Bei der Folge in Fight-Quest ging es um das Kajukenbo im weiteren Sinne und um das Kajukenbo der Kajupit MMA Gruppe von Prof. Greg Harper und seinem Lehrer GGM Charles Gaylord.
Was hier zu sehen war, ist mehr MMA gewesen, denn reines Kajukenbo.
Kaju wird zwar als Ursprung der MMA angesehen (man kämpfte bereits 1953 in Boardshorts und freiem Oberkörper ohne grosses Regelwerk gegeneinander), dennoch ist dies nur wirklich ein kleiner Aspekt. Kajukenbo ist vielseitig und bietet halt eine Menge, doch im Vordergrund stehen die Techniken und Sequenzen, statt Wettkampf oder MMA. Jede Schule oder Lineage handhabt dies etwas anders.
Man muss dazu wissen, dass es durch den Umzug einiger Meister in den 60er Jahren von Hawaii nach Kalifornien, verschiedene Strömungen im Kajukenbo gibt, meist nach dem entsprechenden Lehrer benannt, um die Lineage zu erklären. So aben Einige kleine Änderungen im System vorgenommen, Andere zusätzliche Dinge gelernt und integriert. Heute unterscheidet man vier grosse Sektionen unterhalb des Kajukenbo-Daches:
1. Emperado Hard-Style Method, auch bekannt als Kenpo-Method
2. Tum Pai
3. Ch'uan-Fa
4. Wun Hop Kuen Do
Wir vertreten die Ursprungsmethode, in der es durch die Lehrer der 60er/70er Jahre, folgende Lineages gibt:
Gaylord-Method & Kajupit
Reyes-Method
Peralta-Method auch bekannt als KajukeMbo
Garcia-Method
Asuncion-Method
und ein paar mehr.
Tum Pai, Ch'uan-Fa und WHKD haben eigene hohe Vertreter. Der Bekannteste ist wohl Al Dacascos, Mark Dacascos Vater, der der Begründer des WHKD ist, selbst aber Schüler unter Emperado war und den Rang eines GM im Kajukenbo der Ursprungsmethode besitzt.
Hinzu kommt, dass es weitere Systeme gibt, die dem Kajukenbo ebenfalls nahe stehen und deren Gründer ebenso Kajukenbo in erster oder zweiter Generation erlernten, so das Hawaiian Kenpo, das Cha3, Karazenpo, Kajukenpo etc.
Du siehst also, alles sehr verzweigt!
Aloha!





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