Zitat Zitat von 1789 Beitrag anzeigen
das applied wing chun finde ich sehr schön. aggressiv und variabel.
allerdings ist es für MICH eher kein ing ung im klassischen sinn:
warum ? weil es keinen permanenten vorwärtsdruck erzeugt,und sich fast alles in der kicking range und boxing range abspielt.für mich also eher eine "art" kickboxing. (wohlgemerkt das was man da in den clips sieht schon auf sehr gutem level !!)
grundsätzlich halte ich ja eben weniger von diesem rein-raus.
ich mag eher ein kompromissloses schliessen der distanz und dann den gegner ständig unter druck zu halten.
aber eben wie immer nur so meine meinung halt.könnte ja sein dass die andere idee (rein-raus) in wahrheit die bessere is....

gruss1789
Im DL Wing Chun werden aber auch die klassischen Trapping Elelemente trainiert, ebenso wie die Formen und Lap Sao und ChiSao. Beim Chisao wird aber auch mit relativ viel Druck gearbeitet, also nicht "weich" wie im WT. Vorwartsdruck ist immer wichtig, allerdings nicht nur aus der Trappingdistanz und aus der Kickingrange muss man halt auch erstmal dort hin kommen.

Es wird halt früh wert auf das Distanzverhalten und auch auf Stressdrills wie Kreistraining gelegt und der Stand ist tiefer und mobiler. Ab einem gewissen Level kommt dann VK Sparring dazu - auch mit Boxhandschuhen, da geht es dann weniger um die Trappingtechniken, sondern darum, Stress zu simulieren und mal richtig draufgehen zu können.

Es kommt halt immer drauf an wie man klassisches Wing Chun definiert bzw ob es überhaupt so etwas gibt. Duncan Leung sagte selbst immer, dass die Privatschuler Yip Mans alle eigene Interpretationen des WC unterrichten. Die Kickboxelemente sind defintiv da, aber ich denke sie ergänzen eher als dass sie im Vordergrund stehen. Auf den Videos sieht man es halt auch viel weil es "medienwirksam" ist und es meist Videos einzelner Schulen sind. Leung selbst ist ja nicht so medienpräsent wie andere Yip Man.

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