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Thema: Aikido - die nüchterne Betrachtung

  1. #151
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    Düsseldorf
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    Standard

    [QUOTE=carstenm;3056063]
    Zitat Zitat von Terao Beitrag anzeigen
    Wenn wir aber über das freie Üben sprechen, dann gibt es tatsächlich keine Reglementierungen wie etwa Trefferflächen, untersagte Techniken, nicht einzusetzende Körperteile oder was auch immer. Jedenfalls so, wie ich dieses Üben kenne.
    Ich weiß aber natürlich auch, daß es aikidôka gibt, die bestimmte Aktionen mit dem Verdikt: „Das ist kein aikidô mehr!“ belegen. Diesen Gedanken gibt es in dem aikidô, das ich kennengelernt habe, so nicht.

    Das gilt, wenn ich es richtig sehe, wohl für jedes budô, oder?
    Trotzdem sind die Angriffe doch bestimmt durch das Training "gefiltert" ein Aikidoka wird Dich - auch in einer vollkommen freien Situation - anders angreifen als ein Thaiboxer oder Judoka. Da liegt doch bei vielen Kampfkünsten das Problem, man hat da schnell ungewollt so eine Art "Inzucht”
    Personal Training in Düsseldorf
    Neue Trainingszeiten: Mitwochs 18:00 Uhr, Sonntags 17:00 Uhr, Sportzentrum am Medienhafen - bei Interesse PN

  2. #152
    Terao Gast

    Standard

    Ich möchte dir gewiß nicht zu nahe treten, aber ich denke, daß du sehr vieles, vielleicht sogar das meiste von dem, was alltäglich geübt wird, noch nicht gesehen hast.
    Deshalb frag ich ja nach. Also wird Kopfstoß-Eiertritt als Angriff alltäglich geübt? Oder was willst Du damit sagen?

  3. #153
    carstenm Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Eskrima-Düsseldorf Beitrag anzeigen
    Trotzdem sind die Angriffe doch bestimmt durch das Training "gefiltert" ein Aikidoka wird Dich - auch in einer vollkommen freien Situation - anders angreifen als ein Thaiboxer oder Judoka.
    Ja, das stimmt.
    Deswegen sind Leute, die einen anderen Hintergrund mitbringen, Gold wert!

    Und das gar nicht mal "erst" beim freinen Üben, sondern auch in der kata Arbeit, wenn es noch nicht um ihre Angriffe geht, sondern erstmal nur um ihre Art sich zu bewegen, ihr Gleichgewicht wiedeherzustellen oder ganz allgemein auf bestimmte technische Dinge auf ihre Weise zu reagieren, anstatt sich aikidô-typisch zu bewegen.

  4. #154
    carstenm Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Terao Beitrag anzeigen
    Deshalb frag ich ja nach. Also wird Kopfstoß-Eiertritt als Angriff alltäglich geübt? Oder was willst Du damit sagen?
    Nein. Das wollte ich nicht sagen.
    Wir gehen aufgrund der Distanz normalerweise mit dem Knie zu den Genitalien, wenn wir sowas üben.

    Aber in der Tat übe ich in letzter Zeit andere Dinge.

  5. #155
    KK-Fan Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Terao Beitrag anzeigen
    Deshalb frag ich ja nach. Also wird Kopfstoß-Eiertritt als Angriff alltäglich geübt? Oder was willst Du damit sagen?
    Hallo,
    eigentlich schon - zwar nicht wirklich je-des-mal und etwas stilisiert. In der nicht unüblichen Angriffsform "Ryote Dori" ist dieser Angriff aber schon sehr wohl wiedererkennbar.

    Gruß

  6. #156
    carstenm Gast

    Standard

    Zitat Zitat von KK-Fan Beitrag anzeigen
    In der nicht unüblichen Angriffsform "Ryote Dori" ist dieser Angriff aber schon sehr wohl wiedererkennbar.
    Schmunzel, das hatte ich ja fast schon nicht mehr auf dem Schirm.
    Bitte nicht lachen. Wir waren jung und brauchten das Geld ... Meine Güte: Fünf Jahre.

  7. #157
    Ki-wi Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Terao Beitrag anzeigen
    Deshalb frag ich ja nach. Also wird Kopfstoß-Eiertritt als Angriff alltäglich geübt? Oder was willst Du damit sagen?
    Der Glockengruß ist auch ein Hinweis auf eine riskante Öffnung in der Verteidigung

  8. #158
    Registrierungsdatum
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    Beiträge
    20.068

    Standard

    Wenn einer "Kopfstoss-Eiertritt" machen kann, hat man ihn schon zu nah an sich heran gelassen und steht nicht richtig.
    "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)

  9. #159
    carstenm Gast

    Standard

    @ Ki-wi:
    Ich denke, daß es wichtig ist, zwischen dem Ausnutzen von Öffnungen und dem systematischen Üben bestimmter Angriffe zu unterscheiden.

