe ich eigentlich schon erwähnt, dass die Techniken keinen praktischen Nutzen haben sollen. Ueshiba soll zu den "Techniken angeblich gesagt haben, das man sie lernen soll um sie zu vergessen.
Warum? Was ist daran peinlich sich selbst Gedanken über die eigene KK zu machen und nicht alles gebetsmühlenartig wiederholen was der Lehrer sagt. Ab einer bestimmten Lernstufe dürfte es nicht so schlecht sein, das Gelernte kritisch zu hinterfragen und den Versuch zu starten eigene Erfahrungen zu machen.
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