Dem widerspreche ich keineswegs. Allerdings war hier auch nicht die Rede von "dem Schlimmsten", sondern aus meiner Sicht von wechselseitigem Ego-Hochgeschaukel.
Das ist eine Meinung begruendet in persoenlichen Moralvorstellungen, kein juristischer Standpunkt.
Menschenansammlungen mit uebergrossem Drang zur Heiterkeit sind schon mal von Haus aus kein gutes SV-Szenario und etwas, was man ziemlich einfach vermeiden kann, wenn man das moechte - das ist viel einfacher, als sich jahrelang mit Verhaeltnismaessigkeit und Co. zu befassen, und nervenschonender als eine Gerichtsvorladung, wenn das Neu Arrangieren der Kieferposition denn geklappt hat. Von den Varianten, wenn das Neu Arrangieren daneben gegangen ist, reden wir erst mal nicht. Zu wissen, wo sich die Zelt-Security denn jeweils bewegt, wuerde ich in dem Fall als einen Teil der Vielgeruehmten Awareness sehen.
Versteh mich bitte nicht falsch - ich argumentiere sicher nicht gegen das "Koennen". Ich argumentiere, dass die genannten Szenarios aus juristischer Sicht keine guten Gruende sind, sich das "Koennen" anzueignen fuer den "Ernstfall", und keine guten Orte, um dieses "Koennen" anzwenden, weil es eben kein "Ernstfall" ist, sondern das, was Wilder & Kane als "Drunkle" bezeichnen. Wenn man nach etwas sucht, das sich zur Kontrolle von poebelnden, aber harmlosen Zeitgenossen eignet, dann ist man m.E. mit klassischer SV falsch gewickelt, daher auch der Verweis auf Eskalationsstufen usw. Mal abgesehen davon, dass man wie gesagt sehr gute Gruende haben sollte, warum man sich auf so ein Szenario einlaesst, und idealerweise alle Truempfe in der Hand hat, inklusive aktive Unterstuetzung der Umstehenden - eine schonende Kontrolle ist per se immer riskanter, technisch aufwaendiger und positionell schwieriger als ein simples KO durch Schlag und/oder Wurf, und nichts, wobei man mit den Kollegen des Kontrollierten Bekanntschaft machen moechte.
Beste Gruesse
Period.






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