Generell lassen sich auf Basis der vorliegenden Daten und Erkenntnisse folgende Aussagen zu Straftaten mit Stichwaffen machen:
- Bundesweite Zahlen gibt es weiterhin nicht.
- In einigen Bundesländern sind die Zahlen gestiegen, in anderen gesunken, in wieder anderen liegen keine Zahlen vor.
- Die Definitionen in den Bundesländern zur Erfassung von Straftaten mit Stichwaffen unterscheiden sich.
- Der Anteil der Straftaten mit Messer ist insgesamt gering.
- Nicht-deutsche Tatverdächtige sind überrepräsentiert.
- Eine "Messer-Epidemie" lässt sich mit den vorliegenden Zahlen nicht belegen.
Der Kriminologe Martin Rettenberger merkte zu der Entwicklung in Hessen an: "Ein Anstieg der Zahlen kann auch bedeuten, dass einfach mehr Fälle erfasst werden." Gegenüber dem BR betonte er: "Wir sehen, wenn wir langfristige Trends nehmen, generell einen Rückgang der Gewaltkriminalität in so gut wie allen westlichen Ländern. Auch in Deutschland sehen wir einen Rückgang der Gewaltkriminalität generell und auch bei Jugendlichen und Jungen - vor allem in den letzten zehn Jahren."