
Zitat von
Hu Yaozhen
Ich wäre ja gerne einmal genauer darauf eingegangen. Da das Thema anscheinend immer im Ansatz schon auf Widerstand stösst, macht es keinen Sinn. Wenn andere Ideologien die Lösung des weitverbreiteten Problems bringt, welches in diesem Thread angesprochen wurde, braucht es das ja auch nicht.
du gehst nur dann auf ein Thema ein , wenn kein Widerstand kommt ?
Ich bin jedoch der Meinung (und die ist im Kampfkunst-Board nicht sehr populär), dass es in einem Kampf Ruhe und Übersicht braucht. Wenn man seine Aktionen zum Beispiel mit Wut und Aggressivität koppelt, ist die Gefahr, dass man blindlings in einen Konter rennt, um Klassen höher. Speziell wenn mein Gegenüber Ruhe und Übersicht behält
wieso bleibt nur Wut und Aggression als Alternativen , wenn es um emotionale Kopplung geht. das spricht doch auch Bände was im allgemeinen darunter verstanden wird .
zum Thema Ruhe und Übersicht
klar ist das , das große Ziel. aber mal ehrlich , das ist doch genau der Punkt der als erstes flöten geht.
vll. nochmal zur Erinnerung. wir sprechen von Situationen die UNVERTRAUT und BEDROHLICH sind. plötzlich und unerwartet. .. keine Dojo-Atmospähre , kein sich Anbahnen , keine Sicherheit im Hinterkopf .
Stress entsteht durch Überforderung oder die Angst davor, weil man weiss, dass die Voraussetzungen, um die Situation zu meistern, wohl nicht oder nur sehr knapp reichen.
genau DAS wird aber nunmal entstehen , wenn die Situation Unvertraut , heftig und eben Bedrohlich ist.
da gilt es den Erstschlag zu überstehen , auch den emotionalen , um dann zu einem vertrauten Zustand , Punkt , Handlungen , zurückzufinden. ... um Handlungsfähig zu werden/bleiben.
Angst wird , in meiner Erfahrung, IMMER dabei mitspielen/entstehen . natürlich in Abstufungen , aber sie ist da. deshalb ist es so wichtig zu etwas Vertrautem zurück zu . finden. .... Bezugspunkte finden.
dieses Vertraute muss aber vorher irgendwo mal erfahren sein , ist klar. sei im Training , sei es als Erfahrung , können auch andere sein , solange der gleiche Mechanismus ausgelöst wird !
Sind die Positionen "korrekt" schützen sie einen, ohne dass man sich darüber Gedanken machen müsste. Ist die Stabilität gewährleistet, muss man sich auch keine Gedanken machen, ob der Gegner die Deckung zusammen donnern kann
hier ist das Problem.
die Positionen sind eben nicht mehr korrekt , die Stabilität nicht mehr gewährleistet , wenn du INNERLICH gekippt bist .
kippt deine Psyche , dann kippt auch dein Körper.
egal wie gut du geübt hast, wie korrekt die Positionen im Training stehen , und du Stabil bist . ..... ein einziger heftiger Angriff mit entsprechender Intention , überschreibt ganz fix deine mühsam aufgebauten Muster.
dass man sein eigenes natürliches Bewegungsverhalten wieder zum Ursprung zurück bringt - nämlich die Genialität des menschlichen Bewegungsapparates optimal zu nutzen. Dann muss nicht unter Stress auf Eingeschliffenes (Aufgesetztes) zurück gegriffen werden.
muss man nicht , da hast du recht, aber deinem Unbewusstem ist es recht egal , wie toll die eigenen Theorien sind. es wirkt unbeirrt.
Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)