Meine Eltern haben sich mir gegenüber nicht über Religion geäußert.
Mit 9 Jahren habe ich mal für eine Weile probiert, an Gott zu glauben.
Habe abendliche Gebete vor dem Bett kniend gemacht.
Im Wesentlichen, weil mir die Begrenztheit meiner Eltern sehr klar geworden war und weil ich eine höhere Sicherheit suchte, die sie, meine Versorger schützt.
Hab auch andere in meine Gebete eingeschloßen, damit mein Anliegen nicht so auffällt, bzw. als deal, falls ich ja eh durchschaut bin.
In meinen Augen gibt es halt evolutionäre Gründe, warum wir Menschen glauben wollen.
Kinder sind da anfälliger, denen nützt eine Phase der Akzeptanz höherer Ansagen auch am meisten.
Als die Menschheit Kind war, mögen die Religionen tatsächlich mehr Nutzen als Schaden gehabt haben.
Jetzt wäre es vielleicht an der Zeit, an die Menschlichkeit, statt an Gott zu glauben.
Also zu verstehen, wie man selber tickt, wieso Menschen glauben wollen und wo die Gefahren liegen.
Für mich steht Glaube dem tieferen Verständniss menschlicher Psyche ab und an im Weg.
Wäre interessant zu hören, wie andere hier als Kind und heute Religion für sich erlebt haben.
Geändert von Gürteltier (17-03-2017 um 15:32 Uhr)
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