Ist doch so. Es hat drei Entwicklungen gegeben im Karate. Sportkarate und Kyokushin-Vollkontakt. Dann noch die Kyushointerpretationen.
Alle trainieren die traditionellen Formen und Bunkai. Und alle machen was völlig anderes im Kampf. Sportkarate fechtet ohne Degen. Kyokushinkai kämpft einen Kickboxhybrid. Und Kyusho kämpft nicht ,versteift sich aber auf Punkte und macht lustige Allgemeinaussagen wie, das sind alles Angriffe oder geben Alternativen zu den Blocks welche durchaus interessant sind, aber das volle Spektrum des regellosen Kampfes bei weitem nicht abdeckt. Weil es eben nie ein Stil war..
Ist doch irgendwie völlig weich. Da trainiert man Grundschule, Kata, Bunkai und am Schluss macht man alles andere, nur nicht das was einem die Formen vorgeben. Ich probiere so zu kämpfen und zu laufen wie es die Formen Bunkai und Grundschule vorgeben. Man muss es anwenden wollen! Das ist der Punkt.
Zum Beispiel hüpfe ich im Sparring nicht herum, sondern verkürze zum Beispiel meinen Stand von Zenkutsu Dachi zu Moto Dachi wie es Heihan Nidan vorgiebt.
So bin ich fähig zu kontern weil ich noch in einer Distanz bin welche dies erlaubt.
Wenn ich Sportkaratetechnisch gleich wie ein verängstigtes kleines Mädchen aus der Situation nach hinten springe, meinen ganzen Körper aus der Schussbahn nehme nur weil einer einen Tsuki auf mich abfeuert, dann bleibt es eben Sportfechten. Es hilft auch Blocken zu trainieren aus dem Stand. Rakka nennt sich das bei uns im Shito. Boxkombinationen mit traditionellen Blocks abwehren. Sollte dabei das höchste Ziel sein
Man muss Bunkai bewusst im Sparring einbauen, bewusst mit den Ständen spielen. Man muss es üben wollen!
Manch einer wäre überrascht wie gut man damit kämpfen kann, wenn man das möchte...





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