Eben genau darum geht es ja bei solchen Entscheidungen: Die Überlieferung und das Fortbestehen einer Schule hat ja nicht nur technische, sondern auch strukturelle Aspekte: Natürlich ist wichtig, was tradiert wird. Aber dazu ist ebenso wichtig, wer diese technischen Inhalte wie tradiert. Manchmal sogar wo es tradiert wird.
Diese strukturellen Aspekte zu berücksichtigen, kommt mir vor, wie das Anpflanzen eines Waldes: Hier in der Nähe, im Harz müssen jetzt Entscheidungen getroffen werden, die in den nächsten zehn, fünfzig, hundert Jahren Bestand haben müssen. Und das angesichts einer durch den wohl nicht mehr aufhaltbaren Klimawandel höchst komplexen Situation.
Und so ähnlich ist das nach meiner Wahrnehmung in Hinsicht auf das Fortbestehen einer Schule auch immer wieder. Es ist nicht allein wichtig, wer "am besten maki uchi kann". Sondern es braucht Entscheidungen, die das Fortbestehen und die Kohärenz der gesamten Schule auch strukturell auf die Zunkunft hin betreffen.
Diese Entscheidungen mag man dann richtig finden oder falsch. Man mag die Hintergründe kennen oder rätseln, was die Ursachen sind. In jedem Falle aber - egal, welchen Bezug man selber dazu hat - darf man davon ausgehen, daß diese Entscheidungen getroffen werden, gerade in dem Bewußtsein der Verantwortung für den Erhalt, das Fortbestehen und die Überbelieferung der Schule.





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