Genau das ist der Kasus Kaktus weswegen ich da ein Problem sehe.
Wenn ein Soldat gegen gültiges Recht verstoßen soll ob er doch eigentlich den Gegenteiligen Auftrag hat, aber gleichzeitig ihn eben jenes, in dem er verpflichtet wurde, Gesetz dazu verpflichtet auf jeden Fall Dienst zu tun da er eben nicht für die Neuordnung irgendwelcher Rechtszustände zuständig ist... Man bemerkt das kleine Problem.
Diesen Fall gab es doch mehrfach in der Geschichte.
aber nicht in der bundeswehr. der befehl ist nur rechtsmäßig, wenn er die gesetze, dienstvorschriften und das völkerrecht nicht mißachtet und die grundrechte eines soldaten nicht übermäßig beschränkt.
damit hat sich die invalide diskussion eigentlich erledigt. was in zeiten geschah, zu denen weder das völkerrecht ausgearbeitet war oder in unrechtsstaaten wie dem dritten reich und der ddr(schiessbefehl) steht doch auf einem völlig anderen blatt und hat mit der aktuellen situation NICHTS zu tun.
außerdem kann man von jedem erwachsenen erwarten, dass man (bevor man sich zum beruf des soldaten entscheidet) sich der verantwortung für seine entscheidungen und tun bewusst ist.
wenn ich vorab schon arge zweifel habe sollte ich mich vielleicht eher für einen anderen beruf entscheiden.
wirklich, alles sehr verwirrend!
aber gerade dadurch kann der staatsbürger in uniform durch immerwährendes nachdenken sich über seine demokratische gesinnung klar werden, vor allem im ernstfall - soweit er bis zu seiner entscheidungsfindung nicht schon erschossen wurde, entweder vom feind wegen langer leitung oder vom standrechtlichen erschiessungskommando seiner eigeneneinheit einheit, zb wegen wehrkraftzersetzung.
gruss
gesetze, dienstvorschrift und völkerrecht sind niedergeschrieben und verifiziert. was für eine unsägliche diskussion willst du da anstossen? gegen welche dieser tatsachen hat ein bundeswehrsoldat bisher verstossen. bis auf einen oberst in afghanistan, der von den amis falsch informiert und dann fallen gelassen wurde...
eine standrechtliche erschiessung wegen wehrkraftzersetzung, leute wo lebt ihr??? da krieg ich kopfschmerzen und brechdurchfall...
also ich finde, gerade dann kann der beruf wegen der oben erarbeiteten nachdenk- und entscheidungsanforderungen besonders reizvoll sein - jedenfalls so lange, bis man deswegen erschossen wird (s.o.).
vor allem soll die kritische befehlsüberprüfung im rahmen der demokratischen grundrechte nach der neueren doktrin durch den jeweiligen verantwortungsbewussten bürger in uniform (im gegensatz zu früher: "schütze a r s c h") doch gerade stattfinden, wenn ich das ergebnis unserer bisher geführten diskussion richtig verstanden habe.
gruss
na, keine ahnung was du aus der diskussion verstanden hast. ich war länger bei dem verein und denke, dass das kein beruf xyz ist, wo man im nachhinein sagt, ach nöööö, mag ich lieber nicht. im zweifel hängt das leben derer rechts und links von mir davon ab. für leute die dennoch zweifel daran haben gibts ja auch verwendungen, die nur im entferntesten sinne mit dienst an der waffe zu tun haben, oder aber schöne berufe im zivile leben.
erschossen wird man bei der bundeswehr nicht mehr, falls dir das nicht aufgefallen ist. selbst im kriegsfall würde das nicht passieren, da die todesstrafe durch unsere gesetze verboten ist.
Geändert von Gast (31-01-2016 um 21:04 Uhr)
Hatte einer von euch mal eine 5 oder 6 im Sport oder eine schwache 4?
ist klar!
oben wurde behauptet, dass man jedenfalls bei erbrachtem gelöbnis genau diese möglichkeit (gehabt) haben soll.ich war länger bei dem verein und denke, dass das kein beruf xyz ist, wo man im nachhinein sagt, ach nöööö, mag ich lieber nicht.
jetzt wo du´s sagst und ich drüber nachdenke, fällt mir im nachhinein selbstverständlich auf, dass man bisher noch nichts davon gehört hat, dass dort jemand standrechtlich erschossen worden sei.erschossen wird man bei der bundeswehr nicht mehr, falls dir das nicht aufgefallen ist.
jetzt bin ich erleichtert.selbst im kriegsfall würde das nicht passieren, da die todesstrafe durch unsere gesetze verboten ist.
gruss
Geändert von zocker (31-01-2016 um 21:17 Uhr)
Ist doch scheiß egal wie die Gesetze früher oder in Zukunft aussehen. Es zählen die Gesetze die zur Zeit gültig sind. Und heraus zufinden ob ein Befehl rechtmäßig ist, ist in 99% der Fälle nicht so schwer. Das schafft man auch mit normalem Menschenverstand. Selbst die Leute die nicht so schlau sind wie du.
*edit*Als Teilnote hatte ich mal eine 5.
“Das ist zwar peinlich, aber man darf ja wohl noch rumprobieren.”
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