Zitat Zitat von Narexis Beitrag anzeigen
Passt halt nicht wirklich zum Bild, das Khabib so schön versucht aufrecht zu erhalten oder zu vermitteln bzw. den Werten, für die er einstehen will... Ist einfach das übliche Geschwätz über Ehre und Ruhm etc. und jetzt ziehen er und seine Leute den Dreck ab, aus dem man sich bei dem Dreck von MCG damals noch „rausgehalten“ hat bzw. wohl einfach nur nicht genug Leute vor Ort hatte und nicht einmal nach einem so klaren Sieg das dadurch gezeichnete Bild für sich sprechen lassen kann... Wundert mich nicht wirklich, dass Taten und Worte so auseinanderfallen, ist nur lächerlich und schade; aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

(... und ja, wer so auftritt, hat sich auch im Griff zu haben und sich nicht nach dem Ende (und auch noch einem dominanten Sieg) derart provozieren zu lassen... Die Aktionen vom Team gehen noch weniger bzw. kann ich’s beim Kämpfer noch irgendwie verstehen, wenn sowas passiert, aber nicht beim Team... Bei einem Diaz wär’s mir bspw. auch vollkommen egal, nur predigt der auch nichts in die Richtung .
Dabei ist’s auch vollkommen egal, was MCG für einen Dreck abgezogen hat und ich kapier auch nicht, was und wieso nach dem Kampf die Meinung eines Danis Khabib nur irgendwie interessieren sollte... Beides geht überhaupt nicht, egal was die andere Seite gemacht hat und auch der ganze Dreck im Rahmen der Promotion ist eine losgeöste Geschichte, die schon länger dafür gesorgt hat, dass ich mir mittlerweile fast nur noch die Kämpfe anschaue...

Die typischen „Ehrenmänner“, wie man sie auch so oft auf der Matte trifft... Was würde ich dafür geben, wenn man einfach mal die Klappe halten und durch Taten überzeugen bzw. das Bild vermitteln würde...)

Die ganze „Schuldfrage“ ist doch auch lächerlich. Wer so nach außen auftritt und für bestimmte Werte einstehen will, sollte sich auch so benehmen - ganz egal, was denn die bösen anderen machen. So viel Rückgrat, Authentizität und Standfestigkeit erwarte ich dann doch von einem derart überzeugten und starken Mann - sonst einfach mal die Klappe halten oder zumindest dafür gerade stehen bzw. es im Ring klären - und da bin ich persönlich enttäuscht, denn ich hätte "mehr" erwartet und zugetraut. (/e: Nur einer ist verantwortlich für die eigenen Handlungen .)

Naja, wenn’s blöd läuft, könnte es für Khabib natürlich schwer werden, ohne Visum zu kämpfen... Glückwunsch... Dann mal viel Spaß mit den strafrechtlichen Konsequenzen und den (möglichen) entsprechenden Folgen (/e: alle Beteiligten betreffend).
Ich hab das unten stehende gerade fast unverändert einem befreundeten BJJ-Blackbelt geschickt, aber es passt auch hier.

Find ich schade, dass Du das so siehst. Ich habe ja relativ viele Freunde, Trainer, Trainingspartner etc. von dort, und für mich stellt sich der Fall genau umgekehrt dar: Alles, was im Vorfeld gelaufen ist, hat zu dem hingeführt. Allein die Tatsache, dass der Kampf zustande gekommen ist, stellt die UFC für mich in eine Ecke mit der WWF der 1980er. Ich bin strikt dagegen, dass ein Kampf mit persönlichen Angriffen, Angriffen auf den Glauben einer Person oder Kritik an einer politischen Konstellation promotet wird, ganz zu schweigen von kriminellen Straftaten (#Bus). All das geht gegen meine Überzeugung, was Sport sein sollte, nämlich eine Brücke (von der Vorbildfunktion der Athleten mal ganz zu schweigen). Sport DARF meiner Meinung nach nicht dazu instrumentalisiert werden, auf den Überzeugungen von anderen Menschen rumzutrampeln. Auch wäre MG von jedem vernünftigen Amateurverband mindestens zehnmal gesperrt worden bis zu dem Punkt; zu erwarten, dass das ganze Vorgeplänkel ohne Konsequenzen bleibt, ist meines Erachtens äusserst kurzsichtig, um nicht zu sagen grob fahrlässig. Ich hätte allerdings eher erwartet, dass die Submission "versehentlich" nicht losgelassen oder das, was meines Erachtens nach eher ein jawlock als ein choke war, durchgezogen wird.

Ich für meinen Teil habe von Khabib am Kampftag das erste Mal fragliches Verhalten gesehen, aber wie gesagt, ich kann es zu 100% nachvollziehen, auch wenn ich es nicht unterstütze. Aber das wirklich Schlimme ist meiner Meinung nach, dass solches Gelaber wie von MG im Vorfeld immer dazu führt, dass sich die Parteien weiter voneinander entfernen - extreme Aktionen führen in der Regel zu extremen Gegenaktionen. Und es ist wirklich nicht so, dass wir das im Nahen Osten brauchen würden.

Welche Sanktionen man wem gegenüber angebracht findet ist eine Diskussion, in die ich mich nicht einmischen werde. Nur eines würde ich mir im MMA aktuell sehr gut überlegen: ich würde überdeutlich klarmachen, dass die UFC und der dort stattfindende Zirkus NICHT für MMA steht, dass man es NICHT billigt, dass Trash Talk in persönliche Beleidigungen ausartet und dass der Verband JEDE Verletzung der Regeln, des Anstandes oder des Gesetzes sofort und unnachgiebig ahndet, ungeachtet dessen, wer die Übertretung begangen hat oder wie viel Kohle man sich von dessen Kämpfen so erwartet.

Beste Grüsse
Period.