Zitat Zitat von Trunkenbold Beitrag anzeigen
Gut es ist ein Schritt weit weg vom typischen einfach gestrickten, aber auch nicht das Ende des Möglichen. Such dir mal als Kontrast einen wirklichen alten Wettkämpfer der noch zu Zeiten ohne Schutz erfolgreich gekämpft hat und einen Plan vom Unterrichten an sich hat. Dann wirst du verstehen was ich meine und wie egal es ist wie man seinen Kata läuft.
Ich könnte hierzu jetzt auch Gegenbeispiele bringen, aber McCarthy kann das wieder mal besser. Ich zitiere mal den Sensei (frei) von einem Lehrgang:

Das Trainingsmethoden unseres Karates werden häufig diktiert von den Wettkampfreglements unseres Verbandes/Stils. Das kämpfen lernen wir innerhalb dieser Regularien, innerhalb einer sicheren und sauberen Atmosphäre (Dojo).

Innerhalb dieses "Systems" lerne ich bestimmte Techniken und eigne mir gerade die besonders an, die gut funktionieren, all diese Techniken kommen dann in meine "Toolbox".

Die Problematik dabei ist, dass durch so ein Training in der Regel vielleicht gute, aber sehr wenige Werkzeuge in meiner Toolbox landen. Trainiere ich nur meinen Hammer (den Gyaku Zuki) dann kann ich nur hoffen, dass der Job zu dem ich gehe, ein Nagel ist.

Was mach ich aber mit meinem Gyaku Zuki, wenn mich einer in den Schwitzkasten nimmt? Wie hilft mir ein Ashi Barai bei einer Umklammerung von hinten? Bei einem Griff in die Haare usw.
Hart schlagen und treten zu können ist gut, aber lange nicht alles.