Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
allerdings ist diese Approximation manchmal so zuverlässig, dass man meint, damit habe man etwas Wichtiges erkannt – ob man dies nun "wahr" nennen will oder "brauchbar", ist mehr eine Frage der Terminologie. Doch gegenüber einer kritischen Öffentlichkeit ist es wichtig, zu betonen, dass dieser Grad an Zuverlässigkeit jedenfalls sehr viel personenunabhängiger ist als in irgendeinem anderen Bereich menschlicher Tätigkeit.
[...]
kommen in der Wissenschaft Produkte zu Stande – Heisenberg hat das "abgeschlossene Theorien" genannt –, die in einem gewissen Bereich zuverlässig sind und die man nicht mehr zu ändern braucht. Überraschungen sind nie ausgeschlossen, aber der relative Grad an Sicherheit ist in den Naturwissenschaften größer als anderswo.
Ja.
Danke, daß du dir die Zeit genommen hast.
Ich wollte dir nicht etwas erklären, sondern diesen Aspekt neben deine Aussage stellen, es gäbe in "der Welt der Naturwissenschaften ... so etwas wie eine objektive Wahrheit, ...".

Mir ging es dabei einzig um den abstrakten, erkenntnis- oder auch wissenschaftstheoretischen Gedanken, daß diese "approximativen Wahrheiten" keine absoluten, und eben auch keine objektiven Wahrheiten sind. Und zwar nicht um damit dummdoof zu sagen: "Ätschbätsch Naturwissenschaften können auch gar nix wissen. Zungerausstreck ..." Sondern einfach "nur" um wahrzunehmen, daß das menschliche Verlangen nach Sicherheit, sei es bezogen auf existenzielle Belange oder eben auf Erkenntnis bzw. Wissen, letztlich keine Erfüllung finden können kann.