Zitat Zitat von Luce Bree Beitrag anzeigen
Dann kennt man bei Euch ja auch bestimmt Antonio Díaz...
Mir persönlich ist er durch YouTube ein Begriff, für die anderen im Dojo kann ich dahingehend nicht sprechen. ^-^
Zitat Zitat von Budo- Sensei Beitrag anzeigen
Ein für mich außerordentlich lehrreicher Thread!

In meinem Bereich existieren Katas vornehmlich um (essentielle) Prinzipien und Funktionsweisen der Kampfkunst anschaulich zu demonstrieren. Es geht also nicht primär um den "künstlerisch-kreativen" Aspekt (quasi eine Kür). Vielmehr soll ein tieferes Verständnis der täglich erlebten Technik-Praxis erreicht werden. Daher existieren nur eine überschaubare Anzahl Katas, welche in der Regel auch nicht nach individuellem Gusto erweitert werden.
Ähnlich einer Doktorarbeit ist der Anspruch an eine neue Kata also, Neuland zu betreten, welches aber unbedingt auch Relevanz für die gesamte Kampfkunst/ den gesamten Stil hat.
Ich denke, dass ich auch diese Richtung bediene, denn wie wir sogar in diesem Thread sehen konnten, ist die Praktikabilität bspw. des Neko Ashi Dachi und des Shiko Dachi im Kampf für viele nicht einmal vorstellbar, dabei sind sie essentieller Bestandteil des Karate und werden sogar in der ersten Pinan-Kata schon vermittelt. Verwendung finden sie im Kumite hingegen äußerst selten, obwohl man mit ein wenig Übung erstaunliche Ergebnisse erzielen kann, wenn man nicht nur in den Angriffs- und Abwehr-Techniken, sondern auch in den Ständen flexibel ist. Nicht zuletzt der Jar-Jar-Binks-Faktor ("Was'n du da machn??") beim Gegner kann einem taktische Vorteile bieten. Das ist auch einer der Hintergründe, warum ich streckenweise fließende Übergänge von einem Stand in den anderen einbaue.

Allgemein: Den doppelten Gedan Barai am Anfang habe ich übrigens inzwischen zu einem doppelten Gedan Yoko Uraken Uchi um... tja, eigentlich "umgetauft", ändert sich ja nicht viel, sieht nur zackiger aus. ^_^