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Thema: Kata im Judo - Welchen Sinn haben sie heute noch?

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  1. #8
    Gast Gast

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    Warum machen wir im Judo Kata, was können die besser leisten als freies drillen, Nagekomi und Uchikomi?
    du kennst ja meine meinung dazu.
    kata hatten ihre berechtigung, inzwischen braucht man sie nicht mehr unbedingt, um gutes judo zu machen.

    die russischen judoka etwa haben mit kata sehr, sehr wenig am hut (ich kenne viele russische bzw. ehemals sowjetische judoka).
    und, ist das judo, das sie praktizieren, etwa schlecht?
    nöö.

    in einem deutschsprachigen judoforum wollte mir ein älterer herr, dessen reale randorifähigkeiten ich eher für recht gering halte, der aber ein großes wissen in bezug auf kata für sich reklamiert, mal einreden, man würde im judo mit bestimmten kata "erst nach 20 jahren training anfangen".
    weil man erst dann verstünde, was man da macht.

    das ist unfug.
    was soll der sinn einer kk sein, in der ich 20 jahre brauche, um bestimmte bewegungen / bewegungsmuster überhaupt erkennen zu können?
    und wie lange soll ich dann noch üben, um den kram mal anwenden zu können ...?

    wenn ich nicht irre (ich müßte die stelle mal raussuchen, das kann aber dauern) hat kano selbst irgendwo in einem seiner texte gesagt, daß man judo auch erlernen kann, ohne kata zu praktizieren.
    damit sind allerdings nur die sogenannten "großen" kata gemeint, also nage-no-kata, katame-no-kata etc.etc.pp.

    immer dann, wenn man einen wurf drillt (oder im bjj ein setup) ist das nach japanischem verständnis "kata", weil's kein randori ist.


    schon der britische judoka geoff gleeson hatte 1973 den sinn der judo-kata angezweifelt. in seinem buch "judo for the west" geht er darauf ausführlich ein, und seine argumente sind nicht von der hand zu weisen.

    wie "lehrreich" die kata des judo sind, kann man an einem eher beschämenden beispiel deutlich machen. es tut mir als judoka zwar in der seele weh, das zu sagen, aber es ist eine tatsache: welcher "kata-weltmeister" im bereich "katame-no-kata" (form des bodenkampfes) wäre in der lage, in einem ganz gewöhnlichen bjj-gym den angriffen der ... na, sagen wir mal ... purplebelts standzuhalten und diese sogar zu tappen?
    ich hab da eine böse vermutung ...

    dann ergibt sich doch die frage, ob die von kano geschaffene katame-no-kata den heutigen anforderungen an das grundlegende können im bodenkampf nicht mehr gerecht wird ... wenn das so ist, braucht man sie nicht mehr ... oder ob die kata nach wie vor eine ganz tolle sache ist, nur diejenigen, die sie praktizieren und lehren machen irgend etwas falsch ...
    also meiner meinung nach trifft ersteres zu.

    Geändert von Gast (24-07-2018 um 20:54 Uhr)

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