Ich sprach von Systemen die auf kompromisslosen Angriff ausgelegt sind. Wenn ich ein System trainiere das als erste Aktion das Vermeiden und Blocken von Suckerpunches vorsieht, und erst danach in den Clinch geht, oder im Clinch zunächst rein die Kontrolle sucht, dann kann ich sehr wohl eine SV-Situation meistern ohne präemptiv tätig geworden zu sein. Und es ist nun mal für einen Grappler leichter, spezifisches Grappling zu adaptieren, als Schlagen und Treten so zu lernen dass es auch Wirkung hat. Von allen anderen erwähnten Nachteilen abgesehen. Aber mancher findet es einfach geiler, das ist dann natürlich das entscheidende Kriterium.
Ich bleibe auch dabei, dass es bei bundesdeutschen Gerichten sehr viel leichter ist, eine Bänderdehnung oder Schulterluxation als Resultat einer Notwehr zu erklären, als jemanden der Jochbeinfrakturen und zahlreiche blutenden Gesichtsverletzungen hat. Oder noch schwerere Verletzungen, und dann zu erklären dass man "Combatives" trainiert, abgeleitet aus Kommandoaktionen von Streitkräften.
Geändert von Klaus (30-06-2020 um 17:34 Uhr)
"Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)