Sehe ich auch so. Ich beziehe das aber immer mehr auf Stammbäume und Übertagungslinien. Es ist natürlich nett und beeindruckend, wenn der Trainier, meines Trainer von jemandem Trainiert wurde, der selbst von Funakoshi unterrichtet wurde, der ja wiederum ... usw. Es ist interessant, mehr aber auch nicht. Es ist kein Garant für "gutes" Karate oder "richtiges" Karate.
Wen interessiert es, wer den Trainer es Boxers trainiert hat oder Trainer eines Ringers. Auch im Judo oder Ju-Jutsu ist es vollkommen schnuppe, solange die Leute etwas können. Komischerweise legen gerade im Karate und den chinesischen Künsten die Leute das wahnsinnig viel Wert darauf - warum auch immer.
Mein Ju-Jutsu-Haupt-Trainier hat sich damals sein Können ab dem Grüngurt im trial and error Verfahren, über Besuche in Judo- und Karate-Vereinen und auf Lehrgängen angeeignet. In erster Linie hat er aber trainiert, trainiert und trainiert, ausprobiert, verändert und ausprobiert. Am Ende hat er echt was drauf gehabt. Technisch habe ich selten Trainier in den Jahren gefunden, auch auf höchster Ebene, der anwendbareres und praxistauglicheres Ju-Jutsu gelehrt hat. Die Sachen haben einfach funktioniert. Da war es mir auch egal, wer jetzt sein "Meister" war. Da gab es direkte Schüler der ersten JJ-Pioniere in Deutschland, die deutlich weniger konnten.





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