Studien zeigen, dass Patienten die sich homöopathisch behandeln lassen meist chronisch krank und schulmedizinisch vorbehandelt sind. Ihre Beschwerden verbessern sich nachhaltig und die Effekte sind – soweit überhaupt erforscht ‐ mit denen schulmedizinischer Behandlung vergleichbar.
Inwieweit homöopathische Arzneimittel einem Placebo überlegen sind ist unklar, für viele Indikationen gibt es keine Studien und vorhandene Studien finden widersprüchliche Ergebnisse.
Bisher ist nicht eindeutig belegt, dass sich homöopathische Arzneimittel von Placebo unterscheiden.
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Im Prinzip hat man das Gefühl, dass fast jeder zur Homöopathie eine klare Meinung hat, die ist entweder negativ oder positiv. Das hat primär damit zu tun, dass die hohe Verdünnung der homöopathischen Arzneimittel nicht mit unserem naturwissenschaftlichen Weltild vereinbar ist und es auch keine plausible Erklärung gibt, wie diese Arzneien spezifisch wirken könnten.
Wissenschaft versucht grundsätzlich jedoch erst mal offen in beide Richtungen zu sein und eine sachliche Fachdiskussion auf der Ebene von Erkenntnissen zu führen. Die Fakten sind jedoch aufwendig zusammenzutragen und in manchen Punkten nicht so eindeutig wie einen manche glauben lassen wollen. Das macht die Diskussion schwierig. Auch hier gilt das Prinzip, dass oft nicht die, die am lautesten schreien (ob pro oder contra Homöopathie) recht haben.