Also mal abgesehen davon, dass es jetzt wohl überhaupt nicht so einfach ginge, jemanden aus dem Pflegeheim nach Hause zu holen (zumindest in Bayern), ist der Ratschlag "dann pflege ihn halt selber" für mein Empfinden nicht angebracht.
Es gibt viele Faktoren, die mit in die Entscheidung reinspielen, ob Angehörige Angehörige zu Hause pflegen oder auch nicht (und nicht immer besteht überhaupt die Möglichkeit, es wirklich zu entscheiden). Ist aber ein anderes Thema. Hier geht es darum, dass die getroffenen (und anscheinend je nach Bundesland noch mal leicht abweichenden) Maßnahmen schlicht und einfach eine echte physische Gefährdung insbesondere für die Bewohner darstellen, welche nicht mehr orientiert sind; ganz abgesehen davon, was es mit dem Lebenswillen einiger Bewohner macht. Dehydrierung und Medikamentengabe sind tatsächlich die Punkte, um die ich mir ganz konkret bei meinem Vater ernsthaft Sorgen mache; aber natürlich gilt das auch für viele andere Bewohner und ihre Angehörigen. Ich denke jeder der Pflegeheime von innen kennt kann sich ausmalen, wie problematisch es ist, wenn beim eh schon knappen Personalschlüssel Freizeitbetreuung, Therapien, Angehörigenbesuche, Gottesdienste etc. wegfallen. Unter diesen Umständen kann bereits eine Woche reichen, um den Zustand eines Bewohners physisch und psychisch massiv zu beeinträchtigen.




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