    @ Klaus:
    Geübt werden, so wie ich es kenne, beide Aspekte: Auch die sehr (zu?) späte und die sehr (zu?) nahe Situation.

  10. #160
    Ki-wi Gast

    Standard

    Zitat Zitat von carstenm Beitrag anzeigen
    @ Ki-wi:
    Ich denke, daß es wichtig ist, zwischen dem Ausnutzen von Öffnungen und dem systematischen Üben bestimmter Angriffe zu unterscheiden.
    Ja, das ist sicher ein Unterschied.

  11. #161
    Terao Gast

    Standard

    Trotzdem sind die Angriffe doch bestimmt durch das Training "gefiltert" ein Aikidoka wird Dich - auch in einer vollkommen freien Situation - anders angreifen als ein Thaiboxer oder Judoka. Da liegt doch bei vielen Kampfkünsten das Problem, man hat da schnell ungewollt so eine Art "Inzucht”
    Das ist natürlich absolut richtig, das findet in jedem Stil statt und ist auch unabhängig davon, ob, wieviele und welche "freieren" Übungen man mit drin hat.
    M.E.n. ist auch genau das der Grund dafür, dass damals, als das alles noch viel relevanter war, einerseits Geheimhaltung der Schultechniken und -taktiken (Ura-Omote) eine so große Rolle spielte, andererseits aber auch die Leute so interessiert an Austausch und Austesten mittels musha shugyo und taryu jiai gegenüber anderen Schulen waren. Was, übrigens, zeigt, dass man sich auch damals nicht auf die Bilder und das spontane Generieren aus universellen Bildern heraus verließ.

    Darf man natürlich auch nicht übertreiben: Letztlich ist ein Schlag ein Schlag, und wer sein Zeug beherrscht, hat auch ne vielleicht nicht optimale, aber ganz gute Chance, damit auch gegen einen mit unbekanntem Stil durchzukommen. Noch besser aber natürlich, wenn er weiß, was ihn erwartet, und noch viel besser, wenn er sich schon mit Leuten, die die Bewegungsmuster/Taktiken der anderen Schule drinhatten, gehauen hat.

  12. #162
    Pünktchen Gast

    Standard

    @Zitat von Eskrima-Düsseldorf Beitrag anzeigen
    Trotzdem sind die Angriffe doch bestimmt durch das Training "gefiltert" ein Aikidoka wird Dich - auch in einer vollkommen freien Situation - anders angreifen als ein Thaiboxer oder Judoka.

    Eigentlich wird Dich ein Aikidoka garnicht angreifen.
    Er ist ruhig, sachlich, ausgeglichen, entspannt, fluffig,....

  13. #163
    carstenm Gast

    Standard

    Ich denke, je ruhiger, ausgeglichener und entspannter, desto wirkungsvoller der Angriff ...

  14. #164
    Terao Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Pünktchen Beitrag anzeigen
    Eigentlich wird Dich ein Aikidoka garnicht angreifen.
    Er ist ruhig, sachlich, ausgeglichen, entspannt, fluffig,....
    "What did you expect, a saint?"
    - Morihei Ueshiba

  15. #165
    carstenm Gast

    Standard

    Aber mal ernsthaft:

    Je länger ich übe und je mehr ich mich mit der Geschichte des aikidô auseinandersetze, desto weniger verstehe ich, woher dieser Gedanke kommt, daß aikidô nicht auch offensiv sei.

    In budo von Ueshiba ist es tori, der die Aktion beginnt und uke, der reagiert.
    Soweit ich weiß, wird das im aikidô nach Saito sensei bist heute ganz explizit so geübt?
    Ich habe ebenso von Beginn an gelernt, daß tori agiert, wenn uke eine bestimmte Distanz unterschreitet.
    Mindestens bestimmte Angriff werden in den meisten dôjô bis heute so geübt, daß tori als erster agiert, z.B. bei kata dori men uchi.
    Und es werden doch auch Formen geübt, bei denen es tori ist, der uke greift und dann wirft.

    Ich habe bisher keinen Lehrer erlebt, der aikido im Sinne von go no sen unterrichtet. Noch nie.

    Der Satz " ... gibt es keinen ersten Angriff" stammt aus dem karate. Und da kommt ja auch keiner auf die Idee, ein karateka müsse erst warten, bis er gehauen wird, damit er mit seinem karate loslegen kann.

    Woher kommt dieser Gedanke also?

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