Auch "Ideale" (sagen wir, ein Kodex) können das Überleben sichern. Bei nem Spießerhaufen etwa, dass man nicht zurückweicht, bevor`s nicht auch die andern tun. Seine Kameraden also, im Wortsinn, nicht "im Stich lässt". Nur das sichert das Überleben möglichst Vieler.auch den landsknechten ging es in erster linie darum, zu überleben.
wer tot war, konnte nicht mehr plündern ...
folglich wurde alles, buchstäblich alles getan, um das eigene überleben so gut wie möglich zu gewährleisten.
Bis heute wird die "Kameradschaft" unter Soldaten durchaus systematisch gepflegt. Und auch, dass man keine eigenen Soldaten zurücklässt, wäre so ein "Kodex", der für die Moral der Truppe ganz wesentlich ist.
Es gab auch immer sowas wie als besonders "ehrlos" geltende Waffen. Im WK I etwa konnte ein Soldat, der mit umgeschnalltem Flammenwerfer gefangengenommen wurde, nicht auf Gnade hoffen. Auch abgesprungene Bomberpiloten wurden mit größerer Wahrscheinlichkeit massakriert als gewöhnliche Infanteristen.
Hat das was mit "Werten" zu tun, wie wir uns die heute landläufig vorstellen? Eher nicht.
Aber es ist halt auch nicht der totale Krieg, wie ihn sich heute viele vorstellen. Es gibt Regeln, deren Einhaltung man auch vom Gegner erwartet. Und deren Übertretung (wie im Krieg üblich, sehr drastisch) sanktioniert wird.




