@Budo-Sensei:

Die Möglichkeit, sich auf ein Programm berufend, Ansprüche auf einen Gürtel ableiten zu können, wird mittelfristig zu einer Inflation der farbigen Gürtel führen.
So sehe ich das auch.
Wer das, was da in diesem Programm verlangt wird, "fehlerfrei" vorzeigen kann, wird die entsprechende Graduierung erhalten.
So wie im Judo.

Die Formalisierung eines Prüfungsprogrammes entlässt m.E. den Blackbelt aus der persönlichen Verantwortung (der anonym werdende Prüfling konnte halt den geforderten Stoff zeigen, also wurde er graduiert). Es ist dann kein Qualitätsmerkmal mehr, von wem man den Gurt hat.
+1!

Ich trainiere seit mehr als 30 Jahren Judo und jetzt knapp drei Jahre BJJ, kenne also beide Arten Gürtel zu erlangen.
Und ich bin entschieden auf der Seite der Graduierer im Vergleich zu den Prüfern!
Richtig.
Prüfungen haben aus meiner Sicht nur Nachteile.
Wird graduiert, und ist der Graduierende jemand, der respektiert wird, weil er was kann, sind formalisierte Prüfungen überflüssig.
Wer all das beim Rollen und beim härteren Randori wiederholt anwenden kann, was zu "seiner" Stufe, zu "seinem" Level gehört, der wird sich zu Recht veralbert vorkommen, wenn er genau dasselbe nochmal wie ein Tänzchen vor einem "Prüfer" demonstrieren soll.

Und wer das alles nicht anwenden kann, der hat den entsprechenden Gurt nicht verdient, ganz gleich wie "sauber" und toll er eine formalisierte technische Prüfung ablegt.

So jedenfalls sehe ich das.