Zitat Zitat von MCFly Beitrag anzeigen
Les mein Posting noch einmal genauer. So habe ich das nicht geschrieben. Aber ich möchte mich auch nicht seitenlang mit Haarspaltereien herumtreiben. Nur fällt mir besonders in diesem Thread auf, dass oft voreilig geantwortet, geschlussfolgert oder auch spekuliert wird, ohne geschriebenes vllt. nochmals aufmerksamer zu reflektieren.

Vergewaltigungsdiskussionen sind in einem Kampfkunstforum eigentlich immer ein undankbares Thema. Aus der Perspektive der Selbstverteidigung übersieht man einfach gerne wesentliche Ursprünge und verrennt sich in ... naja... in "Banalitäten".
Prävention oder Verarbeitung und Umgang mit Erlebnissen sind so viel komplexer, als hier wiedergegeben wird. Das ist ein Thema, in dem sich jeder Einzelne selber weiterbilden muss, wenn er/sie wirklich einen sinnvoll kanalisierten Umgang damit entwickeln will. Da fließt so viel Psychologie und Lebensplanung, soviel inidividueller Charakter mit ein - das leistet weder ein Forum noch irgendein SV-Kurs. Kampfkunst kann helfen, aber auch nur unwesentlich mehr als andere Hobbies. Wir bieten keine Verhaltenstherapie.
Es liegt natürlich nahe, zu behaupten, Sexualtäter schrecken vor wehrhaften Menschen zurück. Aber das ist dann immer entweder die Minderheit aller Übergriffe oder wirklich die Situation, wo das Kind sprichwörtlich in den Brunnen gefallen ist. Prävention beginnt viel früher - wenn man bereits im Bereich der Gegenwehr ansetzt, liefert man sich -bezogen auf den Ausgang- auch nicht unerheblich einer Anhängigkeit von Zufällen oder vom Glück aus...
Deinen Post habe ich noch einmal genauer gelesen und ich stimme Dir darin zu, dass Macht kein wirklicher Trieb ist (laut Definition). Prävention ist ein Problem. Jemand, der nie grössere Probleme mit diesem Thema hatte, wird kein grosses Bedürfnis haben, sich damit auseinanderzusetzen.

Wenn dann etwas passiert ist, beginnt für den Menschen erst das Bedürfnis seine so entstehenden Probleme zu lösen. Die Psychologie oder Psychotherapie beschäftigt sich mit der Lösung solcher Probleme, aber wie effektiv ist das?

Kürzlich bin ich mit einer jungen Frau in ein Gespräch gekommen, die mir durch ihr agressives Verhalten aufgefallen war. ich habe nachgefragt und ein wenig gebohrt und unter Tränen und mit einer gewissen Verzweiflung teilte sie mir mit, dass sie drei Jahre lang eine Therapie gemacht hat und für drei Monate in einer psychatrischen Klinik war. Offensichtlich war das nicht wirklich hilfreich.

Ich reagiere auf meine Umgebung auf meine Art und die Umgebung reagiert auf mich. Für mich ist das ein Miteinander, wodurch etwas entstehen kann.