Zitat Zitat von Bassidai79 Beitrag anzeigen
Endlich eine gute konstruktive Antwort! Und nicht der Schrott was vorher geschrieben worden ist!
...
Ja du wieder mit deinen Niveau, echt toller Typ, Bravo.
Lies das Buch „Kampfkunst als Lebensweg“ dann weißt du was ich meine....ach ja ich habe mich nicht damit beschäftigt ��*♂️
Nur weil Dir Antworten nicht gefallen, sind sie noch kein Schrott. Tradition wird ein Stück weit ständig neu definiert und das, was hier bekannt ist, ist wie von Henning beschrieben oft eher eine Art 'Pseudo' Tradition. ZUdem liegt 'Tradition' im AUge des Betrachters. Ausübende von Okinawa-Schulrichtungen bezeichnen ja gerne alle japanischen Schulen als Modern, für Ausübende von 'orthodoxem' Shotokan mag die JKA modern seine, diese sieht sich natürlich selbst als traditionell und verteufelt Sportkarate (dass sie ja selbst erst weltweit verbreitet haben). Genauer wäre daher bspw. zu sagen, ich übe Shotokan in der Tradition der JKA/Nakayama, als nach Gießkannenprinzip auf irgendwelche Traditionen zu verweisen. Und wenn es eher um den sog. "Do" und Charakterentwicklung geht - auch Sport kann selbstverständlich ein Lebensweg und eine positive Charakterentwicklung sein und ich finde es geradezu bezeichnend, dass dies gerne von sog. Traditionalisten und Budo-Pädagogen abgesprochen wird.

Man darf auch nicht vergessen, dass in Japan zwischen Meiji Restauration und Ende des Zweiten Weltkrieges (und das ist genau die Zeit, aus der viele der heute bekannten Budo Persönlichkeiten stammen) eine Rückbesinnung auf vermeintlich japanische Werte stattgefunden hat und man diese in gewisser Weise teils romantisiert neu erschaffen hat (grob vergleichbar mit der Rückbesinnung auf sog. germanische Werte im 3.Reich). Das wirkt heute teilweise noch nach und mir wurde auch schon von einem japanischen Kalligraphie Professor an einer japanischen Uni dringend die Lektüre von Herrigel ans Herz gelegt, der in dieser Hinsicht höchst kritisch zu sehen ist (auch einflussreiche Autoren wie Graf Dürckheim oder Nitobe Inazo).