Zitat Zitat von Damiano R. Beitrag anzeigen
Die Homöopathie nimmt gar nichts an. Hahnemann hat keine Erklärungen zur Wirkweise niedergeschrieben, die über das Ähnlichkeitsprinzip hinaus gehen.
Hahnemann war doch nur der Anfang. Seine Nachfolger kommen mitunter eben trotzdem gerne mit einem Wassergedächtnis und anderen fehlerhaften Erklärungsmodellen an. Siehe bitte auch in Beitrag #2043 einmal Inryokus Hinweis (danke) auf die im Thread schon ab und an genannte "Imprint-Theorie", zu der man seltsamerweise ausgerechnet auch auf Pro-Homöopathieseiten etwas findet.



Zitat Zitat von Damiano R. Beitrag anzeigen
Du postulierst einen Widerspruch, den es gar nicht gibt. Den Begriff Wasserstoffbrücken gibt es in der klassischen Homöopathie nicht.
Nein aber das Wissen um die Wasserstoffbrücken zerlegt eben die ausgedachte Theorie über das Wirken durch ein Wassergedächtnis.

Klar danach ging man eben noch eine Etage tiefer, wo man den Rettungsanker vermutete und alles hat daher nun also mit Quanten zu tun, ist feinstofflich usw. usf., denn einfach mal sagen "Keine Ahnung, warum Effekte über einen Placeboeffekt hinaus nicht nachweisbar sind, vielleicht ist Hahnemanns Idee ja einfach überholt?" das lässt der eigene Stolz nicht zu.



Zitat Zitat von Damiano R. Beitrag anzeigen
Wohl kaum. Die allermeisten Homöopathie-Anhänger, so auch ich, glauben an einen subatomaren Weg der Informationsübertragung. die Quantenphysik bietet hier sehr viele mögliche Erklärungsansätze.
Ja und deshalb möchte der eine oder andere Quantenwissenschaftler (also das sind die, die das Thema gut drauf haben) ja auch bitte nicht ansatzweise mit den Hoöopathianhängern in Verbindung gebracht werden, weil die wohl nicht wüssten, wovon sie überhaupt reden. Redest Du von Glauben kann ich aber gut mit leben, glauben kann man ja alles ohne dass es irgendwelcher Belege bedürfte.



Zitat Zitat von Damiano R. Beitrag anzeigen
Ja, Homöopathie funktioniert nicht immer und bei jedem, aber das stört jene nicht, die durch diese nebenwirkungsfreie Methode geheilt wurden und werden.
Klar z.B. das falsche Medikament verabreicht zu bekommen kann sich u.U. ungünstiger auswirken als die positive Wirkung des Placeboeffekts bei der Einnahme von sozusagen nichts.



Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen
Diese Herren [Die wichtigsten Physiker von Einstein über Schrödinger bis Heisenberg] sowie ihre Nachfolger argumentier(t)en dafür mit Mathematik. Ihr "Weltbild" ist somit sogar überaus "rationalistisch".

Schlüssig, logisch, mathematisch stringent.

Manches konnte so bewiesen werden, anderes wartet als vielfach überdachtes und gegengeprüftes Modell auf Messwerte, die eben dieses Modell verifizieren.
Danke, wären doch glatt fast wieder Wissenschaftler missbraucht worden für die Erklärung irgendwelcher unplausiblen Kopfgeburten.



Zitat Zitat von OliverT Beitrag anzeigen
Mir stellt sich da gerade eine Frage. Durch das Hirn fließt ja Blut, welches aus Wasser besteht, welches wiederum von den Nieren ausgefiltert wird. Wenn mir jetzt beim Training einer ständig gegen den Kopf haut, macht das meinen Urin dann schlau?
Woher meinst Du wohl kommt das homöopathische Sprichwort "Kleine Schläge auf den Hinterkopf erhöhen das Denkvermögen."?




@ Discipula:
zu Deinem Beitrag #2051 (in welchem Du nochmal auf "dass größere Auftreten von Krankheiten etc. in den letzten 50, 100 Jahren" eingehst) lies doch einmal bitte in den Beiträgen #2022 (von Pansapiens) und #2023 (von mir) nochmal nach, warum Du damit ja selbst aus pro homöopathischer Sicht völlig falsch liegst.



