Soo, dann mal an dieser Stelle, auch vor dem Hintergrund des gerade recht aktiven Latosa-Escrima-Threads im FMA-Bereich, meine erste Seminar-Review:
Das Seminar mit Kai Kühn fand am Samstag, 14.03.26 von 12:00 bis 16:00 in den Räumlichkeiten des Jugendhauses "ALF" im Nürnberger Stadtteil Altenfurt statt.
Die Teilnehmerzahl lag Schätzungsweise bei ca. 16 Personen inklusive mir, für die der Trainingsraum, gerade bei den folgenden Partnerübungen gerade so ausreichte.
Der Empfang sowohl durch Kai als auch die anderen Seminarteilnehmer war locker und herzlich, man stellte stellte sich kurz vor bzw. der Großteil der Teilnehmer (ausschließlich Kerle) kannte sich ohnehin schon.
Es lag einiges an Pratzen und Trainingswaffen bereit, die im Folgenden auch noch umfangreich zum Einsatz kommen sollten.
Nach kurzer Einführung ging es dann auch gleich mit dem praktischen Teil los - Für jeden ein Stock und dann zunächst Grundstellung/Struktur bzw. rudimentäre Schrittarbeit und Grundschläge im "Tai Chi-Modus" (Kai). Der Stock fungierte dabei als Klingenwaffe/Machete mit entsprechendem Handling.
Als das halbwegs klappte dann direkt die Transition zur waffenlosen Umsetzung - Paarweise zusammenfinden und dann wechselseitig die gleiche Bewegung als Hammerfist/Open Hand auf Pratze. Kai machte währenddessen die Runde und erklärte/korrigierte hier und da, wobei ich auch selbst eindrucksvoll erleben konnte, welche Power er selbst an den Pratzen generiert, selbst wenn er lediglich einen Slap hineinzimmert.
Als nächstes standen dann Doppelstock-Partnerübungen auf den Programm, die u.a. zur Verdeutlichung des Figure-8-Prinzips bzw. dessen Wichtigkeit und Universalität im Latosa-Escrima dienten. Die Übungen erwiesen sich für mich als Nicht-Escrimador koordinativ mitunter schon als recht anspruchsvoll, jedoch wurde auch hier immer wieder korrigiert bzw. anschaulich erklärt, so dass es auch bei mir dann irgendwann klappte.
War dann allerdings in der vergleichsweise kleinen Bude doch irgendwann recht laut durch das ganze Stockgeklapper, so dass mir am Ende ganz schön die Ohren klingelten... (Notiz an mich: Beim nächsten FMA-Seminar lieber Ohrenstöpsel einpacken, da waren einige andere schon schlauer diesbezüglich bzw. entsprechend ausgerüstet).
Danach dann ebenfalls wieder direkt die Übertragung der Bewegungsabläufe auf die Handpratzen im Rahmen entsprechender Partnerübungen.
Nach einer kurzen Pause wurde dann nochmals auf die diversen Waffen (Stock, Machete, Messer, Schild/Buckler etc.) eingegangen sowie einige Abläufe auch partnerweise mit Trainingsmesser umgesetzt.
Abschließend ging Kai noch auf grundlegende Aspekt bzw. Möglichkeiten und Grenzendes Escrima als Selbstverteidigung unter Beispielnahme verschiedener Szenarien ein bzw. wurden auch (kritische) Fragen beantwortet und es bestand auch die Möglichkeit, mit ihm diesbezüglich in den "handfesteren" Austausch zu gehen.
Mein Fazit:
Die Tour nach Nürnberg und die Teilnahme am Seminar haben sich für mich absolut gelohnt.
Das Seminar war didaktisch m.E. sinnvoll strukturiert und die zeitliche Planung ging auch voll auf.
Es war sowohl für unbedarfte wie mich, die einfach mal einen Eindruck/Überblick vom Latosa-System bekommen wollten sowie auch für erfahrene in dem Bereich etwas dabei, was man mitnehmen konnte.
Die Atmosphäre war entspannt und die Leute allesamt angenehm im Umgang.
Der Kai ist wirklich 'nen netten Jung' - locker, nahbar und auch immer für 'nen Späßchen zu haben. Seine Erklärungen hatten für mich (und ich bin bei sowas auch durchaus kritisch unterwegs) allesamt Hand und Fuß bzw. konnte er alles auch anschaulich und bisweilen eindrucksvoll praktisch demonstrieren/"liefern". Ganz klare Empfehlung meinerseits.
VG Dorschi







Mit Zitat antworten