
Zitat von
Bücherwurm
Dafür ist Form m.E. da. Das dem Einzelnen erstmal ein Maßstab gegeben wird: So soll es aussehen, so soll es funktionieren. In der Auseinandersetzung mit diesem Maßstab verbessert er sich, versteht ... ..braucht vielleicht irgendwann die formelle Übung nicht mehr, oder doch, weil der freefight nicht unbedingt den Einsatz der Prinzipien fürdert, sondern auch schiere Kraft belohnt. In der Form erinnert man sich, dass das auch mit weniger Einsatz funktionieren sollte.
Öhh....- Nein.
So sollte es aussehen, wenn man Prinzipien sichtbar machen wollte für einen Gegner, der kämpft, wie man vor 100 Jahren gekämpft hat.
Eine Demonstration, die vor dem Hintergrund der allgemein angenommenen Rezeptionsgewohnheiten der Zeit entstanden ist. Weil es so üblich war. Mangels Lehr-Alternativen.
Noch immer:
Ich spreche von Judo und behaupte, die Bedeutung der Kata lässt sich aus anderen KK nicht auf Judo übertragen.
Die bekannten Judo-Kata vermitteln ganz gewiss nicht die Basics bzw. sind keine Grundschule oder vergleichbar Kihon.
Was z.B. Nage waza angeht, gibt es genau dazu nämlich die Lehrreihen der Gokyo.
Ich denke, Kata im Judo waren ein Versuch mit den Mitteln der Zeit und als Curriculum unvollständig und untauglich.
Und noch ein Satz zu Nick_Nick:
Das flexible Element bezieht sich im Judo nach meinem Verständnis auch auf Veränderbarkeit und Anpassungsfähigkeit an die entsprechende Herausforderung. Just genau diese „open minded“-Einstellung und die Aufnahme diverser funktionaler Elemente aus verschiedenen älteren Schulen (böse könnte man es eine „best of“-Sammlung nennen) unterscheidet für mich Judo eben von allem, was in Japan davor unterwegs war.
Dazu kann Rambat aber sicher sattelfestere und bessere Auskunft geben, er hat dazu ja viele Jahre Informationen und Quellen zusammengetragen hat und erschlossen.
Geändert von Hug n' Roll (17-10-2018 um 19:05 Uhr)
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Chris Haeuter