Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
Was meint die anderen Quelle?


Der Gemündener Aerosol-Experte* Dr. Gerhard Scheuch hat diese Befürchtung nicht. „Die Ansteckungsgefahr im Freien liegt bei 0“, sagte er in einem Interview mit NTV.
[...]
Deshalb halte er die Maskenpflicht im Freien, wie sie auch in Teilen der Mainzer Innenstadt gilt, für „unsinnig“. „Da im Freien die Ansteckungsgefahr mindestens um einen Faktor 100 geringer ist als drinnen, halte ich die Maske im Freien generell für Unsinn“,

Aha, die Ansteckungsgefahr ist null und um mindestens einen Faktor 100 geringer als drinnen...
Ich würde mal sagen, wenn der Faktor, um den die Ansteckungsgefahr geringer ist, nicht mindestens unendlich beträgt, folgt aus diesen Aussagen, dass man sich auch drinnen nicht anstecken kann, also gar nicht.

„Nur dann, wenn man sich längere Zeit gegenüber steht und sich nicht ausweichen kann und einen Abstand von 1,5 Metern nicht einhalten kann, machen Masken Sinn.“ Mit „längerer Zeit“ sind etwa 5 bis 15 Minuten gemeint, wie Scheuch gegenüber NTV erklärte. Diese Zeit könnte sich bei der britischen Mutation B.1.1.7 auf etwa drei bis zehn Minuten verkürzen.

Diese Aussage gilt wohl für Innenräume?
Denn im Freien kann man sich ja - nach obiger Aussage von Herrn Scheuch - nicht anstecken.

aber cool: hier ist wenigstens ein Link zu einen Positionspapier angegeben:

Die Gesellschaft für Aerosolforschung kommt in einem Positionspapier zur gleichen Auffassung wie Scheuch. Dort heißt es unter anderem: „Draußen im Freien finden Infektionen über Aerosole nahezu nicht statt.[..]"

"Nahezu" ist nicht null und es gibt nicht nur Aerosol-Infektion:

Im Freien finden so gut wie keine Infektionen durch Aerosolparti
kel
statt. Allerdings können Tröpfcheninfektionen auftreten, insbesondere in Menschenansammlungen, wenn Mindestabstände nicht
eingehalten und/oder keine Masken getragen werden.
[...]
Vor allem in größeren Menschenmengen mit geringen
Abständen ist aber auch im Freien eine Ansteckung nicht ausgeschlossen

Das widerspricht nun klar der Aussage, dass im Freien die Infektionsgefahr 0 wäre und lässt mich vermuten,
dass Scheuch mit:

„Nur dann, wenn man sich längere Zeit gegenüber steht und sich nicht ausweichen kann und einen Abstand von 1,5 Metern nicht einhalten kann, machen Masken Sinn.“ Mit „längerer Zeit“ sind etwa 5 bis 15 Minuten gemeint, wie Scheuch gegenüber NTV erklärte. Diese Zeit könnte sich bei der britischen Mutation B.1.1.7 auf etwa drei bis zehn Minuten verkürzen.

nicht nur den Innenbereich meint.
Damit wäre die Überschrift:

Aerosol-Experte: „Maske im Freien ist Unsinn“

IMO irreführend und könnte schlichtere Gemüter zu falschen Annahmen veranlassen.
Dazu muss man noch ergänzen dass die Frage wie siehst draußen aus experimentell sehr schwierig zu bewerkstelligen ist:


... "Da ist es so, dass die Aerosole, die aus dem Mund kommen, sich ganz diffus verteilen und verdünnen, sodass experimentelle Untersuchungen über die tatsächliche Infektionsgefahr auch technisch ganz schwierig durchzuführen sind", sagt Michael Pfeifer, Lungenfacharzt und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin....
Voraussetzung für die sehr kleine Ansteckunsgefahr ist die

... stete Luftbewegung und der meist nur kurze Kontakt zu Passanten
Und das sind nicht die Situationen über die wir reden, vor allem letzterer. Und im Sommer steht die Luft förmlich tageweise.

...Aus Sicht von Aerosolforscher Asbach ist der Rauch prinzipiell ein guter Indikator dafür, wie sich Aerosole in der Luft verhalten. Immer dann, wenn wir Rauch einatmen, würden wir Aerosolpartikel einatmen, und damit gegebenenfalls auch Viren. Trotzdem solle man sich von Rauch nicht täuschen lassen: Wenn man schon etwas riechen. ...
Über und zwischen den Gruppen die hier Party machen dampfts teilweise gewaltig. Da braucht man gar nicht riechen, das sieht man aus größerer Entfernung.

https://www.br.de/nachrichten/wissen...risiko,SOoHg72


Wie man also größere, dichte Menschenansammlungen als völlig harmlos , nahezu 100 %, im Sinne der Pandemie versteht ist mir schleierhaft.