Jein.Zitat von El Loco
Einerseits gab es dort die meisten Bandenkriege und dementsprechend muss wohl auch die Capoeira ihren Namen dort weggehabt haben.
Auch gab es um 1930 wohl einen gewissen Mestre Sinhozinho (Agenor Moreira Ferreira), der sehr seine Schüler sehr aggressiv und individuell nach ihren Fähigkeiten unterrichtete. Er verband wohl auch als erster die Capoeira mit Greco-Romanischen Wrestling, was heute auch Gruppen wie z.B. Topazio (mit BJJ) machen. Sinhozinhos erweiterter Stil wurde damals unter dem Namen Capoeira Carioca (Carioca = aus Rio) bekannt.
Aber davon mal abgesehen ist Capoeira in Brasilien generell als kämpferischer einzuschätzen als in "Entwicklungsländern" wie Deutschland oder auch im Rest Europas. Man hört immer wieder von Verletzten durch Rodas. Auch gibt es kleine "Kriege" zwischen unterschiedlichen Gruppen.
Wenn zwei Gruppen in einer Roda aufeinandertreffen gibt es nicht selten gewaltsame Auseinandersetzungen. Es gibt auch einige Videos im Internet die regelrechte Massenschlägereien zeigen.
Hierzulande kommt es aber kaum zu solchen Vorfällen, da die meisten Menschen die Capoeira ja eher als Freizeitsport sehen und auch nicht in die höheren Graduierungen vorstossen bzw. nicht in die Tiefe der Capoeira gehen. Dennoch spürt man auch hierzulande bei gemischten Rodas eine gewisse Aggressivität, die sich manchmal auch entladen kann.




