Nun ja, er behauptet das die Sanchin die kämpferischen Anwendungen schult und nichts mit dem "Gesundheits-Qigong" zu tun hat. Er bringt jedoch nur unvollständige Beispiele für Bilder aus dem Gesundheitsqigong und nichts aus den kämpferischen Bereich. DAS ist dann sehr wohl falsch.
Ich habe keine Ahnung was in den Verbänden so alles gelehrt wird, allerdings habe ich noch von keinem dort das gehört, was ich von meinem Karate-Lehrer gehört habe, geschweige denn von meinem Bagualehrer.
Ich denke das dieses Wissen einfach sehr oft nicht wirklich verstanden wurde. Eins steht fest, jemand, der eine "harte" Sanchin macht hat sie definitiv nicht verstanden oder gehört (und das gilt auch für die chin. Varianten).
Man kann durch die Übung der Entspanntheit sehr wohl "fest" werden, aber eben nicht hart. Fest ist "passiv" hart ist "aktiv"...
Von der Grundidee ist das gar nicht so verkehrt, aber das Bild hat nix mit der Art Visualisationen zu tun, die ich meine. Vor allem sind diese Bilder keine "lose Sammlung" sondern stehen in einem didaktischen Kontext zueinander und bauen logisch aufeinander auf.
Die Arbeit mit den "Gesundheitsbildern" schafft erst das Fundament und wird dann langsam aber sicher erweitert.
Die Arbeit über diese Visualisationen ist die Essenz. Ich bin nicht ohne Grund jetzt beim meinem neuen Lehrer gelandet. Mit seinem Wissen ist so viel so logisch geworden. Auch in meiner Übertragungslinie fehlte noch so viel im Vergleich zu dem, was in China da ist...
Oyama hat nicht umsonst seine Leute zu Sawai geschickt und Sawai hat nicht umsonst mit dem Judo aufgehört.
Wenn man diese Art der Arbeit nicht kennt hört sich das mehr als verrückt an, aber man muss es wirklich fühlen um es zu verstehen, ich kann es nicht oft genug betonen.
Die Bilder sind bekannt, nur versteht keiner was wirklich damit gemeint ist, ich mußte fast laut auflachen als ich es das erste Mal spüren durfte und dann die Erklärungen dazu hörte (die mehr als simple sind).
Um das jedoch anwenden zu können bedarf es einer intensiven Körper und Geist Schulung (vor allem Geistschulung). Nicht nur im Training, sondern in der Tat in jedem einzelnen Augenblick (und nein das hat nix mit "Do"-Philosophie zu tun).
Grüße
Kanken






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