was hält die gemeinde hiervon, für mich ganz ansehnlich und auch nachvollziehbar.
BRUTAL FIGHT SKILLS - YouTube
Hallo!
Mich würde als Außenstehender interessen, wie Shodokan Aikido in der Aikido-Szene beurteilt wird, das sich aus der Sicht eines Laien, rein äußerlich durch eine etwas direktere Ausführung der Techniken und vor allem durch Wettkämpfe abgrenzt.
Beispiele
Shodokan Aikido - Osaka 2001 - YouTube
Shodokan Aikido - Australia 1999 - YouTube
Vieles erinnert an Judo (die Würfe). Auffällig ist eben auch, dass vor allem direkte Hebeltechniken / Blockaden den Angreifer stoppen, während die typischen Aikidobewegung keine Relevanz haben.
-Entspricht dies den technischen Prinzipien und Ansprüchen des Aikido?
-Ist es Ausdruck davon, wie Aikido in der Praxis aussehen könnte?
-Eignet sich Wettkampf überhaupt als Mittel, die Anwendbarkeit von Aikido zu beurteilen?
-Sind sonstige Schlussfolgerungen für das Aikido-Training möglich?
Ich hoffe, dass sprengt nicht den Rahmen dieses Threads und wäre für konstruktive Antworten dankbar. Die Fragestellungen sollen keine Denunzierung des Aikido sein.
Grüße!
Hi,
Das wollte ich eigentlich in den anderen Thread schreiben:
In den 35 Jahren die ich mich jetzt in den Kampfkünsten rumtreibe, habe ich noch nie "echte Jedi-Kräfte" live erlebt, noch welche erworben ().
Solche Sachen wie in dem Video zu sehen, oder andere Dinge, hatten aber u.a. auch einen ernsten Hintergrund in vergangenen Zeiten:
1) Wer will sich schon mit jemandem anlegen der einem auf 20m Entfernung eine verplätten, oder gar schlimmeres mit einem veranstalten kann?!?!
2) Werbung, denn welcher Mensch will sowas tolles nicht können?
Man kann über LT sagen was man will, aber besonders durch seine Bücher habe ich den Blick für solche Tricks bekommen:
Solche "Demos" sind im Grunde wie eine normale westliche Zaubershow aufgebaut, wo es Assistenten gibt mit denen man bestimmte Tricks durchführt, oder die einem bei anderen Tricks helfen. (Achtet mal bei den ganzen "Steine auf Bauch zertrümmern"-Demos darauf, es sind immer nur die eigenen Schüler die das machen, der Hammer wird nie einem Fremden gegeben....aus gutem Grund!)
Eins aber gleich dazu: Viele Tricks bedürfen schon einer hohen Körperbeherrschung, bzw basieren auf körperlichen Eigenschaften die man sich angeeignet hat und sind nicht alle mal so eben schnell wie ein Kartentrick gelernt!
Ein "Trick", der mir als einfiel zu diesem Video, ist die "Windhand". Bei der demonstriert man das man die Energien so bündeln kann, dass man den Gegner aus weiter Entfernung schlagen bzw ihm Schaden zufügen kann.
Meist wird vorher was von geheimen Wissen erzählt und das man selber erst Anfänger ist, oder nicht seine volle Energie einsetzen wird, aber das beste an dem "Trick" ist, dass man ihn bei JEDEM, sprich auch einem Zuschauer, demonstrieren kann!! (Er basiert grob gesagt auf Grundlagen des körperlichen Verhaltens)
Das ganze sieht dann in etwa so aus:
Der Proband stellt sich an eine Stelle auf der Bühne und der "Meister" stellt sich in etwas Entfernung zu ihm hin. Dann geht es los, der "Meister" führt hoch konzentriert theatralisch anmutende Zieh und Drückbewegungen aus, meist fragend ob der Proband etwas spürt und dies meist bejaht, und der Proband beginnt wirklich zu schwanken. Dieses Schwanken steigert sich immer mehr und mehr, wobei sich der Proband wirklich so bewegt wie es die "Energiehände" des Meisters vorgeben.
Der "Meister" bricht dann die Vorführung ab, meist mit einer der oben genannten Erklärungen, und der Proband samt Zuschauer staunen!
Der "Trick" dahinter ist so simpel das ihn sogar ein Kind lernen kann:
Alles in allem basiert der "Trick" darauf das kein Mensch zu 100% ruhig stehen kann, sondern immer Ausgleichsbewegungen stattfinden um das Gleichgewicht zu halten. Im normalen Tagesablauf bekommt man diese nicht mit, da sie unbewusst im Hintergrund ablaufen, aber bei diesem "Trick" dem Probanden versteckt bewusst gemacht werden.
Man lässt Ihn keine "stabile Position" einnehmen, obwohl es auch damit funktionieren würde, sondern explizit mit den Füßen zusammen bzw "normal" stehen. Als Ausrede ihn nicht optisch ablenken/beeinflussen zu wollen, sagt man ihm er solle die Augen schließen.
Von da an wartet man etwas, mit für die Zuschauen konzentriert für die Zuschauer ausgeführten Zieh&Drückbewegungen, und fragt ob der Proband etwas spürt. Das wird er tatsächlich, nämlich die Bewegungen die der Körper ausführt um das Gleichgewicht zu halten und je mehr er sich darauf aktiv konzentriert (Spürst Du das/etwas) wird er unbewusst darauf einwirken....was zum "Schwanken" führt. Der "Meister" braucht nun einfach seine Bewegungen diesem "Schwanken" anzugleichen und voila: Der Meister bewegt den Probanden!
Den "Trick" mit der "Massenbewegung" sehe ich ähnlich, wobei hier wohl "der Erste", den die anderen umklammern, wohl eine entscheidende Rolle einnimmt und weshalb sich der "Trick" auch (optisch) mit ein paar unbeteiligten ausführen lässt. Wie der eine hier schon gesagt hat, als einzelner kann man die "Massenbewegung" schlecht verhindern und plumpst mit um!
Gleichwohl haben die "kontaktlosen" Aktionen auch einen realen Hintergrund, bei dem mit den Reaktionen des menschlichen Körpers "gespielt" wird, um so z.B. das Gleichgewicht des Gegners zu brechen.
Gruß
Alef
Ok wenn sie blödsinnig wirken soll, dann ist es ja gut.
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Schnelligkeit und Dynamik sehe ich bei vielen Aikidoka. Zu Demozweckem werden häufig die gleichen Angriffsformen gewählt (obwohl sich auch anderes auf Youtube finden lässt), geübt wird meist mehr und Variationen sind möglich und sinnvoll.
Ich behaupte ja nicht, dass er Mist demonstriert - doch wenn das alles ist, hat er den Fokus so weit verschoben, dass es eigentlich kein Aikido mehr ist.
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