Zitat Zitat von krav maga münster Beitrag anzeigen
Man muss die ganze Sache mal aus unterschiedlichen Perspektiven sehen.


Damit sich die Combatives verbreiten, müssen sie den selben Weg wie das Krav Maga gehen...über Schnellausbildungen.

Unter Schnellausbildungen leidet immer die Qualität, ist also über kurz oder lang immer ein Genickbruch.

Ein Blick auf das Krav Maga der letzten 15 Jahre spricht da Bände...

Leute machen Ausbildungen von 80-200 Stunden...wäre bei mir bei dreimal Training die Woche 5-11 Monate Krav Maga.

Einige dieser Leute haben nach kurzer Zeit keinen Bock mehr auf die Struktur des Verbandes, werden Freelancer oder was lukrativer ist, sie gründen ihren eigenen Verband.

Egal mit welcher Vorbildung diese nun selbst "Chief-/Head-/Master Instruktoren" in ihre Krav Maga Ausbildung gegangen sind, schlussendlich haben sie selbst nur ein Pool aus 5-11 Monaten aus denen sie schöpfen können.

Dann erinnert man sich gern an die Sachen die man zuvor trainiert hat oder orientiert sich sofort in eine andere Richtung und mischt dieses dann in sein Pool.

Es wird also alles immer mehr verwässert...die Qualität leidet.

Im Endeffekt stört es aber auch keine Sau und hier kann ich "MAT Hannover" beipflichten, die Leute wollen lieber cool aussehende Techniken.

Wie das Pärchen, welches vor kurzer Zeit mal ein Probetraining in Bochum gemacht hat.
Sie haben bei mir in einer Trainingseinheit nur den stabilen Stand und die ersten 4 Schlägen aus unserer "Punch Template" trainiert.

Als ich zum Ende des Training fragte "Und wie hat es euch gefallen?" kam die Antwort "Naja, eigentlich dachten wir, wir bekommen so eine Verteidigung gegen Würgen und Festhalten gezeigt".

Meine Antwort darauf war "Habt ihr doch gelernt...Schau her ich würge dich jetzt mal. Geh in den stabilen Stand und schlag mich mit den Schlägen die du trainiert hast". Die selbe Vorgehensweise dann gegen unterschiedliche Kontaktangriffe. Hat alles nichts geholfen, sie wollten verschiedene Techniken und wenn es geht ohne viele Schläge.

Was nun erschwerlich dazu kommt und schlussendlich gegen die Combatives spricht...
Jemand der hauptberuflich Trainer ist, wird mit einem minimalistischen System keine Kunden auf Dauer binden können.

Gruß Markus
Im Grunde teile ich Deine Meinung; allerdings sehe ich bei uns eher Leute Richtung Ausbildung gehen, die schon längere Zeit als Trainierende sowieso an Bord sind. Dazu kommt, dass ich arg vermute, dass eine Stunde Instruktor-in-spe-Training ein anderes Level hat als das Durchschnittsstündlein unter der Woche. Das 1:1 umzurechnen geht vermutlich also nicht auf.