@ Joergus
Ok...ich bin mit der Materie nicht so vertraut wie du, hört sich aber alles sehr plausibel an. Und du hast recht, überall wird so trainiert.
Das anderswo zT aus Traditionsgründen auch andere Elemente ihren Stellenwert in einer KK haben, sollte dabei aber nicht ausser acht gelassen werden, bzw. sollte man es respektieren, das z.B. der TKDler seine Poomses läuft, der Karateka seine Katas, usw. ohne das davon groß etwas im Sparring übrig bleibt, als "einfache" Arm- und Beintechniken.
Im Ving Tsun gibt es eben das Konzept der abstrakten Bewegungsschulung. Teilaspekte des (z.B.) Fauststoßes werden in ca. 4-5 unterschiedlichen Bewegungen vermittelt. Selbes gilt für Bong, Tan, Pak, usw., sowie für strategische Elemente, wie der Gleichzeitigkeit und der grundlegenden Positionierung, der Schrittarbeit und Ausrichtung, uvm.
Die Didaktik ist davon durchzogen und dementsprechend ist auch das Chi Sao abstraktes Trainingsmittel.
Darüber hinnaus lebt gerade Poon- und Chi Sao von der Kooperation, dem ordentlichen miteinander Arbeiten, was eine Überprüfung der Relevanz von Chi Sao durch Chi Sao mit unkoop. Partner unbrauchbar macht.
Der einzige Weg, den Stellenwert zu ermitteln ist bewusst auf ihn zu verzichten, evtl. alternative Übungen implementieren und die Resultate vergleichen.
Da aber meines Erachtens Chi Sao ohnehin nicht den riesen Stellenwert hat, weil es zu viel ausblendet, wie Distanz, Deckung, usw. ist und bleibt Sparring das einzige Trainingkonzept welches zur Überprüfung harangezogen werden kann.





