Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
Weil ein Placebo bei der gleichen Störung gegen das gleiche Verum getestet werden sollte.

Es könnte ja sein, dass laut Homöopath Quecksilber D20 gegen Kopfschmerzen hilft, die mit Rückenschmerzen einhergehen, aber Hundekacke D15 gegen Kopfschmerzen, die mit gelegentlichem Ohrensausen einhergehen.
Es geht ja z.B. bei der Berner Studie um die Feststellung der Wirksamkeit der Methode Homöopathie und nicht um die eines bestimmten Mittels. Es ist nun mal Teil der Methode, das Arzneimittel nach exakt passenden Symptomen auszuwählen.

Wenn man dann dem Patienten mit Kopf- und Rückenschmerzen ein Placebo gibt, und dem mit Kopfschmerzen und Ohrensausen Hundekacke D15, wie soll man dann eine Aussage über die Wirksamkeit von Quecksilber D20 ableiten, wenn das niemand bekommen hat?
Das macht man ja auch nicht. Man trifft eine Aussage zur Methode, nicht zum Mittel.

Selbst wenn man davon ausgeht, gibt es, wie gesagt nicht "den" Placeboeffekt, sondern der ist spezifisch. D.h. der Effekt eines Gesprächs auf Kopf + Rückenschmerzen könnte größer sein, als auf Kopfschmerzen und Ohrensausen.
Jeder Effekt auf den menschlichen Organismus ist immer spezifisch. Du könntest z.B. auch bei jeder Doppelblindstudie zu einem chemischen Arzneimittel in den Raum stellen, ob der Placeboeffekt bei Durchführung auf einem anderen Kontinent anders ausfallen würde, weil dieser bei Menschen mit anderem kulturellen Hintergrund, anderer sozialer Prägung, vllt. mehr oder weniger stark zum Tragen kommt.

Absolute Wahrheiten lassen sich mit Studien nicht darstellen, sondern Tendenzen.