Zitat Zitat von Lugasch Beitrag anzeigen
Hast du nicht auf den Seiten vorher erklärt, dass die Schulmediziner genauso zuhören wie die Homöopathen und es deshalb gegenden "Nur Placebo" Effekt spräche? Sollte ich mich täuschen, dann sorry. Jedenfalls wären besser zuhörende Homöopathen für mich ein extra Indiz in Richtung Placebo.
Disci hat gewöhnlicherweise von Anfang an zu einem beliebigen Thema eine unerschütterliche Meinung, ist argumentativ aber mitunter sehr flexibel, um es einmal sehr höflich zu auszudrücken.




Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
"similia similibus curantur" ist der Leitsatz der Homöopathie. "ähnliches wird durch ähnliches geheilt".

Zum Beispiel kann man eine Verbrennung mit Wärme behandeln.
???
Ich werfe ein brenennendes Streichholz in ein Glas Wasser, hole es wieder raus und das Wasser im Glas wird dann mehrmals verschüttelt, bis es dann das perfekte Kühlmittel ist oder wie muss ich mir das vorstellen?
Ich meine Du willst ja vermutlich nicht behaupten, dass ich die an der heißen Herdplatte verbrannte Handinnenfläche dann halt einfach nochmal auf die heiße Platte lege....der Kühlwirkung wegen?

Sorry, klappt doch, gerade mal im Selbstversuch getestet: Handinnenfläche auf die heiße Herdplatte (Stufe 6 von 6), tat höllisch weh, danach dann wieder auf die Herdplatte aber diese war auf nur noch Stufe 1 gestellt, also Wirkung sozusagen potenziert (habe natürlich auch 10x kräftig gegen denn Herd getreten, um den Verschüttelungseffekt zu simulieren). Geil, auf Stufe 1 riecht es gleich viel weniger verbrannt, scheint also irgendwie doch etwas mehr am Wirken zu sein als ein reiner Placeboeffekt.



Zitat Zitat von Little Green Dragon Beitrag anzeigen
Man kann wenn man sich gestoßen hat auch gleich noch mal feste mit dem Hammer drauf hauen - ist ungefähr aber genauso sinnvoll wie Verbrennungen mit Wärme zu behandeln.
Nein, nein, nein, da hat aber jemand mnal wieder nicht aufgepasst.
Das Potenzieren darf doch nicht vergessen werden werden. Ist beispielsweise ein Laster über jemanden rübergefahren, fahre ich natürlich nicht noch einmal mit einem Laster über diese Person, das wäre ja völliger Schwachsinn. Nein, ich nutze mein Fahrrad dazu bzw. in ganz schlimmen Fällen potenziere ich weiter und lasse Kleinkinder über die Person rüberlaufen, DAS führt i.a.R. eigentlich zu einer sofortigen Verbesserung des Zustandes der verunfallten Person (nennt sich in Homöopathikreisen "Gnadenstoßtherapie", meine ich mich zu erinnern).



Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
Zitat Zitat von Damiano R.
Schön, dass man im KKB genau weiss, dass wo nichts gemessen werden kann, auch nichts wirken kann. Die ach so heilige Wissenschaft sieht das aber leider ganz anders...
Für "Kräfte" die keine messbare Wirkung haben, braucht man auch kein Erklärungsmodell.
Welcher Wissenschaftler sieht das anders?
Genau, wenn beispielsweise keinerlei erhoffter Effekt (über einen Placebo hinaus) in der Homöopathie eintritt, ist es einfach völlig egal, wie ich mir ein postuliertes Auftreten dieses Effekts zu erklären versuche.



Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
Das Prinzip ist "Ähnlichkeit", nicht "Gleichheit". Ja, wenn man sich den Finger in der Tür klemmt, kann man mit (nicht gleich starkem, aber ähnlichem) Druck behandeln.

funktioniert.
Dir ist schon klar, dass sich ähneln und sich gleichen synonym verwendet werden, was man auch problemlos nachschlagen kann?