Zitat Zitat von Aruna Beitrag anzeigen
Herr Blauer erklärt den Unbeugsamen Arm nun doch damit, dass eine Aktivierung von Flexorenkette (Faust machen, Nacken beugen..), die Extensoren (Armstrecker) schwächt..
Der Ansatz ist also nur die richtigen Muskeln benutzen und die hinderlichen entspannen, wie in dem Aikido-Artikel, der Anlass für den Thread hier war (hier noch mittels intermuskulärer Wechselwirkung erklärt).
Also weder meine Erklärung mit Mikrobewegungen und Kraftansatz verschieben, noch Deine Zusatzerklärung mit der kinesiologischen optimalausrichtung..
Oder besteht Deine kinesiologisch Optimalausrichtung darin, beim Strecken nur Strecker und beim Beugen nur Beuger zu verwenden?
Nutzt Herr Blauer diesen Effekt den er hier demonstriert und ausprobieren lässt, in seinem System als grundlegende Mechanik und Ansteuerung, oder geht es ihm darum zu zeigen, dass die Aikidoka und andere da teilweise ein übertriebenes Brimborium um einfache physiologische Effekte machen?
mir gefällt das Video , weil es optisch sehr simpel das wesentliche rüber bringt um damit sofort arbeiten zu können.
aber wie so oft , geh ich nicht komplett mit der Erklärung dazu konform (muss ja auch nicht, solange es funktioniert)

das reine Entspannen der Gegenspieler halte ich für zu wenig , da es in meinen Augen eine konkrete Richtung für die Ansteuerung braucht , allein schon um die Gelenke korrekt stapeln zu können und einen Kraftansatzpunktentzug (was für ein Wort^^) zu ermöglichen. (man sieht ja auch deutlich den Vorwärtsschub (entgegengehen) der Probanden, der aufgebracht wird , wenn Blauer seinen Druck verstärkt)

das Kinesiologiegefühl, was ich erwähnte , benutze ich als Körper/Empfindungsbild , um meine Gelenke in ihrer Zentrierung zu behalten. vor allem wenn es unkooperativ wird , und der Gegner/Partner ständig die Kraftrichtung wechselt . von Beugen zu Strecken und/oder zu Rotation, zw. Schieben und Drücken und/oder Verwringen usw.
also in sehr aktiven Situationen .

man spürt so sehr schnell wenn das/die Gelenk/e anfangen zu schwimmen (sorry für den Ausdruck) oder sie im "Stabilmodus" bleiben. ein Stück weiter und die Muskulatur bricht ein.

man könnte auch sagen, nähert sich ein Gelenk seinem Stresspunkt , schaltet ein Teil der umgebenden Muskulatur ab und die benutzte Kette bricht ein.

diese Wahrnehmung benutze ich.
also bin ich die ganze Zeit am Ausrichten der Gelenke , bei gleichzeitiger "innerer" Aufrechterhaltung der Bewegungsrichtung.

und nur nebenbei. ich habe bis heute keine schlüssige Erklärung gefunden , was zum Henker da (bei der Kinesiologie ) wirkt, v.a. bei Intervention deines Gegenübers. aber wirken tut etwas und das ziemlich stark. und man kann es benutzen.

und nicht in die Irre führen lassen. auch wenn ich von Zentrierung der Gelenke spreche (mein Bild ) , erreicht die Wirkung das ganze System (Körper) .