
Zitat von
amasbaal
Thailand hatte 1940/41 militärische konflikte mit Frankreich im Thailändisch-Kambodschanischem grenzgebiet. davon abgesehen war es bis dezember 1941, als eine eher symbolische, nur ein paar stunden dauernde "invasion" der japaner stattfand neutral, ist dann unter dem regime von Phibun (der seit den 30er jahren einen "Führerstaat" nach dem vorbild deutschland und italien aufbauen wollte) ein bündnis mit japan eingegangen (die wollten einen "durchgang" zu Burma) und hat sich dadurch territorial durch aneignungen hinter der grenze zu Burma, Kambodscha und Laos ausweiten können. dabei ist es politisch "souverän" geblieben und wurde von japan als verbündeter betrachtet und nicht direkt kontrolliert.
die regierung spaltete sich aber bald. aus der abspaltung entstand eine widerstandsbewegung. gemeinsam mit den und unter wesentlicher führung durch die alliierten, wurde die guerilla organisation Free Thai Movement gegründet, um im land spionage und sabotage in größerem stil umsetzen zu können (ich meine mich zu erinnern, dass es mehrere 10.000, fast 100.000 von diesen echten "thai-freikämpfern" gegeben haben soll) das Free Thai Movement war dann 1944 auch am sturz der regierung von Phibun beteiligt. danach war Thailand natürlich ein verbündeter der alliierten.
die über 5000 toten, die tahiland im 2. wk hatte, waren fast ausschließlich an krankheiten gestorben. die meisten toten im kampf gab an der seite der Japaner bei der invasion Burmas und bei kämpfen mit den Franzosen.
interessant und ebenfalls mit bezug zu lugaschs aussage:
Phibun ließ sich "Führer" nennen und führte einen regelrechten "führerkult" nach deutsch/italienischem vorbild ein.
Phibun hat das land von Siam in Thai umbenannt. die assoziation zu "land der freien" (Thai) ist über die ideologie, die hinter der aktion stand zu verstehen: der pan-thailändische nationalismus propagierte ein "großkönigreich thailand" das u.a. Laos, einen teil des südens von China und Vietnam beinhalten sollte, da dort "artverwandte rassen" leben würden. die ethnische vielfalt Siams wurde bekämpft zugunsten einer vorstellung einer einheitlichen thailändischen "rasse", die sich eben "befreit" vom fremden.
der mann war ein faschistischer diktator, inklusive totaler pressezensur, "kulturmandaten", die in die alltagskultur eingriffen und sie nach seinen vorstellungen beeinflussen sollten, fast uneingeschränkten rechten des staates, wenn es um verhaftungen ging, willkürliche todesurteile für politische gegner usw. usf.
das Free Thai Movement wurde von einem adeligen mit hilfe der usa gegründet. die mitglieder waren größtenteils thailändische studenten aus den usa (!), die auch dort vom OSS ihre ausbildung erhielten (!) und dann per fallschirm in thailand abgesetzt wurden. ich weiß jetzt nicht genau, wie viele Thais in Thailand selber rekrutiert wurden, aber die ausbildung lag immer in den händen des OSS (wie es ja auch später in Südostasien gehandhabt wurde. da waren es die Special Forces, die einheimische ausbildeten... militärberater eben). natürlich mag es in sachen nahkampf auch einflüsse aus den regionalen kks gegeben haben. dürften bei den studenten und anderen mitgliedern auch ein paar muay thai spezialisten dabei gewesen sein - warum auch nicht... nur: die ausbildung zum guerillakrieger als ganzes lag in der verantwortung des OSS.
welche freikämpfer waren nun gemeint?
die rassistisch orientierten "freien" der Phibun diktatur im kampf MIT den japanern oder die OSS-organisierten "freien", die gegen Phibun und die Japaner kämpften?